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20 Jahre Kosovo-Krieg: Nato-Bomben trieben Hunderttausende in die Flucht

Vor 20 Jahren begann die Nato, Slobodan Milosevics Truppen zu bombardieren. Es war der erste «humanitäre Kriegseinsatz» des Bündnisses. Er sollte die Gräueltaten im Kosovo beenden – Gräueltaten wie jene im Dorf Krusha e Madhë.

Samuel Schumacher, Krusha e Madhë / CH Media



epa04141618 Kosovo Albanians mourn during the reburial ceremony of 19 of 46 Albanians  killed by Serb Security forces during the 1998-99 war, in the village of Krusha e Vogel, Kosovo, 26 March 2014. Remains of 46 victims from a mass grave were identified and reburied 15 years after they were killed during the war.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Späte Trauer: Im März 2014 beerdigen kosovarische Witwen die leiblichen Überreste von 19 identifizierten Männern, die beim Massaker in Krusha 1999 ums Leben gekommen sind. Bild: EPA

Fahrije Hoti hält immer wieder inne und schaut ihrem Gegenüber in die Augen. Sie lächelt kurz, streicht sich die rot getönten Haare von der Stirn und erzählt dann weiter von jenem Tag, der ihr Leben zerstörte. Es war der 25. März 1999, ein Donnerstag. Sie erwachte kurz nach fünf Uhr und hörte draussen Schüsse und Geschrei.

Seit Monaten tobte der Krieg im Kosovo, doch bis hierhin ins Bauerndorf Krusha e Madhë hatte es der Terror noch nicht geschafft. Fahrije weckte ihre dreijährige Tochter und packte ihren dreimonatigen Sohn unter den Arm. Vor dem Haus traf sie auf ihren Ehemann Bashkim. «Die Serben haben das Dorf umstellt, versteckt euch», rief er ihr zu. Dann lief er davon. Es war das letzte Mal, dass sie ihn sah.

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«Das hängt über mir wie ein Schatten. Ich werde ihn einfach nicht los.» Fahrije Hoti, Kriegswitwe und Kooperativen-Gründerin. Bild: samuel schumacher

Die junge Mutter ging mit ihren Kindern in die Gegenrichtung zum Wald. Das halbe Dorf versammelte sich dort und harrte bis zum nächsten Morgen aus. Dann wurden sie von den Serben gefunden. Die Frauen wurden in der Dorf-Moschee zusammengetrieben, ein Teil der Männer auf einen Lastwagen verladen, die übrigen in ein leeres Haus gedrängt und erschossen. Die serbischen Truppen steckten das Haus in Brand. 182 Männer kamen ums Leben. Die Frauen wurden aus dem Dorf gejagt. «Geht Richtung Westen, ab in den Tod», schrien ihnen die uniformierten Männer nach.

«Geht Richtung Westen, ab in den Tod.»

Fahrije lief, tagelang. Immer wieder wurde sie von serbischen Armeefahrzeugen überholt, von Soldaten ausgelacht, angespuckt, angepinkelt. In der Gegend von Rugova trafen die Frauen von Krusha e Madhë auf eine serbische Strassensperre.

Einer der Polizisten nahm ihr ihren dreimonatigen Sohn weg und hielt ihn in die Luft. Sie gab ihm Geld, alles, was sie hatte. Er steckte es ein, liess das Baby fallen und fuhr mit seinen Männern davon. Fahrije hob das Kind vom Boden auf und ging weiter, immer weiter, bis über die albanische Grenze. Drei Monate wartete sie da, bis der Krieg im Juni zu Ende war. Dann kehrte sie heim in ihr zerstörtes Dorf.

Jetzt sitzt die 49-Jährige an einem Tisch in einem weissen Containerraum. An der Wand hängen Fotos von Bauernfrauen und eingerahmte Zertifikate. Der Container ist das Hauptquartier von Fahrijes Landwirtschaftskooperative, die sie vor neun Jahren gegründet hat. Sie sagt, das sei ihr Versuch, eine neue Realität zu schaffen.

