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Krieg in Nahost: Irans Präsident droht mit Vergeltungsschlägen

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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Iran droht mit Vergeltungsschlägen +++ Jemen bestätigt ersten Raketenangriff auf Israel

21.03.2026, 15:2328.03.2026, 13:24
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14:51
Journalisten von Hisbollah-nahen Sendern bei Angriff Israels getötet
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind eine Reporterin und ein Reporter von zwei Hisbollah-nahen Fernsehsendern getötet worden. Der TV-Sender der proiranischen Hisbollah Al-Manar meldete, dass ihr langjähriger Korrespondent Ali Schuaib bei einem Angriff bei Dschesin im Süden des Landes ums Leben kam. Zudem berichtete der proiranische Sender Al-Majadin, der auch der Hisbollah nahe steht, dass bei dem Angriff ihre Reporterin Fatima Fatuni getötet wurde.

Das israelische Militär gab an, einen «gezielten» Angriff auf Schuaib verübt zu haben. Die Armee warf ihm vor, Mitglied der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan gewesen zu sein. Er habe sich als «Journalist getarnt», hiess es. In dem Zuge habe er über Standorte von israelischen Truppen berichtet, die im Süden des Libanons im Einsatz waren. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Fatuni äusserte sich das Militär zunächst nicht.

Der libanesische Informationsminister Paul Morcos verurteilte den Angriff scharf. Seinen Angaben zufolge ist dabei auch der Kameramann und Bruder Fatunis, Mohammed Fatuni, getötet worden. «Wir verurteilen auf das Schärfste Israels wiederholte und vorsätzliche Angriffe auf Journalisten», betonte Morcos.

Auch im Gaza-Krieg hat das israelische Militär mehrfach Journalisten getötet. Das Journalistenschutzkomitee CPJ wirft dem israelischen Militär unter anderem vor, eine «langwährende, dokumentierte Praxis, Journalisten als Terroristen zu beschuldigen, ohne glaubhafte Beweise vorzulegen» zu verfolgen. (sda/dpa)
13:23
Irans Präsident droht mit Vergeltungsschlägen
Irans Präsident Massud Peseschkian hat mit harten Vergeltungsschlägen gegen Nachbarländer gedroht, falls die Infrastruktur oder Wirtschaftszentren im Land attackiert werden. In einer «Botschaft an die Länder der Region» schrieb Peseschkian auf der Plattform X: «Wenn ihr Entwicklung und Sicherheit wollt, lasst nicht zu, dass unsere Feinde den Krieg von eurem Boden aus führen.»

Zuvor hatten israelische und US-Luftstreitkräfte laut iranischen Angaben ihre Angriffe auf Stahlwerke sowie Anlagen der Rüstungs- und Energieinfrastruktur in mehreren iranischen Provinzen ausgeweitet. (sda/dpa)
12:56
Israel: Weitere Angriffswelle auf Ziele in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der iranischen Führung in der Hauptstadt Teheran angegriffen. Eine weitere Angriffswelle sei abgeschlossen worden, teilte das Militär mit. Details zu den genauen Zielen und möglichen Auswirkungen gab es zunächst nicht.

In Israel wurde derweil über neue Raketenangriffe aus dem Iran berichtet, in mehreren Gegenden im Süden des Landes gab es Raketenalarm. (sda/dpa)
12:55
Iran bleibt im Internet-Blackout
Auch vier Wochen nach Beginn der Internetsperre ist im Iran kein Ende der Blockade absehbar. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, vor genau einem Monat sei der Iran in eine «digitale Dunkelheit» gestürzt worden, als die Behörden den Zugang zum weltweiten Internet gekappt hätten. Damit werde das Recht der Iraner auf Kommunikation und Information verletzt.

Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die Bevölkerung hat seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

Als Folge der Sperre ist der Onlinehandel nahezu vollständig zusammengebrochen. Hunderttausende Unternehmen sind betroffen. Viele Händler sind auf soziale Netzwerke wie Instagram angewiesen, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. (sda/dpa)
12:53
Israel und Hisbollah beschiessen sich weiter gegenseitig
Das israelische Militär und die proiranische Hisbollah im Libanon beschiessen sich weiter gegenseitig. Israels Armee gab an, Infrastrukturen der Hisbollah im Libanon anzugreifen.

Bei einem Angriff in der Hauptstadt Beirut seien zwei hochrangige Hisbollah-Mitglieder getötet worden. Im Süden des Landes verübte das Militär nach eigenen Aussagen Dutzende Angriffe, auch mit Unterstützung der israelischen Bodentruppen, die sich auf libanesischem Boden befinden. Dabei sollen unter anderem Waffenlager getroffen worden sein. Bei den Gefechten im Südlibanon seien zwei Soldaten schwer verletzt worden, teilte die Armee mit.

