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Hamburg im G20-Ausnahmezustand
quelle: epa/epa / ronny wittek
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Liveticker

G20-Staaten einigen sich, aber... ++ Ivanka Trump am Verhandlungstisch

06.07.2017, 10:4108.07.2017, 15:44

Liveticker: KOPIE: G20-Gipfel in Hamburg

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19:03
Erdogan will Klimavertrag nicht ratifizieren
Überraschende Wendung beim G20-Gipfel, berichtet Spiegel Online: Die Tinte unter dem Abschluss-Communique sei noch nicht trocken, da verkünde der türkische Präsident Erdogan, sein Land werde den Pariser Klimavertrag nicht ratifizieren.

Nach Trump stelle auch Erdogan die Umsetzung des Klimaschutz-Abkommens durch sein Land infrage. Der damalige französische Präsident François Hollande habe ihm versprochen, dass die Türkei bei der Umsetzung nicht in die Gruppe der Industriestaaten eingestuft werde, sagte Erdogan nach Abschluss des G20-Gipfels.
Turkish President Recep Tayyip Erdogan addresses the media during a press conference at the end of the G-20 summit in Hamburg, northern Germany, Saturday, July 8, 2017. The leaders of the group of 20 meet July 7 and 8. (AP Photo/Michael Sohn)
Bild: Michael Sohn/AP/KEYSTONE
In der Abschlusserklärung des G20-Gipfels bekennen sich 19 der 20 G20-Staaten nachdrücklich zum Abkommen von Paris und zu dessen rascher Umsetzung. Erdogan stellte dennoch in Zweifel, dass die anderen Staaten in dieser Frage geschlossen gegen die USA stünden.
18:18
Rechtsextreme mobilisieren angeblich
Treffen heute Abend in Hamburg Rechtsextreme auf Linksautonome? Bei Twitter wurde am Samstagmittag dieser Flyer veröffentlicht.



Die Abkürzung HoGeSa steht für Hooligans gegen Salafisten. Zu den Gründungsmitgliedern zählten laut Wikipedia rechtsextreme Kader aus ganz Deutschland
17:30
G20 verhindern Eklat
Die führenden Wirtschaftsmächte haben auf dem G20-Gipfel in Hamburg eine Eskalation im Handelsstreit abgewendet. Die grossen Wirtschaftsmächte bekannten sich am Samstag nach zweitägigen Beratungen zu freiem Handel sowie globalen Regeln und erteilten Protektionismus eine Absage. Es werden aber auch «legitime Verteidigungsinstrumente im Handel» anerkannt.

Mit der Kompromissformel in der Abschlusserklärung konnte ein Eklat verhindert werden. Bis zuletzt war fraglich gewesen, ob US-Präsident Donald Trump sich wegen seines «America-First»-Kurses klar gegen Abschottung aussprechen wird.

Auch nach der G20-Vereinbarung bleibt abzuwarten, ob der Konflikt um Stahl-Überkapazitäten entschärft wird und die USA von Strafmassnahmen auch gegen Europäer absehen.
German Chancellor Angela Merkel briefs the media during a news conference after the G-20 summit in Hamburg, northern Germany, Saturday, July 8, 2017. (AP Photo/Markus Schreiber)
Bild: Markus Schreiber/AP/KEYSTONE
Die deutsche Kanzlerin und G20-Gatsgeberin Angela Merkel lobte den Gipfel-Kompromiss. «Ich bin jetzt zufrieden, dass es gelungen ist, ... dass wir deutlich gesagt haben: Märkte müssen offen gehalten werden.» Sie sprach von harten Verhandlungen und betonte: «Durch gemeinsames Handeln können wir mehr erreichen als alleine.»

In ihrer Abschlusserklärung sprechen sich die G20 für einen «wechselseitigen und gegenseitig vorteilhaften Rahmen für Handel und Investitionen aus» sowie den Grundsatz der Nichtdiskriminierung aus. Die G20 wollen «den Kampf gegen Protektionismus einschliesslich aller unlauterer Handelspraktiken» fortsetzen.

Merkel verwies zudem darauf, dass das Verhalten aller Staaten durch internationale Organisationen überwacht werden soll. Auch sei deutlich gemacht worden, «dass die Vorteile eines internationalen Handels noch nicht bei allen angekommen sind». Entscheidend seien internationale Regeln.
(sda)
16:35
Hamburg – falscher Veranstaltungsort?
War es ein Fehler, den G20-Gipfel in der norddeutschen Grossstadt durchzuführen? Kanzlerin Angela Merkel antwortete auf diese Frage eines Journalisten ausweichend: Die G20-Treffen würden «nach Regionen vergeben» und da könne man sich nicht einfach drücken.

Hamburg sei als Veranstaltungsort in Absprache mit den Sicherheitskräften ausgewählt worden. Es dürfe nicht sein, dass an bestimmten Orten solche Veranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten. Und auch in London habe es einen solchen Gipfel gegeben, was keine kleine Stadt sei.

Den Opfern der Krawalle sagte Merkel finanzielle Entschädigung zu.
16:04
Positives Fazit
Die deutsche Bundeskanzlerin zieht ein positives Fazit des Gipfels. Gleichzeitig verurteilte sie die gewalttätigen Proteste aufs Schärfste. «Wer so handelt, der stellt sich ausserhalb unseres demokratischen Gemeinwesens», sagte Angela Merkel und verteidigte das Vorgehen der Sicherheitskräfte.

Zu den Verhandlungen sagte sie, die G20 hätten zu allen Themen Ergebnisse erreicht. In der Abschlusserklärung gebe es eine gemeinsame Position zu Handelsfragen und Klimaschutz: Ohne die USA sicherten die anderen 19 Staaten zu, das Pariser Klimaschutzabkommen zügig umsetzen zu wollen.

Ansonsten nehmen sie nur «zur Kenntnis», dass die USA aussteigen. Merkel sagte, sie sei sehr froh, dass sich zumindest die 19 Staaten in der Klimafrage einig seien.
15:41
Einigung erzielt
Die G20-Staaten haben sich gemäss einem derzeit laufenden TV-Auftritt von Angela Merkel auf eine Abschlusserklärung verständigt. Darin gibt es demnach eine gemeinsame Position zu Handelsfragen und dem Klimaschutz, bei dem die USA allerdings an ihrem Ausstieg aus dem Pariser Abkommen festhalten. Wegen der Positionen von US-Präsident Trump in der Handels- und Klimapolitik hatte zunächst ein Scheitern des Gipfels gedroht.
(sda/reu)
15:33
Kompromisse bei Klima und Handel
Der G20-Gipfel steuert bei den Konfliktthemen Klimaschutz und Welthandel auf Kompromissformeln zu. Gipfelchefin Angela Merkel muss damit US-Präsident Donald Trump Tribut zollen, der bis zuletzt auf seinen Positionen beharrte.

