bedeckt
DE | FR
28
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Migration

Ocean Viking: 350 Flüchtlinge an Bord und niemand will sie aufnehmen

Ein Team des Rettungsschiffs "Ocean Viking" nähert sich einem seeuntüchtigen Schlauchboot mit über 80 Flüchtlingen, die später an Bord der "Ocean Viking" in Sicherheit gebracht wer ...
Ein Team des Rettungsschiffs «Ocean Viking» nähert sich einem seeuntüchtigen Schlauchboot mit über 80 Flüchtlingen.Bild: AP MSF/Sos Mediterranee

Über 350 Flüchtlinge an Bord der «Ocean Viking» – und niemand will sie aufnehmen

12.08.2019, 22:00

Das Rettungsschiff «Ocean Viking» hat 105 weitere Flüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Es ist die vierte Rettungsaktion der «Ocean Viking», die nun 356 Flüchtlinge an Bord hat und einen sicheren Hafen sucht.

Die Rettung 40 Seemeilen von der libyschen Küste entfernt sei dadurch erschwert worden, dass das Boot der Flüchtlinge zu sinken begonnen habe, als das Hilfsschiff sich näherte, berichtete eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP.

Bei den Geretteten habe es sich ausschliesslich um Männer gehandelt. Die meisten von ihnen stammten aus dem Sudan, 29 von ihnen waren minderjährig.

Die «Ocean Viking» wird gemeinsam von den Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben. Den Organisationen zufolge könnten das schöne Wetter und das am Sonntag begonnene muslimische Opferfest Eid al-Adha dazu beigetragen haben, dass sich mehr Menschen auf den Weg von Libyen nach Europa machen.

In this photo taken on Wednesday Aug. 7, and made available on Thursday, Aug. 9, 2019, the Ocean Viking rescue ship run by the SOS Mediterranee NGO navigates in the Mediterranean Sea after leaving the ...
Auf der «Ocean Viking» befinden sich mittlerweile über 350 Flüchtende.Bild: AP

Die maltesischen Behörden, von der «Ocean Viking» vor der jüngsten Rettungsaktion kontaktiert, weigerten sich am Montag, Flüchtlinge von Bord des Schiffs an Land zu lassen. Am Samstag hatte Malta mitgeteilt, das Land wolle 39 Menschen vom Rettungsschiff «Open Arms» aufnehmen, das ebenfalls einen Hafen zum Anlegen sucht. An Bord der «Open Arms» befinden sich derzeit etwa 150 Gerettete, einige von ihnen bereits seit zehn Tagen.

Italiens Innenminister Matteo Salvini von der rechtsextremen Lega-Partei wiederholte am Montag «das absolute Verbot für diese beiden ausländischen Schiffe, in italienische Hoheitsgewässer einzudringen». Für sie sollten Häfen in «Frankreich, Spanien oder Norwegen» geöffnet werden.

Unterdessen reichte der Kapitän der «Open Arms» die Asylanträge von 31 minderjährigen Flüchtlingen bei der spanischen Botschaft in Malta ein, wie die Nachrichtenagentur AFP einem offiziellen Schreiben entnehmen konnte. Er habe die Lage der Minderjährigen bereits vergebens beim Jugendgericht in Palermo vorgetragen, erklärte Marc Reig und bestätigte, dass Italien und Malta dem Schiff die Einfahrt untersagt hätten. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Was haben Flüchtlinge auf ihren Smartphones?

1 / 8
Was haben Flüchtlinge auf ihren Smartphones?
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Salvinis Rede über Sea-Watch sorgt für Aufregung

Video: srf

Das könnte dich auch noch interessieren:

28 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
ostpol76
12.08.2019 22:19registriert November 2015
40 Milen vor Lybien an Board genommen, also zurück nach Lybien. Aber ich glaube die "Schlepper" lernen es nie.
27378
Melden
Zum Kommentar
avatar
boromeo
13.08.2019 08:25registriert März 2017
Je mehr Menschen auf dem Meer gerettet werden, je mehr wollen es auch ausprobieren! (es warten noch Millionen auf die Chance....)
8715
Melden
Zum Kommentar
avatar
Albertine
13.08.2019 12:41registriert Januar 2019
Niemand will diese „Flüchtlinge“ haben.
Europa nicht und andere Länder schon gar nicht.
Eine Tatsache die man endlich akzeptieren sollte.
291
Melden
Zum Kommentar
28
EU-Staaten einigen sich auf Regeln für Künstliche Intelligenz – es drohen hohe Strafen

Die EU-Staaten haben erstmals umfassende Regeln für den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) festgelegt. Der Beschluss vom Dienstag solle sicherstellen, dass KI-Systeme sicher seien und Grundrechte einhielten, teilte der Rat der EU-Staaten mit.

Zur Story