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Ukraine-Ticker: Russische Rakete trifft Haus in Charkiw

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Russische Rakete trifft Haus in Charkiw ++ 9 Verletzte nach Angriff in Sewastopol

Die aktuellsten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den geopolitischen Auswirkungen im Liveticker.
28.02.2026, 08:4209.03.2026, 03:36
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17:55
Kiew protestiert gegen Moskaus Teilnahme an Biennale in Venedig
Die Ukraine protestiert gegen die geplante Wiedereröffnung des russischen Pavillons bei der Kunstbiennale in Venedig. In einer in Kiew veröffentlichen Erklärung nannten Aussenminister Andrij Sybiha und Kulturministerin Tetjana Bereschna die Zulassung russischer Künstler zu internationalen Veranstaltungen inakzeptabel. Sie forderten die Organisatoren auf, ihre Entscheidung zu überdenken. Immerhin hätten sie schon kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor mehr als vier Jahren Moskaus Aggression verurteilt.

«Wir verstehen nicht, warum die Organisatoren ihre Position jetzt ändern, wo Russland sich weigert, den Krieg zu beenden, Friedensbemühungen und Dialog ablehnt und weiterhin auf Terror und Gräueltaten setzt», heisst es in der gemeinsamen Erklärung. Der Kulturbereich müsse geschützt werden vor Kriegspropaganda. Es gebe daher keinen Grund, Beschränkungen aufzuheben, vielmehr könne das ein «gefährliches Signal der Unterstützung der Aggression senden».

Russland hatte zuvor erklärt, in diesem Jahr wieder an der Biennale di Venezia teilzunehmen und seinen Pavillon dort mit Arbeiten einheimischer Künstler zu bestücken. Dagegen teilten Sybiha und Bereschna nun mit, dass die designierte Leiterin des russischen Pavillons, Anastassia Karnejewa, zur Rüstungsindustrie ihres Landes Kontakte habe. Das unterstreiche, «dass Kultur in Russland untrennbar mit dem militaristischen Regime verbunden ist». (sda/dpa)
8:07
Russische Rakete trifft Haus in Charkiw – Tote und Verletzte
Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen und allein in der zweitgrössten Stadt Charkiw im Osten zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Beim Einschlag einer ballistischen Rakete in einem Wohnhaus seien mindestens sieben Menschen getötet worden, teilte der Militärgouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, am Morgen bei Telegram mit. Unter den Toten waren demnach auch ein Junge und ein 13 Jahre altes Mädchen. Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen immer wieder erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen.

Mindestens zehn Menschen sind den Behörden zufolge verletzt worden, darunter auch Kinder. Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschossigen Wohnhaus zu sehen. Demnach sprengte die Rakete grosse Teile des Gebäudes weg.



Auch in anderen Regionen meldeten die Behörden Luftalarm wegen der russischen Angriffe, darunter die Hauptstadt Kiew und Odessa am Schwarzen Meer. Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Menschen in Kiew auf, Schutz zu suchen. Über Schäden oder Opfer war zunächst nichts bekannt. (sda/dpa)
7:24
Mindestens neun Verletzte nach Angriff in Sewastopol
Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs auf die russisch besetzte Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach russischer Darstellung mindestens neun Menschen verletzt worden. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei in der Hafenstadt Sewastopol von einer abgeschossenen Drohne schwer beschädigt worden, teilte Verwaltungschef Michail Raswoschajew auf Telegram mit.

Die nahe dem Haus abgestürzte Drohne sei mit Metallkugeln und Sprengstoff gefüllt gewesen, erklärte Raswoschajew weiter. Sechs der Verletzten, darunter auch drei Kinder, seien mit Schnittwunden in Krankenhäuser gebracht worden. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen brutalen russischen Angriffskrieg. (sda/dpa)
15:38
Moskau und Kiew tauschen Hunderte Kriegsgefangene aus
Moskau und Kiew haben erneut Hunderte Gefangene ausgetauscht. 200 Soldaten kehrten dem russischen Aussenministerium zufolge aus der Ukraine zurück in ihre Heimat.

Vermittelt hatten den Austausch demnach die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass 200 ukrainische Verteidiger der im ersten Kriegsjahr gefallenen Hafenstadt Mariupol und der Regionen Donezk, Luhansk, Charkiw und Saporischschja zurückgekehrt seien. Er dankte den USA für die Vermittlung.

