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Libanese für Hariri-Attentat schuldig gesprochen



FILE - In this April 17, 2003 file photo Lebanese Prime Minister-designate Rafik Hariri leaves the Parliament building in Beirut, Lebanon. More than 15 years after the truck bomb assassination of former Lebanese Prime Minister Rafik Hariri in Beirut, a U.N.-backed tribunal in the Netherlands is announcing verdicts this in the trial of four members of the militant group Hezbollah allegedly involved in the killing, which deeply divided the tiny country. (AP Photo/File)

Wurde getötet: Rafik Hariri. Bild: keystone

15 Jahre nach der Ermordung des früheren libanesischen Premiers Rafik Hariri hat das Sondertribunal zum Libanon nur einen der vier Angeklagten schuldig gesprochen.

Die Beteiligung der drei übrigen Libanesen an dem Terroranschlag könne «nicht zweifelsfrei bewiesen» werden, urteilten die Richter am Dienstag in Leidschendam bei Den Haag. Über das Strafmass wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Ale vier Angeklagten sollten der pro-syrischen Hisbollah-Miliz angehören.

FILE - In this Feb. 14, 2005 file photo, vehicles burn following a bomb attack that targeted the motorcade of former Prime Minister Rafik Hariri, killing him and 22 others in Beirut, Lebanon. More than 15 years after the truck bomb assassination of former Lebanese Prime Minister Rafik Hariri in Beirut, a U.N.-backed tribunal in the Netherlands is announcing verdicts this in the trial of four members of the militant group Hezbollah allegedly involved in the killing, which deeply divided the tiny country. (AP Photo/File)

Der Ort des Attentats 2005 Bild: keystone

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Libanese Salim Dschamil Ajjasch unter anderem des Mordes schuldig ist. Er sei an dem Terroranschlag am 14. Februar 2005 in Beirut beteiligt gewesen. Das auf Initiative der Vereinten Nationen eingerichtete Tribunal hatte sechs Jahre lang in Abwesenheit der Angeklagten verhandelt.

Die Richter sahen auch keine direkten Beweise für eine Beteiligung der Führung der Hisbollah oder Syriens. In dem Verfahren habe es fast ausschliesslich indirekte Beweise gegeben, erklärte das Gericht.

Bei dem Sprengstoff-Attentat waren ausser Hariri weitere 21 Menschen getötet und 226 verletzt worden. Viele Libanesen geben Syrien die Schuld an dem Anschlag. Das Land hatte zu dem Zeitpunkt Truppen im Libanon stationiert. Der Terroranschlag war einer der schwersten in der Geschichte des Libanon. Das Entsetzen und die internationale Empörung waren seinerzeit gross. (aeg/sda/dpa)

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