Doch draussen in der Landschaft hier im Westen des Kosovo ist die alte Realität noch überall greifbar. Denkmäler und Strassennamen erinnern an die gefallenen Kriegshelden, die Insignien der kosovarischen Befreiungsarmee UÇK finden sich überall. Der Krieg ist seit 20 Jahren vorbei. Doch den Menschen sitzt er noch heute tief in den Knochen.

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Bild: zvg

Bomben für die Menschenrechte

Als die Serben die Bauernfamilien von Krusha e Madhë massakrierten, war die Situation in der damaligen jugoslawischen Teilrepublik Kosovo längst ausser Kontrolle geraten. Seit Februar 1998 bekämpften sich die Truppen von Serbenführer Slobodan Milosevic und die Guerilla-Verbände der kosovarischen UÇK. Milosevic wollte mit aller Macht verhindern, dass der jugoslawische Rumpfstaat weiter auseinanderbrach. Die UÇK wollte die mehrheitlich albanischstämmige Bevölkerung des Kosovo aus dem serbischen Klammergriff befreien.

Am 24. März 1999, vor genau 20 Jahren, entschied die Nato unter der Führung der USA, den Kriegsgräueln im Kosovo mit der «Operation Allied Forces» ein Ende zu bereiten. Die westliche Allianz griff zum äussersten Schritt: einer militärischen Intervention, ohne UNO-Mandat und ohne direkte Bedrohung eines Nato-Mitgliedstaates. Der Kosovo-Krieg war der erste «humanitäre Kriegseinsatz» der Nato.

Soldiers of the US 82nd Airborne Division arrive at Skopje airport near the town of Petrovac, Macedonia, Thursday June 10, 1999. NATO troops are getting ready in Macedonia to enter Kosovo, after a military technical agreement was signed Wednesday between NATO and Yugoslav representatives.(AP Photo/Visar Kryeziu)

Soldaten der US-amerikanischen 82. Luftlande-Division kommen in Skopje an, 10. Juni 1999. Bild: AP

UNO-Generalsekretär Kofi Annan sagte in den ersten Tagen des Krieges, es gäbe Zeiten, in denen die Anwendung von Gewalt für die Bemühungen um den Frieden legitim sein könne. US-Präsident Bill Clinton erklärte seinen Landsleuten in einer Fernsehansprache aus dem Weissen Haus, das einzige Ziel dieses Krieges sei es, die serbischen Truppen aus dem Kosovo zu verdrängen und die Gräuel in der Teilrepublik zu beenden.

1200 Kampfjets aus 14 Nationen flogen Einsätze gegen Milosevics Truppen, 650 Dörfer wurden zerstört, schätzungsweise 13'500 Menschen kamen im Bombenregen ums Leben. Rund die Hälfte aller Landwirtschaftsflächen im Kosovo war nach dem Krieg verwüstet, ein Drittel der Häuser unbewohnbar.

In Krusha e Madhë war nach dem Krieg nichts mehr wie zuvor. 793 Häuser lagen in Schutt und Asche. Doch es waren nicht die eingestürzten Mauern ihrer Häuser, die den Frauen des Dorfes den Boden unter den Füssen wegzogen. Es waren die verschwundenen Männer. Als Fahrije Hoti und ihre Nachbarinnen im Juni 1999 heimkehrten, realisierten sie erst richtig, was damals im März passiert war.

Sie standen vor den verkohlten Leichenbergen, manche schreiend, manche schweigend, alle ratlos. Das Massaker, das ihnen die Männer raubte, gilt als eines der schlimmsten des Kosovo-Krieges. In der Anklageschrift gegen Milosevic, der sich vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag für seine Rolle im Krieg verantworten musste, wurde das Massaker prominent erwähnt. Doch Milosevic starb noch vor der Urteilsverkündung in seiner Zelle. Gerechtigkeit ist den Frauen von Krusha e Madhë nie widerfahren.

