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Prozess gegen Schlepper nach Flüchtlingskatastrophe mit 800 Toten



Vor neun Monate starben bei der bisher wahrscheinlich schlimmsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer 800 Menschen. Nun hat im sizilianischen Catania der Prozess gegen zwei der mutmasslichen Schlepper begonnen.

Vor Gericht stehen seit Dienstag der 27 Jahre alte tunesische Kapitän des Schiffes und ein 25 Jahre altes syrisches Crew-Mitglied. Das Verfahren sei kurz nach der Eröffnung auf den 22. März vertagt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Dem Kapitän würden vielfache fahrlässige Tötung und das Verursachen eines Schiffsuntergangs vorgeworfen, zudem werde beiden Angeklagten die Begünstigung illegaler Einwanderung angelastet.

Das völlig überfüllte Flüchtlingsboot war nachts mit einem portugiesischen Handelsschiff zusammengestossen und gekentert. Der Kapitän soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft falsch manövriert haben. Nur 28 Menschen hatten das Unglück vor der libyschen Küste überlebt, 92 Leichen konnten geborgen werden. (jas/sda/dpa)

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