Besonders beim Klimaschutz wurde damit die Rolle der USA als Bremser offenbar. Kurz vor dem offiziellen Gipfelende am Samstagnachmittag war der Verhandlungsstand nach AFP-Informationen, dass in der Abschlusserklärung die abweichende Haltung der USA zum Klimaschutz ausdrücklich benannt wird.

(sda)
President Donald Trump, left, talks with German Chancellor Angela Merkel during the Women's Entrepreneurship Finance event at the G20 Summit, Saturday, July 8, 2017, in Hamburg. (AP Photo/Evan Vucci)
Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE
Trump hatte vor einigen Wochen den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. Es gelang in Hamburg aber, die übrigen 19 Partner weiter hinter der Klimavereinbarung zu versammeln.

In der Handelspolitik lautete der Kompromiss, dass sich die grossen Industrie- und Schwellenländer in ihrer gemeinsamen Gipfelerklärung zum «Kampf gegen Protektionismus» verpflichten, wie ein EU-Vertreter sagte. Ein solches Bekenntnis der G20-Staaten gegen Abschottung im Welthandel galt wegen der Haltung von US-Präsident Trump bis zuletzt als sehr schwer zu erreichen - vor Trump war sie eine Selbstverständlichkeit.
14:28
Trump-Tochter vertritt Vater
Family Business in Hamburg: Überraschend hat Ivanka Trump beim G20-Gipfel am Verhandlungstisch Platz genommen. Die 35-Jährige vertrat ihren Vater, den US-Präsidenten Donald Trump, zeitweilig während der Beratungen, bestätigte das Weisse Haus.



Ivanka Trump gelte als enge Vertraute ihres Vaters, habe aber nur den Posten einer Beraterin und kein offizielles Regierungsamt inne, hält Spiegel Online fest. «Dass sie den US-Präsidenten in der Runde der Staats- und Regierungschefs der grossen Industrie- und Schwellenländer vertritt, ist somit ungewöhnlich.»

13:47
USA isoliert beim Klimaschutz
epa06075535 US President Donald Trump reads a document prior to the morning working session on the second day of the G20 economic summit in Hamburg, Germany 08 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg 07 to 08 July 2017.  EPA/SEAN GALLUP / POOL
Bild: EPA/GETTY IMAGES POOL
Im Streit um den Klimaschutz tut sich zwischen den USA und den anderen 19 Teilnehmerländer des G20-Gipfels ein Graben auf. Gemäss Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) haben sich die anderen G20-Mitglieder beim Gipfel in Hamburg gegen US-Präsident Donald Trump gestellt. Die gegensätzlichen Auffassungen sollen Eingang ins Abschlusscommuniqué gefunden haben. Die G20-Staaten mit Ausnahme der USA bekennen sich laut dpa in der Mitteilung zu einer «raschen» Umsetzung des Pariser Klimaschutz-Abkommens, während die Abkehr der USA nur «zur Kenntnis» genommen wird.
13:38
Polizei findet bei Razzia in linksautonomem Zentrum keine Brandsätze
Die Hausdurchsuchung beim «Internationalen Zentrum B5» in St. Pauli ist gemäss Angaben der Polizei abgeschlossen, wie «Spiegel Online» berichtet. Die Polizei war mit einer grossen Anzahl Einsatzkräften und einem Entschärfungsteam ausgerückt und durchsuchte die Räumlichkeiten des «B5» sowie des angrenzenden Kinos «B-Movie». Die Polizei teilte mit, dass sie einem Hinweis nachgegangen sei, wonach im Zentrum und im Kino gefährliche Gestände gelagert würden, die zur Herstellung von Brandsätzen genutzt werden könnten. Das habe man aber nicht erhärten können. Die Polizei habe lediglich «illegale Pyrotechnik» gefunden, die sichergestellt wurde.
13:27
Chronik der gewalttätigen Proteste gegen internationale Gipfeltreffen
Globalisierungsgegner protestieren immer wieder gegen internationale Konferenzen wie den G20-Gipfel in Hamburg. Nicht immer bleiben die Proteste friedlich.

FRANKFURT 2013/2015: Bei einer Demonstration des bankenkritischen Blockupy-Bündnisses im Jahr 2013 kesselt die Polizei 1000 Menschen fast zehn Stunden lang ein. 45 von ihnen werden festgenommen, 200 nach Blockupy-Angaben verletzt. Der umstrittene Einsatz stösst bei Medien und im Parlament des Bundeslands Hessen auf Kritik und beschäftigt die Justiz mit einer Reihe von Verfahren. Bei der Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) zwei Jahre später werden nach Angaben der Polizei und der Organisatoren mehrere Hundert Menschen verletzt.

TORONTO 2010: Krawalle begleiten den G20-Gipfel: Militante zünden Polizeiautos an und zerstören Schaufenster. Erstmals in der Geschichte der Stadt setzt die kanadische Polizei Tränengas ein. Hunderte werden festgenommen.

STRASSBURG 2009: Molotow-Cocktails, brennende Häuser und Tränengas: Randalierer stören den friedlichen Protest gegen den NATO-Gipfel zum 60-jährigen Bestehen des Militärbündnisses und hinterlassen Spuren der Verwüstung. Nach offiziellen Angaben werden mehr als 150 Personen festgenommen, mehrere Dutzend werden verletzt.

HEILIGENDAMM 2007: Strassenschlachten zwischen Polizei und Autonomen überschatten die Proteste gegen den G8-Gipfel, teils mit mehreren Tausend Beteiligten. 1200 Teilnehmer werden nach Angaben von Demo-Anwälten in Gewahrsam genommen. Auf beiden Seiten zusammen werden mehrere Hundert Menschen werden verletzt.

HONGKONG 2005: Am Rande einer Tagung der Welthandelsorganisation WTO kommt es zu Ausschreitungen mit mindestens 70 Verletzten. Die Polizei nimmt rund 900 militante WTO-Gegner vorübergehend fest. Vor allem junge Koreaner protestieren in der chinesischen Sonderverwaltungszone gegen billige Reisimporte in ihr Land.

GENUA 2001: Der G8-Gipfel wird zum Schauplatz blutiger Strassenschlachten. Ein 23 Jahre alter Demonstrant wird von einem Polizisten erschossen, rund 500 Protestierende werden verletzt. Das rigorose Vorgehen der italienischen Sicherheitskräfte löst weltweit Proteste aus. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bezeichnet später mehrere Attacken als Folter.

SEATTLE 1999: Die Polizei wird vom Ausmass des Protestes gegen die Welthandelskonferenz überrascht. Zehntausende umzingeln Tagungsorte und Hotels der Delegierten in der US-Stadt. Randalierer plündern Geschäfte, der Bürgermeister verhängt den Ausnahmezustand.