FILE - In this Jan. 9, 2002 file photo, former Yugoslav President Slobodan Milosevic sits down in a courtroom of the war crimes tribunal in The Hague, the Netherlands ahead of his pre-trial hearing. The former Serbian strongman was ousted from power by a pro-democracy movement and massive street protests in October 2000 in Belgrade after he refused to recognize an apparent electoral loss.  (AP Photo/Fred Ernst, File)

Slobodan Milosevic im Gerichtssaal in Den Haag am 9. Januar 2002. Bild: AP/AP

Fahrije trägt ihren Ehering noch heute an der linken Hand. Er ist das Einzige, was ihr von ihrem Mann geblieben ist. 170 Euro erhält sie monatlich als Rente – genau wie die 138 Witwen in Krusha e Madhë. Antworten darüber, was mit ihrem Mann passiert ist, erhielt sie nie. «Das hängt über mir wie ein Schatten. Ich werde ihn einfach nicht los», sagt Fahrije.

2003 gründete sie den Verein «Witwen von Krusha». Fahrije und die anderen Frauen im «Dorf der Kriegswitwen» setzten sich zum Ziel, ihre verschwundenen Männer zu finden. Unterstützung erhielten sie kaum, die Suche nach jenen Männern, die nie gefunden worden sind, blieb erfolglos.

«Arbeiten heilt.»

Fahrije Hoti

2010 entschied sich Fahrije deshalb, selber in die Rolle der Männer zu schlüpfen, die nicht mehr da waren. Sie gründete die landwirtschaftliche «Kooperative Krusha», stellte zwei Dutzend Kriegswitwen aus dem Dorf ein und begann, Peperoni, Kartoffeln, Zwiebeln und Gurken von den Feldern rund um das Dorf einzukochen und auf den Märkten der Region zu verkaufen. «Arbeiten heilt», sagt Fahrije.

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Die Suche nach den Vermissten

Heute beschäftigt ihre Kooperative 48 Angestellte. Dazu kommen Dutzende Bauern aus der Region, die ihr Gemüse hier in die weisse Container-Siedlung bringen, wo Fahrijes Frauen daraus in riesigen Kesseln «Ajvar» – die würzige albanische Peperoni-Sauce – und andere Spezialitäten produzieren. Sie arbeiten in zwei Schichten, rund um die Uhr. 600 Tonnen Gemüse kochten Sie im vergangenen Jahr ein. Sie beliefern Märkte im ganzen Land, exportieren nach Deutschland und in die Schweiz.

Vieles ist heute anders, professioneller, grösser als vor neun Jahren, als Fahrije die Kooperative gründete. Eines aber ist geblieben: das Logo auf den Einmachgläsern. Es zeigt eine Bauernfrau mit weissem Kopftuch. «Am Anfang trugen wir das Kopftuch aus Solidarität mit unseren verschwundenen Männern», sagt Fahrije. Heute erzähle sie den Kunden einfach, es stehe für den Frieden.

Fahrije ist stolz darauf, dass sie den Witwen von Krusha mit der Kooperative Beschäftigung und Würde geben kann. Ihr Sohn, der als Baby von dem serbischen Polizisten auf die Strasse fallen gelassen wurde, studiert heute Lebensmitteltechnologie in Pristina. Er möchte die Kooperative dereinst übernehmen. «Aber solange ich hier bin, bleibe ich der Chef», sagt Fahrije und lacht, für einmal laut und herzlich.

Was damals im März 1999 genau mit ihrem Mann passiert ist, ob er irgendwo im verkohlten Leichenberg lag oder mit dem Lastwagen Richtung Fluss transportiert wurde, das weiss Fahrije bis heute nicht. 1666 Personen gelten im Kosovo noch immer als Kriegsvermisste, darunter auch 59 Männer und Knaben aus ihrem Dorf. 20 Jahre nach dem Krieg hat Fahrije die Suche aufgegeben. Das Grab von Bashkim auf dem weissen Friedhof von Krusha e Madhë bleibt leer.

