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Luftfahrt

Swiss-Flieger gerät bei Wendemanöver auf Piste in Astana in Wiese

Swiss-Flieger fährt nach ungeplanter Landung in Kasachstan in Wiese – mit Folgen

Der Vorfall in der kasachischen Hauptstadt Astana ereignete sich nach einer ungeplanten Zwischenlandung wegen eines medizinischen Notfalls.
17.08.2024, 16:1617.08.2024, 21:04

Ein Flieger der Fluggesellschaft Swiss auf dem Weg von Tokio nach Zürich hat wegen eines Medizinnotfalls am Samstag im kasachischen Astana zwischenlanden müssen. Bei einem Wendemanöver auf der Piste geriet das Vorderrad des Flugzeugs mit 319 Passagieren in eine Wiese.

Der Pilot der Maschine des Typs Boeing 777 habe nach der Landung eine 180-Grad-Drehung des Flugzeugs auf der Piste vornehmen müssen, da zu dem Zeitpunkt der Rollweg geschlossen gewesen sei, sagte eine Sprecherin. Dabei sei das Vorderrad von der Piste abgekommen und leicht in eine Wiese geraten.

Danach wurde das Flugzeug wieder auf die Piste gebracht. Spezialisten untersuchten es auf mögliche Schäden, wie die Swiss mitteilte. Wann es wieder einsatzfähig wird, war zunächst Gegenstand der Untersuchung. Der Flughafen Astana blieb nach eigenen Angaben nach dem Vorfall während zwei Stunden für alle Flüge gesperrt.

Passagiere werden nach Wien geflogen

Der vom medizinischen Notfall betroffene Fluggast sei medizinischem Personal übergeben worden, sagte die Sprecherin weiter. Alle anderen Passagiere seien wohlauf, hiess es weiter.

Der vom medizinischen Notfall betroffene Fluggast sei medizinischem Personal übergeben worden, sagte die Sprecherin. Alle anderen Passagiere seien wohlauf, hiess es weiter.

Am Abend teilte Swiss mit, ihre Schwestergesellschaft Austrian Airlines werde sie nach der unplanmässigen Landung in Astana unterstützen: Die österreichische Fluggesellschaft schicke ein Flugzeug in die kasachische Hauptstadt, um die Swiss-Fluggäste nach Wien zu befördern. Die Ankunft in Wien sei für 10.15 Uhr Schweizer Zeit am Sonntagmorgen vorgesehen.

Langstreckenflug nach Sao Paulo verschoben

Anschliessend würden die Passagiere nach Zürich oder an ihre Enddestination gebracht. Diese Variante sei die beste Lösung für die Fluggäste des ursprünglichen Fluges von Tokio nach Zürich, um sie schnellstmöglich weiterbefördern zu können. Gleichzeitig seien so die Auswirkungen auf den gesamten Flugbetrieb von Swiss am geringsten. Bis zum Abflug von Astana nach Wien würden Passagiere und die Besatzung in Hotels untergebracht.

Als Konsequenz für das fehlende Flugzeug im Flugbetrieb müsse Swiss bedauerlicherweise ihren Langstreckenflug nach Sao Paulo vom Samstagabend und Sonntag jeweils auf den nachfolgenden Morgen verschieben. Darüber hinaus verzögere sich für einen weiteren Langstreckenflug am Sonntagmittag die Abflugszeit. (sda)

(sda)

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