MÜNCHEN 1992: Das G7-Treffen bleibt vor allem wegen des umstrittenen «Münchner Kessels» in Erinnerung. Rund 500 Demonstranten, die die Staatsgäste mit Pfiffen empfangen, werden eingekreist, einige bis zu 14 Stunden lang festgehalten. Das Oberlandesgericht München erklärt den «Münchner Kessel» später für weitgehend rechtmässig. 84 Demonstranten erhalten allerdings Schmerzensgeld. (sda/dpa)
13:24
Melania Trump konnte ihr Hotel verlassen
U.S. First Lady Melania Trump is greeted by Hamburg mayor Olaf Scholz, left,  as she arrives at the town hall during the spouses program of the G20 summit in Hamburg, Germany  Saturday, July 8, 2017. (Axel Schmidt/Pool Photo via AP)
Bild: AP/Reuters Pool
Nachdem sie gestern wegen Sicherheitsbedenken in ihrem Hotelzimmer bleiben musste, konnte First Lady Melanie Trump heute zusammen mit den anderen Ehegattinnen und Ehegatten der G20-Staats- und Regierungschefs am sogenannten «spouses program» teilnehmen. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) empfing die Gruppe im Hamburger Rathaus.

12:34
12'000 Demonstranten versammeln sich am Deichtor – Razzia in St. Pauli
Gemäss Informationen von «Spiegel online» haben sich rund 12'000 Demonstranten am Deichtor in der Hamburger Innenstadt versammelt. Sie versammeln sich zur bewilligten Demonstration unter dem Namen «G20 - not welcome» .
Derweil finden offenbar momentan an verschiedenen Orten Personenkontrollen und Hausdurchsuchungen statt. Im Quartier St. Pauli durchsucht die Polizei Veranstaltungsräume der linken Szene.
12:25
Pressekonferenz zur Krawallnacht: «Hass gegen die Polizei hat eine neue Dimension erreicht»
Die Hamburger Polizei hat bei den schweren Krawallen im Schanzenviertel in der Nacht auf Samstag nicht früher eingegriffen, weil sie nach eigenen Angaben um das Leben ihrer Beamten fürchtete.

Die Polizei habe Erkenntnisse gehabt, dass Fussgängerwegplatten auf Dächern abgelegt und Brandflaschen vorbereitet worden seien. Während des Einsatzes sei mit Stahlkugeln auf Polizisten geschossen worden, berichtete Polizeisprecher Timo Zill am Samstag.

«Es ging eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben der Polizeibeamten aus. Wir wollten nicht schlecht vorbereitet in das Schanzenviertel gehen und die Räumung nicht durchbekommen.» Ein Rückzug der Polizei wäre sicherlich ein fatales Bild gewesen.

Es sei alternativlos gewesen, Spezialeinheiten hinzuzuziehen. «Unser Einsatz hat gezeigt, dass wir diesen Mob sehr schnell wieder in den Griff bekommen haben», sagte Zill. Der Hass gegen die Polizei habe eine neue Dimension erreicht.

Zahlreiche Verhaftungen
In der Nacht auf Samstag hatte die Polizei im Hamburger Schanzenviertel erst nach dem Einsatz von mit Sturmgewehren bewaffneten Spezialeinheiten die Lage unter Kontrolle bringen können. Bei den gewaltsamen Protesten wurden nach Polizeiangaben 43 Menschen festgenommen und 96 in Gewahrsam genommen.

16 Polizeibeamte seien verletzt worden, zum Teil schwer. Angaben über verletzte Demonstranten waren nicht zu erhalten.

Seit Beginn des Polizeieinsatzes am 22. Juni wurden den Angaben zufolge damit bisher insgesamt 143 Menschen fest- und 122 in Gewahrsam genommen. Rund um den G20-Gipfel seien bisher 213 Beamte verletzt worden.

Die Polizei blickt mit einer «gewissen Sorge» auf die Demonstration «Grenzenlose Solidarität statt G20» am Samstag. Auch Linksextreme seien an der Organisation beteiligt, sagte der Polizeisprecher.

«Wir erwarten von den Veranstaltern, dass sie sich endlich von Gewalt distanzieren. Dass es aufhört mit dieser Vermummung, dass es aufhört mit diesen Gewaltorgien.» Die Polizei werde auch am Samstag mit einem Grossaufgebot vor Ort sein. (sda/dpa)
12:03
Die Hamburger Strassenreiniger nehmen's mit Humor
11:50
Wladi, was laberst du bloss? Merkel mit grandiosem Augenrollen
Die Erklärungen des russischen Präsidenten scheinen der deutschen Bundeskanzlerin nicht wirklich einzuleuchten.
11:35
Russland und China wollen keine Sanktionen gegen Menschenschmuggler
Der europäische Vorschlag für UNO-Sanktionen gegen Menschenschmuggler ist beim G20-Gipfel am Widerstand Russlands und Chinas gescheitert.

Wie Diplomaten am Samstag berichteten, akzeptieren die beiden Staaten lediglich, dass in die Abschlusserklärung ein allgemeiner Hinweis auf die Notwendigkeit des Kampfes gegen Schlepperbanden aufgenommen wird. Warum Russland und China keinen Hinweis auf UNO-Sanktionen haben wollten, blieb zunächst unklar.

EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte zum Auftakt des G20-Gipfels gesagt, das Einfrieren von im Ausland gehorteten Vermögen und Einreiseverbote seien «das Allermindeste», was im Kampf gegen Schlepperbanden auf globaler Ebene getan werden müsse. Er verwies auf Schätzungen, nach denen Schlepper im vergangenen Jahr allein in Libyen 1,6 Milliarden US-Dollar verdient hätten.

Vom nordafrikanischen Land aus gelangen monatlich im Schnitt mehr als zehntausend Migranten über das Mittelmeer nach Europa.

Tusk hatte vor dem Gipfel gesagt, dass er eine Verweigerung von Unterstützung für den Sanktionsvorschlag als «traurigen Beleg für die Heuchelei einiger G20-Mitglieder» werten werde. (sda/dpa)
11:28
Erdogan und Putin sprechen über Syrien
Russian President Vladimir Putin, right, and Turkish President Recep Tayyip Erdogan pose for a photo prior to their talks at the G-20 summit in Hamburg, northern Germany, Saturday, July 8, 2017. Putin and Erdogan underlined the importance of a Syria peace deal brokered by Russia and Turkey. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko, Pool)
Bild: Alexander Zemlianichenko/AP/KEYSTONE
Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Samstagmorgen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan zusammengetroffen. Das meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Erwartet wurde, dass Putin und Erdogan über den Bürgerkrieg in Syrien sprechen.