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65Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PaLve! 23.03.2019 21:14
    Highlight Highlight Der Artikel ist total einseitig.
    Es gibt in Serbien und Kosovo viele Leute, die mit dieser Geschichte abschliessen wollen, da der Krieg nichts anderes als Elend gebracht hat, für alle Seiten. Der Artikel versöhnt nicht sondern provoziert (siehe Kommentare). Genau so läuft das auf dem Balkan "Ihr habt angefangen!" ' "Nein ihr!" usw. Als Aussenstehender sollte man versuchen zu versöhnen und nicht Partei ergreifen, veranwortungslos...
  • Rabiha 23.03.2019 15:17
    Highlight Highlight Daa Krieg im Kosovo, hat nicht im März 1999 angefangen, bis Juni 1999, sondern im März 1998, bis Juni 1999! Die NATO Luftsangriefen haben im März 1999 angefangen, und haben genau 78 Tagen gedauert, bis Miloševiç letztendlich kapituliert hat und seine Militärische Truppen aus dem Kosovo zu entfernt wurden!

    Das Titel stimmt nicht mit der realität auch! Die NATO Bomben, trieben nicht die Kosovo-albaner in die Flucht, sondern, die gräuiltaten und masakren von Serbischer Kriegsaparat!
    NATO hat den Krieg beendet, sommit auch uns ermüglicht wieder zurück im Kosovo zu kehren!
    • atorator 23.03.2019 16:22
      Highlight Highlight Sag das deinem Kollegen Wadeha, der behauptet weiter unten, der Kosovo-Konflikt war vor dem Kroatien-Krieg...
  • Balabar 23.03.2019 08:12
    Highlight Highlight Mit allem Respekt für die Opfer, der Bericht blendet aus, dass es für eine Lösung nicht nur die Option der Nato-Bombardierung gab, davon redet seltsamerweise nie jemand. Zudem: Die meisten Gräueltaten erfolgten erst nach dem internationalen Einschreiten, d. h. die entsetzlichen Taten wurden (beidseitig) geradezu entfesselt. Das rechtfertigt selbstverständlich keine Gewalt, die im Vorfeld stattfand.
    • passescribe 23.03.2019 13:59
      Highlight Highlight Es wurde im Vorfeld mehrfach versucht, mit Milosevic eine diplomatische Lösung zu finden, vergebens. Die Vertreibungen, Masaker und Missbräuche gingen weiter. Man wollte kein zweites Srebrenica. Russland legte sein Veto ein, um eine militärische Intervention gegen das Gräuel zu verhindern. Schliesslich waren die Menschenrechtsverletzungen so gravierend, dass die Nato eingriff, trotz Veto. Die Grundfesten des Völkerrechts, nähmlich die Ethik und Moral, wurden dabei verteidigt, während es Serbien und Russland gegen jede Moral ausnutzten, um weiter Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verüben.
    • häxxebäse 23.03.2019 14:56
      Highlight Highlight Einfach mal die gerichtsurteile lesen, nicht einfach nachplappern. Es wurden soviele menschen getötet und vertrieben von den serben, dann sollte man aus anstand haben und sich korrekt informieren.
    • Ichiban 23.03.2019 15:10
      Highlight Highlight Es rechtfertigt auch nicht die Taten danach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Propeller 23.03.2019 07:49
    Highlight Highlight Danke für den Artikel.
    Play Icon
  • Kollani 23.03.2019 07:19
    Highlight Highlight Obwohl ich grundsätzlich gegen Gewalt bin, war dieser NATO-Angriff mehr als nötig. Irgendwann kann man nicht nur zusehen und wenn alle Verhandlungen scheitern, muss man REAGIEREN. Das würden wir im Alltag genauso handhaben.
    • Digitrain 23.03.2019 13:48
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • atorator 23.03.2019 19:01
      Highlight Highlight Digitrain, halte dich zurück mit extremen Kommentaren. Das hilft niemandem. Und ich kann Nationalisten auf allen Seiten nicht ausstehen. Grüsse von einem Jungen mit Eltern aus Smederevo, der keine Lust hat auf irgendwelche Extremisten.
    • Digitrain 23.03.2019 19:32
      Highlight Highlight Sagt mal, spinnt ihr? Welcher extreme Kommentar denn? Ich habe geschrieben, dass Bomben nicht helfen! Die Bombardierungen sind aus verschiedenen Gründen ein Skandal - genauso wie die Vertreibungen.
  • KanyePest 23.03.2019 06:58
    Highlight Highlight Unfassbar traurig zu was Menschen fähig sind..
  • atorator 23.03.2019 03:36
    Highlight Highlight Mir wird schlecht, wenn ich diesen völlig einseitigen Artikel lese. Die Situation auf dem Westbalkan war sehr viel komplexer, als hier aus der Sicht der Albaner im Kosovo geschildert wird. Die UCK war alles andere als eine Befreiungsarmee, sondern genau gleich Täter wie die serbischen Truppen. Darüber hinaus wurden lange nicht nur die Truppen von Milosevic bombardiert, sondern z.B. auch die Stromversorgung und andere Infrastruktur von Städten, hunderte Kilometer vom Kosovo entfernt. Ich möchte Milosevic keinesfalls in Schutz nehmen, er war ein Schwein. Aber dieser Artikel ist, na ja, schlecht.
    • Forest 23.03.2019 13:45
      Highlight Highlight Der Artikel ist wirklich einseitig. Keine von beiden Seiten ist frei von Schuld. Die gleiche Geschichten von diesen Artikel gibt es leider auf beiden Seiten.

