International
Migration

Schengen ausgesetzt: Malta hält an Grenzkontrollen fest

Malta setzt Schengen-Abkommen weiter aus - Grenzkontrollen bis Jahresende

27.11.2015, 04:2227.11.2015, 04:22
Blick auf den Hafen von Maltas Hauptstadt Valetta.
Blick auf den Hafen von Maltas Hauptstadt Valetta.
Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA/KEYSTONE

Malta hält bis Jahresende an den vor kurzem wieder aufgenommenen Grenzkontrollen fest. Das teilte das Innenministerium des EU-Mitglieds am Donnerstag mit. Das Land hatte sich bei der Einführung der Massnahme auf eine Klausel des Schengener Grenzkodexes berufen.

Diese erlaubt es einem Staat, seine Grenzen - also EU-Binnengrenzen - wieder zu kontrollieren, wenn er seine öffentliche Ordnung oder innere Sicherheit schwerwiegend bedroht sieht.

Vergangenes Wochenende hatte die Regierung mitgeteilt, dass während der vorübergehenden Aussetzung des Schengen-Abkommens wegen zweier Gipfeltreffen eine organisierte Bande von Ausländern gestoppt worden sei, die mit falschen Pässen nach Malta reisen wollte, um dort Asyl und Arbeit zu finden.

Die Ausländer wurden an italienischen Flughäfen festgenommen. Ein möglicher terroristischer Hintergrund wurde bislang nicht festgestellt.

In Malta hatte am 11. und 12. November ein EU-Afrika-Gipfeltreffen zu Migrationsfragen stattgefunden. Von Freitag bis Sonntag ist die Mittelmeerinsel Gastgeber des Treffens der Commonwealth-Staaten. Malta war bis 1964 eine britische Kolonie. (trs/sda/dpa)

Flüchtlinge im Herbst 2015: Die lange Flucht auf dem Wasser, zu Fuss, mit dem Zug

1 / 21
Flüchtlinge im Oktober 2015: Die lange Flucht auf dem Wasser, zu Fuss, mit dem Zug
Die Tage werden kälter, doch die Flüchtlingsströme reissen nicht ab. Noch immer kommen täglich Tausende an Europas Aussengrenzen an. Auf der griechischen Insel Lesbos etwa. Diese Flüchtlinge lassen am 21. Oktober den gefährlichsten Teil ihrer Flucht – die Fahrt übers Mittelmeer – hinter sich.
quelle: ap/ap / santi palacios
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
USA müssen Erinnerungen an Sklaverei vorerst wieder anbringen
Sklaverei, Rassismus, Diskriminierung: Die US-Regierung muss ihre Eingriffe in die Erinnerungskultur in Nationalparks und an öffentlichen Plätzen vorerst wieder rückgängig machen. Das Vorgehen der Regierung habe zum Ziel, «die Geschichte der Nation mit einem Korrekturstift umzuschreiben», schrieb eine Bundesrichterin aus Boston. Ihre einstweilige Verfügung richtet sich an die Aufsichtsbehörde der Nationalparks, in deren Verantwortung auch öffentliche Denkmäler liegen. Ein Urteil in der Sache steht noch aus.
Zur Story