Die USA und Russland hatten sich am Freitag unter Beteiligung Jordaniens auf eine Waffenruhe für den Südwesten des Bürgerkriegslandes geeinigt. Von einer Einbeziehung der Regierung in Ankara war allerdings keine Rede.

Die Türkei, Russland und der Iran hatten Ende 2016 als Garantiemächte eine Waffenruhe für Syrien vermittelt, die aber brüchig ist. Im vergangenen August waren türkische Truppen in Nordsyrien einmarschiert, wo sie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), aber auch Kurden-Milizen bekämpften. Die Operation «Schild des Euphrat» ist offiziell beendet, die Soldaten sind aber weiterhin im Land.

Erdogan übt regelmässig Kritik an den USA, weil diese in Nordsyrien im Kampf gegen den IS mit den Kurden-Milizen zusammenarbeiten. Die Milizen sind ein Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei Terroranschläge verübt. (sda/dpa)
11:02
Merkel, Macron und Putin wollen Waffenstillstand in der Ukraine
German Chancellor Angela Merkel, right, poses with French President Emmanuel Macron, left, and Russia's President Vladimir Putin prior to a meeting during the G20 summit in Hamburg, Germany, Saturday, July 8, 2017. Leaders of the world's top economic powers are wrapping up their search for common ground on trade, climate change and a host of other issues at the Group of 20 summit in Hamburg Saturday, a meeting overshadowed by violent clashes between anti-globalization activists and police. (Tobias Schwarz/Pool Photo)
Bild: AP/AFP POOL
Neuer Anlauf für die Umsetzung des Waffenstillstands in der Ukraine: Am Rande des G20-Gipfels in Hamburg haben sich der russische Präsident Wladimir Putin, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron und zu einem Gespräch über die weitere Umsetzung der Vereinbarungen von Minsk getroffen.

«Es herrschte Einigkeit darüber, dass der in den Minsker Vereinbarungen angestrebte Waffenstillstand umfassend umzusetzen sei», sagte ein Sprecher der deutschen Regierung. Macron sagte nach dem Treffen: «Wir hatten ein gutes Gespräch, aber das ist ein laufender Prozess.»

Das Gespräch fand im so genannten Normandie-Format statt - allerdings ohne den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, dessen Land nicht Teil der G20 ist. Deutschland und Frankreich vermitteln zwischen Russland und der Ukraine. Kiew und der Westen werfen Moskau die Unterstützung der Rebellen im Osten der Ukraine vor. (sda/afp)
09:37
G20-Staaten einigen sich beim Freihandel
Die G20-Staaten haben sich nach Angaben eines EU-Vertreters auf eine Gipfelerklärung geeinigt. «Wir haben eine Erklärung - nicht 19 zu 1, sondern mit allen 20», sagte er am Samstagmorgen in Hamburg. Eine offene Frage gebe es lediglich noch beim Klimaschutz.

Der Klima-Teil der Erklärung wird drei Absätze haben: Zunächst wird von allen G20-Staaten gemeinsam die Bedeutung unterstrichen, die Treibhausgase zu reduzieren. Dann wird festgehalten, dass die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen wollen. Die anderen 19 bekennen sich aber dazu, an der Umsetzung des Abkommens festzuhalten.

Dagegen sei man sich beim Handel bereits völlig einig geworden. Es gebe in der Abschlusserklärung ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus. Es würden aber auch die Reziprozität und Gegenseitigkeit in den Handelsbeziehungen betont. Zudem soll verstärkt gegen Überkapazitäten beim Stahl vorgegangen werden.

«Es ist wichtig, dass die Gegenseitigkeit beim Marktzugang unterstrichen wird», sagte der Offizielle. Die deutsche G20-Präsidentschaft habe eine gute Balance gefunden.

USA und China lenken ein
Ein Bekenntnis zum freien Handel und gegen Protektionismus wäre ein Zugeständnis von US-Seite. Eine Formulierung zur Marktöffnung wird als Entgegenkommen der Chinesen gewertet. Mit dieser Kompromissformel soll ein Eklat verhindert werden. Das endgültige G20-Communiqué soll am Nachmittag verabschiedet werden.

Wegen der Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump und seines nationalistischen «America First»-Kurses war ein klares Bekenntnis auch der USA gegen Protektionismus lange fraglich. Freihandel und offene Märkte sind auch im Kreis der führenden Wirtschaftsmächte inzwischen keine Selbstverständlichkeit mehr.

Hintergrund ist auch die Befürchtung der G20-Partner, dass die USA trotz aller Lippenbekenntnisse protektionistische Strafzölle gegen Stahlimporte verhängen - wegen angeblicher Dumpingpreise und einer möglichen Bedrohung der nationalen Sicherheit. (sda/reu/dpa)
09:36
14 Festnahmen bei G20-Krawallen von Freitagnacht
Die Hamburger Polizei hat nach einer weiteren Krawallnacht Bilanz gezogen: Bei den gewaltsamen Protesten rund um den G20-Gipfel wurden in der Nacht auf Samstag 14 Menschen festgenommen, 63 weitere kamen in Gewahrsam.

Seit Beginn des Polizeieinsatzes am 22. Juni wurden insgesamt 114 Menschen fest- und 89 in Gewahrsam genommen, wie ein Polizeisprecher am Samstagmorgen erklärte.

Die Proteste im Hamburger Schanzenviertel waren am späten Freitagabend eskaliert. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot und Spezialkräften gegen mehrere hundert Randalierer vorgegangen.

Bisher seien 213 Beamte verletzt worden, sagte der Sprecher weiter. Die Zahl der verletzten Polizisten und Bundespolizisten werde aller Voraussicht nach allerdings noch steigen. Manche würden sich erfahrungsgemäss erst später melden. (sda/dpa)
09:07
Ab 11 Uhr beginnt die nächste Grossdemo
Heute soll in Hamburg die bislang grösste Demonstration gegen den G20-Gipfel stattfinden. Der Demonstrationszug beginnt um11 Uhr am Deichtorplatz und wir anschliessend durch die Innenstadt führen.

Die Polizei rechnet mit Zehntausenden friedlichen Demonstranten, darunter viele Familien mit Kindern. Angesichts der Geschehnisse der vergangenen Nacht mit zahlreichen verletzten Polizisten und Demonstranten, brennenden Barrikaden und abgefackelten Autos steht aber auch die heutige Grossdemo unter scharfer Beobachtung.
08:35
SVP-Mörgeli ruft dazu auf, die Berner Reitschule zu besetzen – weil Reitschüler angeblich alle in Hamburg sind
08:07
Moin, Hamburg! Polizei hofft auf friedlicheren zweiten Tag des G20-Gipfels
06:15
Krawallnacht im Schanzenviertel: 200 verletzte Polizisten
Die Lage in der Hamburger Innenstadt ist in der Nacht zum Samstag nach gewaltsamen Protesten gegen den G20-Gipfel eskaliert. Nach Plünderungen und brennenden Barrikaden rückte die Polizei gegen etwa 1500 Militante vor. Im Verlauf der Nacht beruhigte sich die Lage.

