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Gesellschaft & Politik

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Sanija Ameti

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Sanija Ameti – diese Folgen drohen ihr

21.07.2025, 10:0521.07.2025, 14:42

Die Staatsanwaltschaft Zürich hat Anklage gegen Sanija Ameti erhoben. Der ehemaligen GLP-Politikerin wird Störung der Glaubensfreiheit vorgeworfen, wie «20 Minuten» schreibt. «Die Beschuldigte Sanija Ameti hat öffentlich und in gemeiner Weise die Überzeugungen anderer in Glaubenssachen, insbesondere den Glauben an Gott, beschimpft oder verspottet», heisst es in der Anklageschrift, die Mass-Voll-Präsident Nicolas Rimoldi am Montag publik machte.

Sanija Ameti, Co-Praesidentin Operation Libero, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Lancierung der Europa-Initiative, am Dienstag, 2. April 2024 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Sanija Ameti ist Co-Präsidentin der Operation Libero.Bild: keystone

Für Ameti könnte der Fall nun teuer werden. Die Staatsanwaltschaft fordert 10’000 Franken Strafe (100 Mal 100 Franken) sowie 2500 Franken Busse. Die Busse soll Ameti bezahlen, für die Geldstrafe würde eine zweijährige Probezeit gelten. Weiter kämen 1500 Franken Verfahrenskosten hinzu.

Wie der Anklageschrift weiter zu entnehmen ist, hat Ameti rund 20 mal auf das Bild, das aus dem Katalog eines Auktionshauses stammte, geschossen. Auf Instagram teilte sie danach ein Bild von sich in Schiessstellung mit dem Kommentar «abschalten» sowie die durchlöcherte Zielscheibe.

Die 33-Jährige habe den christlichen Glauben lächerlich gemacht und ihn unnötig herabgesetzt und verletzend missachtet, «verbunden mit einer potenziellen Gefährdung des Religionsfriedens» heisst es in der Anklage. Durch die öffentliche Verbreitung habe sie dies zumindest in Kauf genommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Saija Ameti auf Instagram
Samija Ameti postete ein Bild von sich bei der Schussabgabe ...Bild: instagram/sanija.ameti
Saija Ameti auf Instagram
... und eines des durchlöcherten Bildes.Bild: instagram/sanija.ameti

Berufliche Konsequenzen für Ameti

Die Staatsanwaltschaft will an der Verhandlung teilnehmen, was bei relativ geringen Vergehen eher ungewöhnlich ist. Wann die Verhandlung stattfindet, ist noch offen. Das Gericht muss auch über Zivilansprüche der Kläger entscheiden. Neben Mass-Voll hatte etwa auch die Junge SVP Klage eingereicht. Ende Juni war es die JSVP, die öffentlich machte, dass die Anklage kurz vor dem Abschluss steht.

Ameti hatte im letzten September mit einer Pistole auf ein Bild des Jesuskindes und der Jungfrau Maria geschossen und ein Foto des löchrigen Bildes auf Social Media gepostet. Kurz darauf löschte sie die Beiträge und entschuldigte sich. Dennoch sorgte der Fall landesweit für Aufruhr.

Ameti zog sich in den folgenden Wochen aus der Öffentlichkeit zurück. Im Januar trat sie aus ihrer damaligen Partei, der GLP, zurück. Als Parteilose sitzt Ameti noch immer im Zürcher Gemeinderat und amtet als Co-Präsidentin der politischen Bewegung Operation Libero. (dab)

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