DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Verdächtige «Husten-Rede»: Ist der Hisbollah-Chef an Corona erkrankt?



epa09227692 A grab picture from Hezbollah's al-Manar TV shows Hezbollah leader Sayyed Hassan Nasrallah giving a speech to commemorate the 'Resistance and Liberation Day' in Beirut, Lebanon, 25 May 2021. Nasrallah spoke about the Israel-Gaza conflict, where he praised the Palestinian resistance, and the internal situation in Lebanon, among other topics.  EPA/AL-MANAR TV / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Nicht gesund: Nasrallah bei seiner Ansprache. Bild: keystone

Nach einer Ansprache von Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah mehren sich in Israel die Spekulationen über den Gesundheitszustand des Chefs der libanesischen Miliz. Der 60-Jährige musste während der Rede immer wieder stark husten und wirkte atemlos.

Nach Medienberichten geht das israelische Militär davon aus, dass Nasrallah an einer Corona-Infektion leidet oder sich im Genesungsprozess befindet. Die Armee sei der Ansicht, Nasrallah habe mit der Rede einen Fehler begangen, berichtete der israelische Rundfunk am Donnerstag. Ziel sei gewesen, Israel abzuschrecken. Er habe jedoch einen kranken und schwachen Eindruck gemacht.

Nasrallah hatte Israel am Dienstagabend mit einem regionalen Krieg gedroht, sollte es Übergriffe in Jerusalem oder auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) geben. Die Anlage in Jerusalems Altstadt ist Muslimen und Juden gleichermassen heilig. Konfrontationen auf dem Tempelberg gelten als einer der Auslöser für den Waffengang zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas. Beide Seiten hatten sich nach elf Tagen auf eine Waffenruhe verständigt, die seit Freitag in Kraft ist.

Während der Eskalation waren auch Raketen aus dem Libanon auf Israels Norden abgefeuert worden. Nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen stand aber eine palästinensische Gruppierung dahinter und nicht die schiitische Hisbollah. Die Hisbollah ist eng mit Israels Erzfeind Iran verbündet. Sie kontrolliert mit ihrer Miliz unter anderem den Süden des Libanon und damit die Grenze zu Israel, wo es immer wieder zu Spannungen kommt. Zuletzt hatte es 2006 einen Krieg zwischen der Hisbollah und Israel gegeben. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Israel-Palästina-Eskalation im Mai 2021 in Bildern

1 / 17
Die Israel-Palästina-Eskalation im Mai 2021 in Bildern
quelle: keystone / mohammed saber
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Ich schlafe kaum» – ein Palästinenser in Haifa über sein Leben in Israel

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Über 1000 Raketen und nur wenige Einschläge – dieses Abwehrsystem schützt die Israelis

Die Hamas hat in den letzten zwei Tagen über 1000 Raketen nach Israel abgefeuert. Die meisten davon fing Israels «Iron Dome» ab. Wir erklären, wie er funktioniert – und warum es trotzdem zu Todesfällen kommt.

Bei der sogenannten «Eisernen Kuppel» handelt es sich um ein israelisches mobiles Raketenabwehrsystem, genannt C-RAM (Counter Rocket, Artillery and Mortar System). Wie das System in Betrieb aussieht, zeigten am Dienstag und Mittwoch zahlreiche Videos auf Social Media. Folgendes Video wurde von dem israelischen Militär (IDF) gezeigt.

Je nach Quelle wehrt das System bis zu 90 Prozent der Raketen ab, schreibt etwa der Journalist Emanuel Fabian der «Times of Israel» auf Twitter.

Eine «Iron …

Artikel lesen
Link zum Artikel