Nach zweitägigen Strassenschlachten am Rande des G20-Gipfels stürmte die Polizei in der Nacht das Hamburger Schanzenviertel rund um die Autonomen-Hochburg Rote Flora. Spezialeinheiten mit Sturmgewehren rückten in die Strasse Schulterblatt vor, in der das seit Jahrzehnten besetzte Theater liegt.

Ein Grossaufgebot von Polizisten war mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken im Einsatz. Sie löschten brennende Barrikaden und gingen gegen Randalierer vor, die die Beamten zuvor mit Steinen und Farbbeuteln beworfen, Läden geplündert und Böller gezündet hatten.

Über dem Viertel schwebte stundenlang ein Helikopter mit Suchscheinwerfer. Einige Barrikaden brannten auch am frühen Morgen noch. Verkohlte, teils noch rauchende Trümmer liessen viele Strassen wie ein Schlachtfeld wirken.

Geschäfte geplündert

Die Polizei sprach von etwa 1500 Randalierern. Bei den Krawallen seien Scheiben eines Supermarkts, einer Drogerie, einer Bank, einer Bäckerei sowie diverser Bekleidungsgeschäfte eingeschlagen worden. Anschliessend sei es zu Plünderungen gekommen, zudem seien Brandsätze und Gasflaschen in ausgeraubte Läden geworfen worden.

Auch die Beamten wurden laut Polizei Ziel massiver Angriffe. Einer von ihnen sei von einem Gegenstand getroffen worden und habe einen Unterschenkelbruch erlitten.

Seit Donnerstag hatten sich Hunderte Autonome Kämpfe mit den Sicherheitskräften geliefert. Die Beamten setzte Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke gegen vermummte Demonstranten ein, die Böller und Rauchbomben zündeten und die Beamten mit Flaschen, Fahrrädern und anderen Gegenständen bewarfen.




200 verletzte Beamte

Bei den Strassenschlachten wurden nach Polizeiangaben knapp 200 Beamte verletzt. Wegen der Ausschreitungen hat die Polizei nach eigenen Angaben inzwischen 83 Menschen fest- und 19 weitere in Gewahrsam genommen.

Die Hamburger Polizei hatte Verstärkung angefordert, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen. Die Zahl der aus dem gesamten Bundesgebiet in der Hansestadt zusammengezogenen Polizisten steigt damit auf etwa 21'000 Beamte. Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte die Gewalt und stellte sich ausdrücklich hinter die Polizei. Die Ehefrau des US-Präsidenten, Melania Trump, schrieb: «Meine Gedanken sind bei jenen, die bei den Protesten in Hamburg verletzt wurden. Ich hoffe, alle bleiben sicher!»

Der öffentliche Nahverkehr wurde von den Ausschreitungen in Mitleidenschaft gezogen, einige S- und U-Bahnlinien wurden zeitweise gesperrt.

Abseits der Sperren und zwischen den Hotspots herrschte in der Schanze vor dem Vorrücken der Polizei Volksfeststimmung. Aus den Hauseingängen wurde laute Musik gespielt, die Leute sassen in der milden Nacht auf der Strasse, tranken Bier und beobachteten die Lage. (sda/reu/dpa/afp)
0:47
Polizei stürmt Schanzenviertel
Im Schanzenviertel mussten Spezialeinheiten anrücken. Die Polizei hatte zuvor offenbar vergeblich versucht, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Auf Twitter spricht die Polizei von einer erheblichen Gefährdung. Sie nennt Hinweise, wonach «Straftäter Angriffe mit Molotow-Cocktails, Zwillen und Wurfgegenständen vorbereitet haben» sollen.




Ein Reporter vor Ort berichtete, dass immer mehr sogenannte SEK-Kommandos im Schanzenviertel eingetoffen sind. Auch Wasserwerfer sollen dorthin gebracht und eingesetzt worden sein, so der Reporter auf Twitter. Ein Grossteil der dortigen Strasse Schulterblatt sollen die Einsatzkräfte gemäss einer Meldung auf Twitter bereits gesichert haben. Die Demonstranten haben sich in der Folge offenbar vom Ort entfernt.




Die Polizei meldete, dass der U-Bahnhof Schlump direkt neben dem Schanzenpark wegen brennenden Strassenbarrikaden vorübergehend geschossen werden müsse. Mittlerweile konnte dieser wieder geöffnet werden.
23:01
Supermarkt im Schanzenviertel geplündert
Eine Budni-Filiale im Schanzenviertel ist geplündert worden. Das berichtet ein Reporter der «Bild» auf Twitter.

22:39
Marktzutritte zentral für die Schweiz – Maurer am G20-Gipfel
Am Gipfeltreffen der G20-Staaten in Hamburg ist die Schweiz am Rande ebenfalls mit dabei. Vor dem Treffen mit den anderen Amtskollegen äusserte sich der Schweizer Finanzminister zuversichtlich, wichtige bilaterale Gespräche führen zu können. «Für uns ist der Marktzutritt in Italien und Frankreich sehr wichtig - in Deutschland sind wir da schon etwas weiter», sagte Bundesrat Ueli Maurer am Freitagabend gegenüber AWP Video. Wenn möglich wolle er auch noch irgendwie kurz mit US-Finanzminister Steven Mnuchin sprechen, so Maurer weiter. Welchen persönlichen Gesamteindruck er vom Treffen der 20 grössten Wirtschaftsnationen hat, wie er die Freihandelsbeziehungen zu China einschätzt und vor welchen regulatorischen Bestrebungen er die grössten Sorgen hat, das äussert der Bundesrat im Video-Interview. (sda)
Swiss Federal Councillor Ueli Maurer, speaks during a press briefing in the federal parliament building, Tuesday, 25 April 2017, in Bern, Switzerland.(KEYSTONE/Peter Schneider)
Bild: KEYSTONE
22:10
196 verletzte Beamte, 83 Festnahmen und einigen Dutzend abgebrannte Autos
Bei den Krawallen wurden nach Polizeiangaben vom Freitagabend 196 Beamte verletzt, darunter seien keine Schwerverletzten. Zur Zahl der verletzten Demonstranten konnten weder Polizei noch Feuerwehr Angaben machen. Ein Feuerwehrsprecher sagte, die Demonstranten hätten eigene Sanitäter dabei, so dass sie in vielen Fällen nicht auf fremde Hilfe angewiesen seien.