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen und in der Nacht zahlreiche israelische Angriffe, vor allem im Süden des Landes. Israelische Kampfjets hätten einen Krankenwagen des islamischen Rettungsdienstes Risala bei Nabatija getroffen. Dabei seien fünf Sanitäter getötet worden. Die Risala-Sanitäter stehen der Amal-Bewegung nahe, die ein wichtiger Verbündeter der Iran-treuen Hisbollah ist.

Bei einem weiteren Angriff im Süden des Landes wurden nach NNA-Angaben vier weitere Menschen getötet. Es soll sich dabei um syrische Arbeiter gehandelt haben.

Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut mehrere Raketenangriffe für sich. Es seien mehrere Raketensalven in Richtung Israel und auch auf israelische Stellungen im Libanon abgefeuert worden, hiess es. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. (sda/dpa)
12:51
Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter
Auch vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. Das Medienbüro der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi meldete, dass in Folge von herabfallenden Raketenteilen mehrere Brände entfacht worden seien. Dabei seien insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Die Trümmerteile seien nach dem Abfangen ballistischer Raketen abgestürzt.

Auch im Oman wurde ein Verletzter gemeldet. Zwei Drohnen hätten den Hafen von Salalah im Westen des Landes attackiert, meldet die omanische Nachrichtenagentur ONA. Dabei sei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden. Zudem seien geringe Schäden entstanden.

Die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna berichtete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, dass der Flughafen in der Hauptstadt Kuwait-Stadt von mehreren Drohnen angegriffen worden sei. Es habe keine Verletzten gegeben. Es sei jedoch ein erheblicher Schaden am Radarsystem des Flughafens entstanden.

Nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums wurde in der Nacht eine auf die Region der Hauptstadt Riad gerichtete ballistische Rakete abgefangen und zerstört. Ausserdem seien drei Drohnen abgefangen worden. (sda/dpa)
8:48
Huthi-Miliz im Jemen bestätigt ersten Raketenangriff auf Israel
Die Huthi-Miliz im Jemen hat offiziell bestätigt, den «israelischen Feind» erstmals seit Beginn des aktuellen Nahost-Konflikts direkt mit einer Salve ballistischer Raketen angegriffen zu haben.

Der Sprecher der Miliz Yahya Saree äusserte sich dazu auf X.


7:48
Israel meldet ersten Raketenbeschuss aus Jemen seit Beginn des Kriegs
Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat ist israelischen Angaben nach aus dem Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert worden. Die Flugabwehr sei im Einsatz, teilte die israelische Armee am frühen Morgen auf Telegram mit. Die Rakete wurde Medienberichten zufolge erfolgreich abgefangen, Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben.

Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz. Sie hatte die «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran angekündigt. Zuletzt wurde befürchtet, die Miliz werde sich aus dem Jemen in den Iran-Krieg einmischen. (sda/dpa)
7:11
US-Präsident nennt Strasse von Hormus «Strasse von Trump»
US-Präsident Donald Trump hat die Strasse von Hormus «Strasse von Trump» genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: «Sie müssen die Strasse von Trump öffnen - ich meine Hormus.» Im Publikum wurde daraufhin gelacht.

Trump ergänzte dann: «Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler.» Er schob nach, dass die «Fake News» berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: «Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele.» Einige Medien kamen anschliessend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe. (sda/dpa)
7:08
Iran-Krieg: Erneuter Angriff nahe dem AKW Buschehr
Zum dritten Mal innerhalb der vergangenen zehn Tage hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) im Zuge des Iran-Kriegs einen Angriff nahe dem iranischen Atomkraftwerk Buschehr gemeldet. Es seien laut iranischen Angaben weder Schäden am im Betrieb befindlichen Reaktor noch eine Freisetzung von Strahlung gemeldet worden, teilte die IAEA in Wien am späten Abend auf der Plattform X mit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden. (sda/dpa)
7:06
Trump stellt Unterstützung für Nato-Partner infrage
US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung anderer Nato-Partner durch die USA infrage gestellt. «Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?», sagte Trump in Miami. Trump kritisierte das Bündnis scharf dafür, dass es den USA im Krieg mit dem Iran nicht zur Seite stehe. «Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die Nato einfach nicht da war.»

Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. «Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?», fragte er. (sda/dpa)
22:30
Israel startet neue Angriffswelle gegen Hisbollah-Ziele in Beirut
Das israelische Militär hat nach Angaben eines Sprechers am späten Abend eine erneute Angriffswelle gegen Hisbollah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Bereits wenige Stunden zuvor waren Angriffe gegen die proiranische Miliz geflogen worden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte am Abend bei einem Truppenbesuch im Südlibanon von «bedeutenden Plänen zur Fortsetzung des Einsatzes» gesprochen. «Wir befinden uns an einem historischen Wendepunkt», sagte Zamir. Israel verfolge einen Plan, «um die Sicherheitslage – von Teheran bis Beirut – grundlegend zu verändern.»

Am Abend hatte nach Militärangaben auch eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet. Zu den Zielen machte das Militär zunächst keine Angaben. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein und trat bisher nicht öffentlich auf.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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650 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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