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Erdrutsch auf Campingplatz in Neuseeland – mehrere Vermisste

Der Mount Maunganui bei Tauranga ist ein beliebtes Ziel von Urlaubern.
Der Mount Maunganui bei Tauranga ist ein beliebtes Ziel von Urlaubern.imago

Erdrutsch auf Campingplatz in Neuseeland – mehrere Vermisste

22.01.2026, 07:0922.01.2026, 12:58

Nach einem schweren Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui in Neuseeland ist unklar, wie viele Menschen unter den Schlammmassen vermisst werden.

Das neuseeländische Portal «Stuff» sprach von mindestens sechs Verschütteten, darunter mehrere Kinder. Die Behörden bestätigten diese Zahl zunächst nicht. Ob auch Ausländer darunter sind, wurde ebenfalls nicht bekannt.

Der Erdrutsch am Morgen (Ortszeit) zerstörte Teile des bekannten Campingareals, Zelte wurden dem Erdboden gleichgemacht, wie die Polizei mitteilte. Augenzeugen berichteten, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören gewesen seien.

Menschen auf dem Dach versuchten demnach verzweifelt, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt, berichtete die Zeitung «New Zealand Herald» unter Berufung auf einen an der Rettungsaktion beteiligten Mann. Auf im Internet verbreiteten Videos war der Moment des Unglücks zu sehen.

Augenzeugen berichteten, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören gewesen seien. Menschen auf dem Dach versuchten demnach verzweifelt, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt, berichtete die Zeitung «New Zealand Herald» unter Berufung auf einen an der Rettungsaktion beteiligten Mann. Auf im Internet verbreiteten Videos war der Moment des Unglücks zu sehen.

Vermisste in Wohnhaus tot geborgen

In der nahegelegenen Ortschaft Papamoa konnten derweil nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus getroffen hatte, zwei Vermisste nur noch tot geborgen werden. Das Gebäude sei schwer beschädigt worden, teilte die Polizei mit.

Für den Campingplatz konnte Polizeichef Tim Anderson zunächst hingegen keine genaue Zahl der Vermissten nennen, sagte aber auf einer Pressekonferenz, es handle sich um «eine einstellige Zahl». Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten die Retter demnach extrem vorsichtig vorgehen. Es sei aber «möglich, dass wir noch jemanden lebend finden», betonte Anderson. Unter anderem war eine Hundestaffel im Einsatz.

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Neuseelands Premierminister, Christopher Luxon.Bild: keystone

Der neuseeländische Ministerpräsident Christopher Luxon sprach in einer Mitteilung von einer «schrecklichen Tragödie». Das Land sei in tiefer Trauer. Gleichzeitig dankte er den Notdiensten.

Suche auch in der Nacht

Die Sucharbeiten würden die ganze Nacht hindurch fortgesetzt, sagte der Minister für Notfallmanagement Mark Mitchell. «Sie werden rund um die Uhr arbeiten, bis sie jedes Stück Erde abgesucht haben», versprach der Bürgermeister der nahegelegenen Stadt Tauranga, Mahé Drysdale.

Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist für seine atemberaubende Natur, herrliche Strände und einen markanten erloschenen Vulkan bekannt – von den Neuseeländern schlicht «The Mount» genannt. Das Gebiet liegt in der weltbekannten Region Bay of Plenty auf der Nordinsel. In Neuseeland sind gerade Sommerferien, viele Menschen sind auf Reisen.

Notstand in mehreren Regionen nach Rekordregen

Auslöser der Unglücke war extremer Starkregen: In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.

Auch in anderen Teilen der Nordinsel kam es zu schweren Überschwemmungen. Nördlich von Auckland wird nach einem Mann gesucht, der mit seinem Auto beim Versuch, den Mahurangi River zu überqueren, von den Fluten mitgerissen wurde. Die Einsatzteams waren unter anderem mit Drohnen, Hubschraubern und Rafting-Booten im Einsatz, wie der Sender Radio New Zealand berichtete. (rbu/sda/dpa)

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