Die Polizei nahm bis Freitagabend nach eigenen Angaben 83 Gipfelgegner fest und 19 weitere in Gewahrsam. Zur Zahl der abgebrannten Autos konnte die Polizei keine Angaben machen, die Feuerwehr sprach von einigen Dutzend. (sda/reu/dpa/afp)
20:47
G20 gipfelt in Klassik – die Staatschefs lauschen der Hymne der Europäischen Union
Nach dem ersten Polit-Gipfeltag sind für die G20-Staat- und Regierungschefs andere Töne angeschlagen worden. Die meisten Staats- und Regierungschefs der G20 besuchten nach ihren politischen Gesprächen am Freitagabend ein Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie.

Wegen der späten Ankunft - das Gespräch von Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin hatte wesentlich länger gedauert als geplant - verzögerte sich der Konzertauftakt um mehr als 35 Minuten. Putin kam schliesslich mit zehn Minuten Verspätung in den Konzertsaal. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wurde nicht gesichtet.

Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter Leitung von Kent Nagano hatte Ludwig van Beethovens 9. Symphonie mit der «Ode an die Freude» auf dem Programm, die Hymne der Europäischen Union.
US-President Donald Trump, 2nd right, and his wife Melania, right, as well as French President Emmanuel Macron, 2nd left, and his wife Brigitte arrive at the Elbphilharmonie concert hall on the occasion of the G-20 summit in Hamburg, Germany, Friday, July 7, 2017. (Christian Charisius/Pool Photo via AP)
Bild: AP/POOL dpa
20:25
Wegen Gewalttätern setzt Polizei Warnschuss ab
Gemäss der Polizei Hamburg wurde im Schanzenviertel ein Warnschuss abgegeben. Grund waren Gewalttäter, die einen Polizisten massiv angegriffen haben sollen, so die Meldung auf Twitter. Der betroffene Polizist habe daraufhin in ein Geschäft flüchten können.


19:29
USA und Russland einigen sich auf Waffenruhe für einen Teil Syriens
Der russische Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben sich auf einen Waffenstillstand für den Südwesten Syriens verständigt. Die Waffenruhe, an der auch Jordanien beteiligt sei, solle am Sonntag beginnen, sagten US-Aussenminister Rex Tillerson und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow nach dem Treffen am Freitag am Rande des G20-Gipfels in Hamburg.

Es handle sich um eine sehr wichtige Region in Syrien. «Es ist unser erster Erfolg», sagte Tillerson. Er hoffe, dass dies fortgesetzt werden könne in anderen Regionen Syriens. In Südwest-Syrien liegt die Hauptstadt Damaskus.

Hinsichtlich Syriens Präsident Baschar al-Assad habe sich die US-Haltung nicht geändert. «Wir sehen keinen Platz für die Familie Assad in der politischen Zukunft Syriens», sagte Tillerson. Es sei jedoch noch nicht entschieden, wie eine Machtübergabe und ein Abdanken Assads gestaltet werden könne. (sda/dpa/afp)
President Donald Trump shakes hands with Russian President Vladimir Putin at the G20 Summit, Friday, July 7, 2017, in Hamburg. (AP Photo/Evan Vucci)
Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE
Demonstranten versuchen Hamburger Elbphilharmonie zu blockieren
Tausende G20-Gegner haben am Freitag versucht, zur abgesperrten Elbphilharmonie in Hamburg vorzudringen, wo sich am Abend die G20-Gipfelteilnehmer zu einem Konzert treffen wollen. In der Umgebung der Landungsbrücken, etwa 1,7 Kilometer Fussweg von der Elbphilharmonie entfernt, kam es zu Strassenschlachten. Die Polizei sprach von etwa 6000 Demonstranten.

Die Polizei setzte wieder Wasserwerfer ein, um die Ausschreitungen an den Landungsbrücken unter Kontrolle zu bringen. Flaschen und Steine flogen aus Demonstrantengruppen auf Beamte.
epa06073528 Police forces try to disperse protesters at the 'Landunsgbruecke' bridge during the G-20 summit in Hamburg, Germany, 07 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg from 07 to 08 July 2017.  EPA/RONALD WITTEK
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Die Polizei meldete auch «massiven Bewurf mit Gegenständen» in der Umgebung. Reporter vor Ort beschrieben die Situation mit Worten wie «Strassenschlacht» und «Jagdszenen». Am Hotel Empire Riverside in der Nähe der Landungsbrücken wurden Scheiben eingeworfen.

Auf dem Wasser fuhren Greenpeace-Aktivisten mit Schnellbooten auf die Elbphilharmonie zu. Etwa 15 Boote näherten sich der Sperrung auf der Elbe mit hoher Geschwindigkeit. Mehrere Aktivisten sprangen rund 200 Meter vor der Elbphilharmonie ins Wasser. Dort wurden sie von der Wasserpolizei aus der Elbe geholt.




Auf der Flucht vor der Polizei hatten sich am frühen Freitagmorgen elf Anti-G20-Demonstranten schwer verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, stürzten sie beim Versuch, mit einer grösseren Gruppe in Hamburg-Bahrenfeld über eine Mauer mit Absperrgitter zu klettern, aus etwa vier Metern Höhe ab, weil das Gitter unter der Last zusammengebrochen war.
G20-Gegner nähern sich per Boot
In Hamburg gehen die Proteste auch am Freitag weiter. Grössere Demonstrationen werden auch für den Nachmittag und Abend erwartet, wenn die Chefs der G20-Länder zu einem Konzert in die Elbphilharmonie fahren. Nun haben sich die Aktivisten auf der Elbe der Konzerthalle genähert.

Erstes Treffen von Putin und Trump
Donald Trump und Wladimir Putin haben sich zu den ersten persönlichen Gesprächen getroffen. Der US-Präsident sagt, die Gespräche seien «sehr, sehr gut» gewesen.

Wegen Sicherheitslage wird G20-Partnerprogramm geändert
Die durch gewaltbereite Demonstranten angespannte Sicherheitslage in Hamburg hat auch das Besuchsprogramm der Partnerinnen und Partner der Gipfelteilnehmer beeinträchtigt. Der Ablauf des ersten Gipfeltages musste angepasst werden.

Die Ehefrau des US-Präsidenten Donald Trump, Melania, verpasste das gesamte Tagesprogramm, angefangen bei der Hafenrundfahrt, übers gemeinsame Mittagessen bis zu einer Präsentation von Klimawissenschaftern. Die Polizei hatte Melania Trump keine Sicherheitsfreigabe erteilt, wie ihre Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte.
U.S. First Lady Melania Trump smiles during a meeting with Poland's First Lady Agata Kornhauser-Duda, at the Belvedere palace in Warsaw, Poland, Thursday, July 6, 2017.(AP Photo/Petr David Josek)
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Melania Trump hatte sich laut der Sprecherin auf die Aktivitäten mit den anderen Partnern der Staats- und Regierungschefs gefreut. Die First Lady schrieb auf Twitter: «Meine Gedanken sind bei denen, die bei den Protesten in Hamburg verletzt wurden. Ich hoffe, dass alle sicher bleiben.» Für Melania Trump gelten schärfere Sicherheitsregeln als für andere Lebens- und Ehepartnern von Politikern.




