International
Drogen

Drogenbaron Gerardo González Valencia von Uruguay an USA ausgeliefert

Mexikanischer Drogenbaron Gerardo González Valencia von Uruguay an USA ausgeliefert

14.05.2020, 14:2714.05.2020, 17:46

Uruguay hat einen mächtigen mexikanischen Drogenhändler an die USA ausgeliefert.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wurde Gerardo González Valencia am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) aus dem Gefängnis zum Flughafen von Montevideo gebracht und in die Vereinigten Staaten ausgeflogen, wie die Zeitung «El Observador» unter Berufung auf das Innenministerium berichtete.

González Valencia soll sich in Südamerika vor allem um die Geldwäsche für das Drogenkartell Jalisco Nueva Generación gekümmert haben. Er gehört zu Los Cuinis, der Finanzabteilung der kriminellen Organisation. Ermittler bezeichneten Los Cuinis als «Mexikos reichstes Katell». González Valencias Bruder Abigael González Valencia war der Anführer des Verbrechersyndikats und wurde 2015 in Mexiko verhaftet.

González Valencia lebte seit 2007 zunächst in Argentinien und später in Uruguay. Er wurde 2016 festgenommen, nachdem eines seiner Unternehmen in dem Skandal um die Panama Papers aufgetaucht war.

In den USA muss er sich nun wegen des Schmuggels von Kokain und Methamphetaminen in die Vereinigten Staaten verantworten. In den USA sitzen bereits zahlreiche mexikanische Drogenbarone in Haft, darunter der frühere Chef des Sinaloa-Kartells, Joaquín «El Chapo» Guzmán. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Drogen-Funde aus aller Welt
1 / 16
Drogen-Funde aus aller Welt
Bei einem Einsatz im Nordwesten Kolumbiens haben Sicherheitskräfte über acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Rauschgift sei in einem unterirdischen Versteck auf einer Bananenplantage im Departement Antioquia entdeckt worden.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wie der Drogenbaron Escobar den Tourismus ankurbelt
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
OECD-Studie zur Steuer- und Abgabenbelastung: Schweiz belegt Spitzenrang
Rund 23 Prozent der Lohnkosten gehen in der Schweiz an Staat und Sozialversicherungen. Wie eine aktuelle OECD-Studie zeigt, ist dies im internationalen Vergleich wenig – besonders für Familien.
In der Schweiz zahlt fast jeder Erwerbstätige einen erheblichen Teil seines Einkommens an den Staat. Gemäss einer aktuellen OECD-Studie liegt die Steuer- und Abgabenbelastung von kinderlosen Arbeitnehmern bei 22,9 Prozent der gesamten Lohnkosten. Das bedeutet: Rund 23 Rappen von jedem verdienten Franken landen bei Staat und Sozialversicherungen.
Zur Story