Die Ukraine protestiert gegen die geplante Wiedereröffnung des russischen Pavillons bei der Kunstbiennale in Venedig. In einer in Kiew veröffentlichen Erklärung nannten Aussenminister Andrij Sybiha und Kulturministerin Tetjana Bereschna die Zulassung russischer Künstler zu internationalen Veranstaltungen inakzeptabel. Sie forderten die Organisatoren auf, ihre Entscheidung zu überdenken. Immerhin hätten sie schon kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor mehr als vier Jahren Moskaus Aggression verurteilt.
«Wir verstehen nicht, warum die Organisatoren ihre Position jetzt ändern, wo Russland sich weigert, den Krieg zu beenden, Friedensbemühungen und Dialog ablehnt und weiterhin auf Terror und Gräueltaten setzt», heisst es in der gemeinsamen Erklärung. Der Kulturbereich müsse geschützt werden vor Kriegspropaganda. Es gebe daher keinen Grund, Beschränkungen aufzuheben, vielmehr könne das ein «gefährliches Signal der Unterstützung der Aggression senden».
Russland hatte zuvor erklärt, in diesem Jahr wieder an der Biennale di Venezia teilzunehmen und seinen Pavillon dort mit Arbeiten einheimischer Künstler zu bestücken. Dagegen teilten Sybiha und Bereschna nun mit, dass die designierte Leiterin des russischen Pavillons, Anastassia Karnejewa, zur Rüstungsindustrie ihres Landes Kontakte habe. Das unterstreiche, «dass Kultur in Russland untrennbar mit dem militaristischen Regime verbunden ist». (sda/dpa)
«Wir verstehen nicht, warum die Organisatoren ihre Position jetzt ändern, wo Russland sich weigert, den Krieg zu beenden, Friedensbemühungen und Dialog ablehnt und weiterhin auf Terror und Gräueltaten setzt», heisst es in der gemeinsamen Erklärung. Der Kulturbereich müsse geschützt werden vor Kriegspropaganda. Es gebe daher keinen Grund, Beschränkungen aufzuheben, vielmehr könne das ein «gefährliches Signal der Unterstützung der Aggression senden».
Russland hatte zuvor erklärt, in diesem Jahr wieder an der Biennale di Venezia teilzunehmen und seinen Pavillon dort mit Arbeiten einheimischer Künstler zu bestücken. Dagegen teilten Sybiha und Bereschna nun mit, dass die designierte Leiterin des russischen Pavillons, Anastassia Karnejewa, zur Rüstungsindustrie ihres Landes Kontakte habe. Das unterstreiche, «dass Kultur in Russland untrennbar mit dem militaristischen Regime verbunden ist». (sda/dpa)