      Play Icon
    • passescribe 23.03.2019 14:16
      Highlight Highlight Dieser Artikel wiederspiegel Tatsachen. Sowohl die UÇK als auch das serbische Militär haben Gräuel begangen, für die sie zur rechenschaft gezogen werden müssen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass serbische Truppen in den Kosovo eingefallen sind, und nicht umgekehrt. Der Fakt, dass die UÇK Gräuel begangen hat, ändert nichts an der Tatsache, dass Kosovo der Verteidiger und Serbien der Angreiffer war. Ohne die Agressionen vom Milosevic-Regim hätte es keine Grundlage für die Existenz der UÇK gegeben. Kosovo protestierte vorher friedlich mit Rugova.
    • häxxebäse 23.03.2019 23:46
      Highlight Highlight Geht nur darum wer angefangen hat und wer welchen ansatz verfolgt hat.
      Die angegriffenen länder wollten raus aus dem bündnis jugoslawien. Die serben wollten ein grosserbien mithilfe der JNA erkämpfen.
  • sägsali 23.03.2019 01:36
    Highlight Highlight
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    • häxxebäse 23.03.2019 23:53
      Highlight Highlight Naja die meisten kennen nur die proserbische BBC doku.. dort wird nicht gezeigt, wie lastwagen mit toten befüllt wurden, nachdem ein dorf 'gesäubert' wurde
      Es ist zum schreien.... und zum weinen.
  • Chili5000 23.03.2019 01:05
    Highlight Highlight Danke für diesen tollen und aufwühlenden Beitrag. Krieg macht aus Menschen Monster die zu allem fähig sind. Dieses Leid welches diese Menschen erfahren haben kann man sich nicht vorstellen. Ich wünsche der Bauernkooperative und der Frau Hoti nur das Beste!
  • R_W 23.03.2019 00:53
    Highlight Highlight Bei den 13'500 Toten dürfte es sich um die Gesamtzahl der Todesopfer des Konflikts auf allen Seiten zusammen handeln und nicht nicht wie im Text geschrieben um die Todesopfer der Luftangriffe, diese Zahl dürfte etwa bei 1'500 liegen. Die Zahl der durch serbische Einheiten getöteten Kosovaren wird auf etwa 10'000 geschätzt.
    Und die hunderttausenden im Titel erwähnten Flüchtlinge wurden wohl auch nicht in erster Linie durch die NATO-Angriffe vertrieben, sondern durch serbische Militär- und Polizeieinheiten.
    • Abel Emini 23.03.2019 13:39
      Highlight Highlight Die Gesamtanzahl der toten Albaner in der gesamten slawischen Epoche seit 1878 in den albanischen Siedlungsgebiete dürfte die 1 Million erreichen. Ich hoffe, dass dies meine Landsleute nie vergessen.
  • DemonCore 23.03.2019 00:27
    Highlight Highlight Ein trauriger Jahrestag. Hoffentlich ist das ein europäischer Konflikt der nicht mehr wieder aufbricht. Ich habe sowohl serbische als auch kosovarische Freunde und hoffe dass das so bleibt.
  • häxxebäse 22.03.2019 23:33
    Highlight Highlight 😢😢😢
  • Pasch 22.03.2019 23:19
    Highlight Highlight Zu einseitig, ab über die Bücher! Opfer gibts auf allen Seiten. Der Balkan ist und bleibt die offene Wunde Europas. Und was aktuell dort los ist kann man einfach nur als pures Elend bezeichnen.
  • Tanea 22.03.2019 23:04
    Highlight Highlight Und da sitze ich neben meinem serbiechen Freund, der - wie ganz viele - bis heute nicht mit dem Krieg abschliessen kann oder will.
    Es macht mich unglaublich traurig und hilflos, mitansehen zu müssen, wie albanische, kosovarische, serbische, bosnische, kroatische und nordmazedonische Menschen den Hass von Generation zu Generation weitergeben.
    Jede Seite sagt das gleiche über die andere. Können wir uns nicht einigen, dass Kriege nicht geführt werden sollten? Am Ende des Tages bleiben nur Leid, noch mehr Hass und Menschen, die ihre Menschlichkeit verloren haben.
    • Digitrain 23.03.2019 14:44
      Highlight Highlight Die Wahrheit ist es, die weitergegeben werden muss. Wenn alle die Wahrheit kennen und sie akzeptieren kann es frieden geben. Und die Wahrheit, falls es so etwas gibt, ist unendlich komplizierter als es dieser Artikel vermuten lässt.
    • häxxebäse 23.03.2019 15:01
      Highlight Highlight Wir haben unser land, von hass keine spur. Ich hatte vor dem krieg keinen kontakt zu serben und werde es auch in zukunft nicht haben... ist kulturell bedingt
    • Tanea 23.03.2019 16:55
      Highlight Highlight @häxxebäse Aber genau so wird es immer weitergehen und nie können diese Länder untereinander Freunde sein. Sich kulturell bedingt von anderen Landsmännern und -frauen auszugrenzen ist einfach idiotisch. In Äusserungen wie deiner stecken so viel Intoleranz und Rassismus, dass es früher oder später wieder eskalieren wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asparaguss 22.03.2019 22:58
    Highlight Highlight Dieser sehr einseitig geschriebene Artikel trägt nichts, aber auch garnichts zur Aussöhnung bei, welche dringend stattfinden sollte. In jedem Krieg geschehen Gräueltaten und zwar auf beiden Seiten. Ein absoluter Irrglaube das sich die UCK Kämpfer immer strikt an die Genferkonvention hielten. Und dass jemand irgendwo angepinkelt worden ist....Ziel dieses Arikels? Und seit wann ist Ajvar eine rein Albanische Peppersauce??? Ein bisschen Recherche vom Autor und dann wüsste er, dass eben diese Sauce im ganzen Balkan tradition hat und somit verbinden kann, was dieser einseitige Artikel nicht macht.
    • The Juice 23.03.2019 11:22
      Highlight Highlight Danke, du hast mir die Worte aus dem Mund genommen!
    • Asparaguss 23.03.2019 16:41
      Highlight Highlight Wadeha, es ist nicht alles so Einfach wie du denkst. Hier eine ARD Doku zu dem ganzen.

