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Libyen

Schiffbruch vor libyscher Küste fordert wieder mehrere Todesopfer

Schiffbruch vor libyscher Küste fordert wieder mehrere Todesopfer

27.08.2019, 15:4527.08.2019, 15:49

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste der libyschen Stadt Khums sind am Dienstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM). 60 Flüchtlinge seien gerettet und nach Libyen zurückgeführt worden.

Mehrere Leichen, darunter jene von Kindern, seien geborgen worden, twitterte die IOM am Dienstag. Die Hilfsorganisation «Alarm Phone», die Seenotfälle meldet, hatte davor schon den Schiffbruch im Mittelmeer gemeldet.

Bis zu 150 Menschen könnten bei einem schweren Bootsunglück vor der Küste Libyens ums Leben gekommen sein, befürchtet die internationale Organisation für Migration (IOM). (Themenbild)
Immer wieder kommt es zu schweren Bootsunglücken an der Küste Libyens.Bild: EPA SEA-EYE

Die Hilfsorganisation berichtete, sie habe den Anruf von einem in Seenot geratenen Boot mit 100 Personen an Bord erhalten. Das Boot befinde sich nahe der libyschen Küste. Italien und die libyschen Behörden seien benachrichtigt worden, so die Hilfsorganisation am Dienstag.

Libysche Behörden bestätigten, es seien mehrere Menschen gestorben, noch unklar sei jedoch wie viele. «Diese Toten sind eine Verantwortung Europas. Seine Einwanderungspolitik tötet», twitterte «Alarm Phone».

Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte zuvor neuerlich einem Rettungsschiff, der deutschen «Eleonore» mit rund 100 Flüchtlingen an Bord, die Einfahrt in einen italienischen Hafen untersagt. Die Menschen wären am Montag gerettet worden, während ihr Boot am Sinken gewesen sei, sagte die Hilfsorganisation Mission Lifeline, die die «Eleonore» unterstützt. (mim/sda/apa)

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