Deshalb konnten unter anderen Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Juliana Awada, Ehefrau von Argentiniens Präsident Mauricio Macri, und Philip May, der Ehemann der britischen Premierministerin Theresa May, die Hafenrundfahrt machen. Sophie Grégoire Trudeau, die Ehefrau des kanadischen Premierminister Justin Trudeau, hatte ihren dreijährigen Sohn Hadrien mitgebracht.

Nach einem Mittagessen im «Fischerei-Hafenrestaurant» wollten die G20-Gäste am Nachmittag ursprünglich das Klimarechenzentrum besuchen. Das Forschungsinstitut stellt Wissenschaftern Daten über den Klimawandel zur Verfügung.

Dieser Termin wurde dann aus Sicherheitsgründen angepasst. Die Experten des Klimarechentrums stellten deshalb ihre Arbeit im Hotel «Atlantic» vor. Auch diesem Anlass musste Melania Trump fernbleiben.

Am Abend stand dann noch ein gemeinsames Konzert und Abendessen mit ihren Ehepartnern und -partnerinnen in der Elbphilharmonie auf dem Programm. Nach dpa-Informationen hatte die Gipfel-Organisation von vornherein mehrere Optionen für das Partnerprogramm. Der Umzug ins Hotel «Atlantic» entspricht demzufolge einem Ausweichplan. Der Ehemann der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Professor Joachim Sauer, hatte das Partnerprogramm zusammengestellt. (cma/sda/dpa)
Hier sitzen sie also, die Mächtigsten der Welt
Donald Trump nutzte die erste Arbeitssitzung am G20-Gipfel, um von den Erfolgen der US-Wirtschaft seit seinem Amtsantritt zu berichten. Danach sprach er viel über Nordkorea, was aber eigentlich gar nicht auf dem Programm der Sitzung über Handel und Weltwirtschaft stand.
epa06073012 (R-L) German Chancellor Angela Merkel,  Chinese President Xi Jinping, US President Donald J. Trump and Britain's Prime Minister Theresa May (C) pose prior to the opening session of the G20 summit in Hamburg, Germany, 07 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg 07 to 08 July 2017.  EPA/THORSTEN GUTSCHALK / POOL
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14:42
Merkel ruft zu Kompromissbereitschaft auf – und kündigt Nachtschicht an
Zum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg hat Bundeskanzlerin und Gastgeberin Angela Merkel die Teilnehmer zu Kompromissbereitschaft aufgerufen. Eine gemeinsame Lösung müsse aber nicht um jeden Preis angepeilt werden, sagte sie zu den Teilnehmenden.

«Lösungen können oft nur gefunden werden, wenn wir kompromissbereit sind, wenn wir uns aufeinander zu bewegen», sagte Merkel zu Beginn der Arbeitssitzung am Freitagmittag, bei der es zunächst um die Fragen von Wirtschaftswachstum und Handel gehen sollte.

Die Bundeskanzlerin erteilte einer gemeinsamen Lösung um jeden Preis aber eine Absage: Sie sage «ganz ausdrücklich», dass es nicht darum gehe, «uns zu sehr zu verbiegen». Merkel fügte hinzu: «Denn es ist so, dass wir natürlich auch Unterschiede durchaus benennen können.»
epa06072909 German Chancellor Angela Merkel at the opening day of the G20 summit in Hamburg, Germany, 07 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg 07 to 08 July 2017.  EPA/CLEMENS BILAN
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Die Menschen in der Welt hofften, dass die G20 einen Beitrag zur Lösung ihrer Probleme leisteten, sagte Merkel weiter und mahnte die Anwesenden: «Ich bin auch ganz sicher, dass jeder sich hier anstrengt, um gute Ergebnisse zu erreichen.»

Die Bundeskanzlerin räumte ein, dass es noch offene Fragen im Abschlussdokument gebe. Die Unterhändler der Staats- und Regierungschefs «müssen noch einmal eine Nacht durcharbeiten, das gehört aber dazu», sagte Merkel mit Blick auf die noch ausstehende Textarbeit.

Besonders strittig sind auf dem G20 die Fragen des Klimaschutzes und des Handels. Dabei wird es vor allem auf die Haltung von US-Präsident Donald Trump ankommen. Der Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer soll am Samstag mit der Veröffentlichung der Abschlusserklärung zu Ende gehen (wst/sda/afp/dpa)
Bilder des historischen Handshakes zwischen Putin und Trump
Erstes Handshake zwischen Putin und Trump
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Ein historischer Moment: Donald Trump und Wladimir Putin haben sich zum ersten Mal die Hände geschüttelt.
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14:20
Trump vs. Putin
Unser Redaktor analysiert, warum Putin im Machtkampf mit Trump die besseren Karten hat. Hier geht's zum Artikel.
14:05
Das traditionelle Familienfoto ...
... und Trump steht ganz am Rande? Wir trauen unseren Augen kaum.
epaselect epa06072710 Heads of state and government of G20 members pose for a family photo at the opening day of the G20 summit in Hamburg, Germany, 07 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg 07 to 08 July 2017.  EPA/CLEMENS BILAN
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13:18
Putin und Trump schütteln Hände
12:56
Trotz Krawall: Der Pizzamann kommt immer an
12:52
Demonstranten blockieren Melania Trumps Unterkunft
Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump ist von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G20-Gipfels gehindert worden. «Wir haben von der Polizei bisher keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses», sagte eine Sprecherin von Melania Trump der Nachrichtenagentur.

Die First Lady werde in das Partnerprogramm einsteigen, sobald sie die Freigabe habe. Die Präsidentin-Gattin freue sich sehr auf die Aktivitäten gemeinsam mit den Gattinnen und Gatten der anderen Gipfelteilnehmer.

Die 47-Jährige verpasste zunächst einen Klassiker für Hamburg, eine Schiffsrundfahrt durch den Hafen. Nach einem Mittagessen sollte es einen Besuch im Deutschen Klima-Rechenzentrum geben. Der Ehemann der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, Professor Joachim Sauer, hat die Stationen ausgesucht.
U.S. First Lady Melania Trump smiles during a meeting with Poland's First Lady Agata Kornhauser-Duda, at the Belvedere palace in Warsaw, Poland, Thursday, July 6, 2017.(AP Photo/Petr David Josek)
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11:24
Strassen blockiert, Autos angezündet
Am Freitagmorgen waren im erweiterten Innenstadtbereich diverse Barrikaden, Mülltonnen, Holzpaletten und Autos angezündet worden, wie die Polizei mitteilte. Verkehrszeichen und Baumaterial seien herausgerissen und zum Teil entwendet worden. Durch Flaschenwürfe und Feuerwerkskörper seien weitere Polizisten verletzt worden.