      Play Icon


    • atorator 23.03.2019 18:45
      Highlight Highlight Oh, der Alabaner Wadeha kommt auch schon mit "linke Medien". Sagt eigentlich schon alles...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Manuel Schild 22.03.2019 22:58
    Highlight Highlight Noch zur Info: Einen muslimischen Bosnier nennt man einen Bosniaken. Ein Bosnier kann auch ein Serbe oder Kroate sein. Sowie ein Kosovare auch ein Serbe, Roma, Bosniake, Türke, Balkan-Ägypter und Albaner sein kann. Als ehemaliger Swisscoy-Soldat weiss ich das.
    • Abel Emini 23.03.2019 13:37
      Highlight Highlight Kosovare ist eine Bezeichnung aus der Republik Albanien die nur für die albanische Bevölkerung des Kosovo steht. Der Missbrauch der kosovarischen Regierung ist nicht akzeptabel.
    • häxxebäse 23.03.2019 14:53
      Highlight Highlight Nein, kroaten heissen dann hercegovci
  • dulee2789 22.03.2019 22:16
    Highlight Highlight Nicht die Nato- Bomben trieben tausende in die Flucht, sondern die serbischen Paramilizen.
    • Digitrain 23.03.2019 12:21
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Digitrain 23.03.2019 18:02
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Digitrain 23.03.2019 19:09
      Highlight Highlight Und die uck! Das ist ein fakt. Da könnt ihr den kommentar noch so oft löschen...
  • Graviton 22.03.2019 22:08
    Highlight Highlight Wow. Alle Serben sind also ganz einfach wilde Schlächter und Massakrierer und die Kriegshelden der UÇK zusammen mit der heldenhaften Befreiertruppe NATO haben zum Glück die Welt gerettet. Alles klar.

