International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ist Frankreich in den libyschen Bürgerkrieg verwickelt? – Salvini erhebt schwere Vorwürfe



Libya's Prime Minister Fayez al-Sarraj of the U.N.-backed government, left, and General Khalifa Hifter of the Egyptian-backed commander of Libya's self-styled national army shake hands as France's President Emmanuel Macron stands between after a declaration at the Chateau of the La Celle-Saint-Cloud, west of Paris, France, Tuesday, July 25, 2017. President Emmanuel Macron is hosting a meeting of the two main rival leaders of chaotic Libya, trying to play peacemaker in a country where the stakes are high for both Europe and Africa. (AP Photo/Michel Euler)

Im Juli 2017 trafen sich die verfeindeten Parteien in Frankreich: Premierminister al-Sarraj (l.), Macron und der oppositionelle General al-Haftar. Bild: AP/AP

Die italienische Regierung prüft, ob Frankreich in irgendeiner Form in Kämpfe in Libyen verwickelt ist und ob das Land bewaffneten Gruppen finanziert. «Wir gehen diesem Aspekt nach, es gibt einige Beweise. Sollte wegen Frankreichs Wirtschaftsinteressen die europäische Friedensinitiative blockiert werden, wäre dies äusserst gravierend», sagte Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini.

«Als Innenminister werde ich nicht zusehen, wie jemand aus wirtschaftlichen Interessen Krieg spielt. Denn die Folgen eines Chaos in Libyen würden die Italiener zahlen», so Salvini im Interview mit dem italienische Radiosender RTL 102.5 am Donnerstag.

Salvini hatte sich zuletzt unter anderem um italienische Unternehmen in Libyen wie ENI besorgt gezeigt. Der Energiekonzern hatte vergangene Woche sein italienisches Personal aus dem ölreichen Land zurückgerufen.

In der vergangenen Woche hatte der mächtige General Khalifa Haftar seinen Truppen den Vormarsch auf die Hauptstadt Tripolis befohlen. Dort sitzt die international anerkannte, aber weitgehend machtlose Regierung von Fayez al-Sarraj, die von verschiedenen, zum Teil islamistischen bewaffneten Gruppen gestützt wird. In den vergangenen Tagen kam es vor allem in den Vororten im Süden der Hauptstadt zu Gefechten.

Laut Medienberichten hatte Frankreich in der Vergangenheit Haftar bei dessen Vorgehen gegen Jihadisten in Ostlibyen unterstützt. Seit dem Sturz von Langzeitdiktator Muammar al-Gaddafi 2011 ist der libysche Staat weitgehend zerfallen und wird von verschiedenen Milizen und Kriegsherren beherrscht. (sda/apa)

Öltanks in Libyen in Brand

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bangarang 11.04.2019 16:34
    Highlight Highlight Franzosen sind auf der Seite Haftar und die Italiener decken die Regierung in Tripolis.

    Seit den Römern halten die Italiener Libyen eh für italiensches Staatsgebiet.
  • Fischra 11.04.2019 14:28
    Highlight Highlight Der Aussen- ähhhhh Innenminister Salvini macht wieder mal Aussenpolitik. Hauptsache von sich ablenken. Hat ja wie Trump noch keine Erfolge.
  • WID 11.04.2019 11:47
    Highlight Highlight Frankreich machts halt den 'grossen' nach (USA, Russland...)
  • Arnoli 11.04.2019 11:43
    Highlight Highlight Frankreich? Ist Frankreich irgendwo in Afrika verwickelt? Ach ne, wer hätte das gedacht! Ist ja mal ganz was Neues... jetzt fallen mir gerade alle Schuppen von den Augen.
  • Jason96 11.04.2019 11:19
    Highlight Highlight "Als Innenminister werde ich nicht zulassen... "
    Weisst du was Salvini? Halte dich doch an den Beruf des Innenministers und hör auf Aussenminister zu spielen.
    • Ich_bin_ich 11.04.2019 12:27
      Highlight Highlight Der gute Herr Salvini verwechselt wohl wirklich seine Kompetenz (Innenminister/Aussenminister). Ob man Herrn Salvini kompetent und menschlich findet ist nochmals eine andere Frage mit hoffentlich klarer Antwort...

      Nur hat er mit seinen Aussagen, in diesem Fall, wohl nicht ganz unrecht.

    • Oigen 11.04.2019 15:45
      Highlight Highlight @Ich bin ich

      "Salvini hatte sich zuletzt unter anderem um italienische Unternehmen in Libyen wie ENI besorgt gezeigt."

      Naja als würde es ihm nicht um kohle gehen... den intressiert lybien kein stück solange ENI fleissig öl fördern kann
    • Ich_bin_ich 11.04.2019 16:04
      Highlight Highlight @Oigen
      Da werden Sie wohl recht haben.
      Man könnte es Doppelmoral nennen.
      Vielleicht sind Geld und Gier auch die einzige Motivation diese Aussagen zu tätigen.

      Meines Erachtens ändert dies aber trotzdem nichts daran, dass er trotzdem recht haben kann, mit dem, was er über die Franzosen sagt.

      Lediglich lässt es nun alle Parteien in einem schlechten Licht erscheinen.

Salt verkauft Handy-Antennen für 800 Millionen Franken

Zwei Jahre nach Sunrise macht auch Salt mit dem Verkauf von Handyantennenmasten Kasse. Für 700 Millionen Euro (knapp 800 Millionen Franken) verkauft der drittgrösste Mobilfunker der Schweiz 2'800 Masten an die spanische Cellnex.

Cellnex werde 90 Prozent an der neuen Betreiberfirma besitzen, welche die Salt-Masten in der Schweiz managen werde, teilte die spanische Firma am Dienstag in einem Communiqué mit. Der Deal ist Bestandteil eines Paketverkaufs des Salt-Eigentümers Xavier Niel. Der …

Artikel lesen
Link zum Artikel