Die gewaltbereiten G20-Gegner griffen an zahlreichen verschiedenen Orten und auf verschiedene Ziele an. Auch vor mit Polizisten besetzten Streifenwagen machten die G20-Gegner nicht Halt. So seien zwei solcher Streifenwagen im Bereich des Bahnhofs Altona angegriffen, beschädigt und beschmiert worden, obwohl Beamte darin sassen.


Auf einen unbesetzten Streifenwagen sei ein Molotowcocktail geworfen worden, der aber nicht gezündet habe. Ein Polizeihelikopter sei mit einer Leuchtrakete angegriffen worden, das Geschoss habe den Helikopter nur knapp verfehlt. (wst/sda/dpa/afp)
10:58
G20-Gipfel beginnt begleitet von Protesten
In Hamburg hat der G20-Gipfel der grossen Industrie- und Schwellenländer begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfing die Teilnehmer des zweitägigen Treffens in den Messehallen der Hansestadt.

Der Auftakt der ersten Sitzung hatte wegen den Protesten rund um den Tagungsort etwas Verspätung. Als erstes Thema steht der Kampf gegen den Terrorismus auf der Tagesordnung.
epa06072080 German Chancellor Angela Merkel (R) officially welcomes US President Donald J. Trump (L) to the opening day of the G20 summit in Hamburg, Germany, 07 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg 07 to 08 July 2017.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL/POOL
Bild: FRIEDEMANN VOGEL/POOL/EPA/KEYSTONE
Auch die Flüchtlingskrise ist Gesprächsthema. Dazu ging EU-Ratspräsident Donald Tusk mit der Minimalanforderung an die G-20 in die Verhandlungen, die Schlepper «rücksichtslos» zu bekämpfen. Dies wäre «das Mindeste, was man auf globaler Ebene» in der Flüchtlingskrise erreichen könne. Sollte es keine Lösung geben, wäre dies ein «Beleg für eine traurige Heuchelei einiger der G-20».




EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, für ihn sei es wesentlich, dass «in Sachen Afrika» die G-20 zu verbindlichen Beschlüssen kommt.
10:40
Erste Staatsgäste eingetroffen
09:56
200 Demonstranten eingekesselt
In der Nähe des Hamburger Michels kesselte die Polizei eine Gruppe von rund 200 Demonstranten ein, die zur Gruppe «Block G20 – Colour the red zone» gehören. Deren Ziel ist es, Zufahrtsstrassen zum Gipfel zu blockieren und in die Sicherheitszone zu kommen.

An den Landungsbrücken setzten sich mehr als 1000 weiss und lila gekleidete Menschen in Bewegung. Die Polizei ging nach Augenzeugenberichten mit Schlagstöcken gegen Teilnehmer vor. Am Berliner Tor liefen mehr als 200 Teilnehmer los, es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei.
Ein Kind spielt am 7. Juli 2017 in Hamburg im Stadtteil Blankenese neben einem ausgebrannten Auto. Am 7. und 8. Juli kommen in der Hansestadt die Regierungschefs der fuehrenden Industrienationen zum G20-Gipfel zusammen. (KEYSTONE/DPA/Axel Heimken)
Bild: dpa
09:55
60 Vermummte greifen Polizisten an
Kurz vor dem offiziellen Beginn des G20-Gipfels ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen. Im Stadtteil Altona hätten am Freitagmorgen rund 60 Vermummte Polizisten mit Steinen und Böllern angegriffen, sagte ein Sprecher der Polizei.
epa06071935 Protesters attend the demonstration at the Hamburg Harbour during the G20 summit in Hamburg, Germany, 07 July 2017. They hold a banner with the inscription 'Game Over Capitalsim'.  The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg from 07 to 08 July 2017.  EPA/FOCKE STRANGMANN
Bild: FOCKE STRANGMANN/EPA/KEYSTONE
Auch drei Streifenwagen seien attackiert worden. Die Polizei teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, dass in Altona mehrere geparkte Autos angezündet worden seien.

Rund um die eingerichtete Sicherheitszone für das Treffen der Staats- und Regierungschefs kamen laut einer Polizeisprecherin an verschiedenen Stellen Demonstranten zusammen. Momentan sei es aber noch «weitgehend ruhig». Auf Twitter mahnte die Polizei, Versammlungen im Transferkorridor würden nicht geduldet.

Anschliessend zogen kleinere Gruppen von Autonomen durch die Stadt, griffen Polizisten an, errichteten teils brennende Barrikaden und beschädigten Autos und Gebäude. Die Feuerwehr berichtete am Freitag von 156 Einsätzen rund um die G20-Proteste, darunter 61 Feuer.
(wst/sda/dpa/afp)
epa06071923 Protesters attend a demonstration at the Hamburg Harbour during the opening of the G20 summit in Hamburg, Germany, 07 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg from 07 to 08 July 2017.  EPA/FOCKE STRANGMANN  EPA/FOCKE STRANGMANN
Bild: FOCKE STRANGMANN/EPA/KEYSTONE
Trump freut sich auf Putin
Donald Trump hat sich am Freitagmorgen auf Twitter zum Gipfeltreffen geäussert. Er freue sich auf Wladimir Putin und werde für die Interessen der USA «kämpfen», so der US-Präsident.





von Florian Plachesi
Ich war da. Folgender Ausschnitt von Ndr.de stimmt:
Mehrere NDR Reporter vor Ort berichten übereinstimmend, dass von den Demonstranten zunächst keine Gewalt ausgegangen sei. Allerdings haben tatsächlich viele Mitglieder des "schwarzen Blocks" ihre Vermummung nicht abgelegt. Zuvor soll es Absprachen zwischen Polizei und Demo-Veranstaltern gegeben haben, wie viel Vermummung für die Polizei hinnehmbar ist. Offenbar konnte man sich bei diesen Gesprächen nicht einigen. Dann gab es offenbar einen einzelnen Flaschenwurf eines anscheinend angetrunkenen Mannes, den Demonstrationsteilnehmer selbst von der Menge isolierten. Offenbar gab es auch im "schwarzen Block" Ansagen, keine Gegenstände auf die Polizei zu werfen und eine Eskalation zu vermeiden. Die von der Polizei geforderte Trennung der Demonstranten vom "schwarzen Block" gestaltete sich schwierig. Die Demonstranten fühlten sich faktisch von mehreren Seiten eingekesselt.
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