Am Freitag sollen nach russischen Angaben jeweils 300 weitere Kriegsgefangene freigelassen und übergeben werden. Auf den Austausch der insgesamt 1.000 Kriegsgefangenen habe man sich in Genf geeinigt, schrieb Wladimir Medinski, der russische Chefunterhändler bei den jüngsten direkten Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew unter Vermittlung von Washington, bei Telegram. (sda/dpa)
22:29
Selenskyj: Bisher keine Signale für neue Ukraine-Gespräche
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht wegen der Lage im Nahen Osten von einer Pause in den Friedensgesprächen mit Russland unter US-Vermittlung aus. «Aufgrund der Situation mit dem Iran sind die notwendigen Signale für ein trilaterales Treffen bislang noch nicht gekommen», sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft.

Er hatte mit neuen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen Anfang März gerechnet. Nun sagte er, dass die «trilaterale diplomatische Arbeit» wieder aufgenommen werden solle, sobald «die Sicherheitslage und der allgemeine politische Kontext es uns erlauben». «Die Ukraine ist dazu bereit», sagte er.

Auch der Kreml hatte mitgeteilt, trotz der «Enttäuschung» über den US-Angriff auf den mit Russland befreundeten Iran weiter auf die Vermittlung Washingtons im Ukraine-Krieg zu setzen. Zuletzt hatte es mehrfach Gespräche gegeben – erst in Abu Dhabi, dann in Genf.

Selenskyj sagte, dass er mit seinem Chefunterhändler Rustem Umjerow gesprochen habe, der «praktisch täglich mit den Vereinigten Staaten in Kontakt» stehe. Die USA hatten am Samstag gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Danach begann auch Teheran mit Gegenschlägen, die mehrere Staaten in der Golfregion trafen. (sda/dpa)
20:10
Putin übergibt Budapests Aussenminister zwei Kriegsgefangene
Kremlchef Wladimir Putin lässt zwei Kriegsgefangene mit ungarischer und ukrainischer Staatsbürgerschaft frei und übergibt sie Budapests Aussenminister Péter Szijjártó. Die Männer seien in der Ukraine zwangsweise für den Fronteinsatz mobilisiert worden, sagte Putin bei dem Treffen in Moskau. «Sie können sie mitnehmen», antwortete er auf die im Fernsehen gezeigte Bitte Szijjártós, die Kriegsgefangenen freizulassen. Putin sagte, dass sie mit im Flugzeug des Ministers nach Budapest reisen sollten. Der Ungar bedankte sich auf Russisch mit «Spassibo» (Danke).

Am Tag zuvor hatte Putin mit Ungarns Regierungschef Viktor Orban telefoniert, der demnach ebenfalls um die Freilassung der Männer gebeten hatte. Putin lobte die Position Ungarns als ausgewogen und unabhängig im Ukraine-Krieg. Der Kremlchef betonte, dass Budapest sich prinzipiell für eine diplomatische Lösung des Konflikts einsetze.

Orban gilt innerhalb der EU als der Staatschef mit den besten Beziehungen zum Kreml, wo er zuletzt im November 2025 zu Gast war; er sträubt sich zur Freude Moskaus auch immer wieder gegen die westlichen Sanktionen gegen Russland wegen des Kriegs. Indem er etwa Energie kauft von der Rohstoffgrossmacht, füllt er auch ihre Kriegskasse. (sda/dpa)
8:40
Selenskyj: Bin im Krieg nicht der beste Vater
Mehr als vier Jahre Krieg in der Ukraine haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auch Auswirkungen auf dessen Familienleben. «Während des Krieges bin ich nicht der beste Vater», sagte Selenskyj in einem Interview des britischen Senders Sky News. Er habe nicht allzu viel Zeit für seine Kinder. «Ich bin der Präsident der Ukraine, ich vergleiche meine Arbeit nicht», sagte Selenskyj demnach weiter. Er habe seine Pflicht gewählt. «Meine Wahl ist die Ukraine. Deshalb habe ich gesagt, ich bin während des Krieges kein guter Vater.» (sda/dpa)

21:00 Uhr, 27.02: Schwedisches Militär: Drohne über Schweden war russisch
Eine am Mittwoch über schwedischen Hoheitsgewässern nahe einem französischen Flugzeugträger gesichtete Drohne ist dem schwedischen Militär zufolge russisch gewesen. Man habe beobachtet, wie eine Drohne von dem russischen Aufklärungsschiff «Zhigulevsk» abgehoben sei, teilte das Militär mit. Etwa 13 Kilometer von dem französischen Militärschiff «Charles de Gaulle», das derzeit im Hafen von Malmö liegt, habe das schwedische Militär die Drohne gestört. Danach sei der Kontakt zu der Drohne abgerissen.