    Schon lange nicht mehr einen so unfassbar tendenziösen Artikel gelesen. Um wenigstens ein bisschen relativierende Informationen zu erhalten, könnte man z.B. den Wikipedia-Artikel zu der Operation Allied Force lesen. Insbesondere den Teil über die völkerrechtliche Beurteilung dieses Angriffs.
    • passescribe 23.03.2019 12:18
      Highlight Highlight Jedesmal, wenn jemand aus Serbien (nicht alle) mit den Gräueln des Milosovic-Regims konfrontiert wird, hat er dass Gefühl, sich verteidigen zu müssen. Dabei lenken sie immer auf die Gegner des Krieges, stellen das Völkerrecht vor Moral und Ethik. Sie sagen, das Eingreifen der Nato war gegen das Gesetzt, eben dieser Eingriff, der das leiden unzähliger Menschen beendete. Sollten sie einfach bei den Gräueln zusehen? Russland legte ein Veto ein, damit die Untaten weiter gehen konnten. Man musste handeln.
      Reue und Aufarbeitung fehlen gänzlich. Dabei wäre das bitter nötig, für dauerhaften Frieden.

    • häxxebäse 23.03.2019 15:04
      Highlight Highlight Genauso sieht es auch das gericht in den haag. Wet lesen kann ist im vorteil
    • häxxebäse 23.03.2019 16:20
      Highlight Highlight Bravo wadeha ❤
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stop to Go 22.03.2019 21:59
    Highlight Highlight Gräuel über Gräuel prägten die Zeiten.
    Das Kollektiv der Menschen (Menschheit) versagte immer seit eh und je.
    Ist in absehbarer Zeit wird sich dies nicht zu ändern.
    Auch wenn die einzelnen Leute ganz akzeptabel sind.
    Wir haben es im grossen Ganzen nicht auf der Festplatte.
    Zuviele unfähige Regierungen und nur sehr selten ein weiser Diktator.
    That's really our life on that living hell called earth.
    • häxxebäse 23.03.2019 16:24
      Highlight Highlight So en chabis. Problematisch sind nur die menschen, die denken sie seien besser wie andere.............
      In unserem fall floss all das geld nach belgrad, darum wollten alle raus aus dem bündnis. und wer will schon freiwillig die goldene gans weggeben....= krieg
    • Stop to Go 23.03.2019 19:07
      Highlight Highlight Was will uns dieses xx Chromosom (Hexe) aus der Welt Geschichte und der Menschheit genau erklären❓😂
    • häxxebäse 23.03.2019 23:39
      Highlight Highlight Das was sonst jeder gebildete auch nachlesen kann.
      Wiki hilft.

Wie sich der Kosovo-Krieg auf die Schweiz auswirkte – die 6 wichtigsten Fragen

1999 beantragten fast 30'000 Menschen aus der Bundesrepublik Jugoslawien Asyl in der Schweiz. Die kosovarische Diaspora ist heute eine der grössten im Land.

Im Kosovo-Krieg mussten fast 1.5 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. 590'000 blieben als interne Vertriebene im Land (Kosovo war bis 2008 eine jugoslawische und später serbische Provinz). 860'000 suchten im Ausland Zuflucht. Alleine die Nachbarländer Albanien und Mazedonien nahmen rund 670'000 Flüchtlinge auf.

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