Zuvor hatte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson dem Sender SVT gesagt, dass es sich «wahrscheinlich» um eine russische Drohne gehandelt habe. Kristersson nannte den Vorfall «ernst, aber nicht unerwartet». Es sei sicher kein Zufall, dass so etwas gerade während des Besuches des französischen Flugzeugträgers in Schweden passiere. «Das Wichtigste ist, Klartext zu reden und zu zeigen, dass wir vorbereitet sind und mit solchen Situationen umgehen können.»

In der Mitteilung des Militärs hiess es, neben der Gesetzeswidrigkeit des Drohnenflugs habe man festgestellt, dass das russische Schiff sich nicht an die Regeln für Fahrzeuge, die den Öresund durch schwedisches Hoheitsgewässer passieren, gehalten habe. (lak/sda/dpa)

21:36
Selenskyj: Nächste Verhandlungsrunde in Abu Dhabi
Die nächste Runde der US-vermittelten Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland wird Angaben aus Kiew zufolge Anfang März in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten erwartet. «Es ist notwendig, alles, was für echte Sicherheitsgarantien erreicht wurde, zu finalisieren und ein Treffen der Staatschefs vorzubereiten», sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Ein solches Gipfeltreffen könne helfen, «Schlüsselfragen» zu lösen. «Wenn es um Russland geht, um ein so personalisiertes Regime, dann noch mehr als in anderen Ländern», hob Selenskyj hervor.



Zuvor hatten in der Schweiz Gespräche zwischen einer ukrainischen und einer US-amerikanischen Delegation zur Vorbereitung eines neuen dreiseitigen Treffens mit Russland stattgefunden. Selenskyj habe dabei mehrfach mit den ukrainischen Unterhändlern Rustem Umjerow und David Arachamija, sowie den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen.

Selenskyj: Putin nicht bereit für Frieden

Selenskyj erneuerte den Vorwurf, dass Moskau nicht bereit zu einem Friedensschluss sei. Der russische Präsident Wladimir Putin stoppe seine «Kriegsmaschine» nicht. «Im Gegenteil, er bereitet sich darauf vor, weiter zu kämpfen, und die Welt muss bereit sein, Druck auf Russland auszuüben, damit sich dies ändert», sagte der Ukrainer. Das Rezept seien Sanktionen gegen russisches Energieexporte und Banken. (sda/dpa)
8:45
Vier Tote nach russischen Angriffen in Südukraine
Bei russischen Angriffen im Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden. Ausserdem sei ein Kind bei den Attacken am Dienstagabend verletzt worden, teilte der Zivilschutz mit. Luftangriffe auf ein Dorf im Kreis Saporischschja zerstörten den Angaben nach ein Wohnhaus und beschädigten ein weiteres.

Russlands Militär griff demnach am Abend des vierten Kriegsjahrestags an. (sda/dpa)

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten, wo Russland gelegentlich kleine Geländegewinne verbuchen kann. Von den ursprünglichen Kriegszielen ist der Kreml aber weit entfernt.
  • Die russische Armee bombardiert unnachlässig alle grösseren Städte der Ukraine aus der Luft. Auch Wohnhäuser werden immer wieder getroffen. Die Ukraine wehrt sich ihrerseits mit Drohnenangriffen auf die russische Kriegsinfrastruktur und die Waffenproduktion.
  • Bemühungen um einen Waffenstillstand tragen bisher keine Früchte. Die Versuche von US-Präsident Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj an einen Tisch zu bringen, sind allesamt gescheitert. Moskau lässt keine wirkliche Friedensabsicht erkennen, Kiew zeigt sich dafür unter der Zusage von langfristigen Sicherheitsgarantien aus den USA und Europa bereit.
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