International
Natur

Zyklon «Gabrielle»: Zwei Tote und Tausende Obdachlose in Neuseeland

Zyklon «Gabrielle»: Zwei Tote und Tausende Obdachlose in Neuseeland

15.02.2023, 06:5415.02.2023, 06:54

Im Zuge des tropischen Zyklons «Gabrielle» sind Tausende Menschen in Neuseeland obdachlos geworden. Am schlimmsten betroffen war die Region Hawke's Bay auf der Nordinsel. Militärlaster hätten dort etwa 9000 Menschen in Sicherheit gebracht, berichtete der Sender Radio New Zealand am Mittwoch. Sie sollen zunächst in einem Sportzentrum in der Stadt Hastings untergebracht werden. Mindestens zwei Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben.

In this image released by the New Zealand Defense Force on Wednesday, Feb. 15, 2023, people stand on a rooftop of a home waiting to be winched to safety by helicopter in the Esk Valley, near Napier, N ...
Ein überschwemmtes Haus in der Nähe von Napier im Osten der Nordinsel.Bild: keystone

Mancherorts standen die Wassermassen so hoch, dass nur noch Häuserdächer zu sehen waren. Die Einsatzkräfte waren mit zahlreichen Helikoptern im Einsatz, um Menschen zu retten, die sich auf die Dächer geflüchtet hatten. Nach Angaben des Ministers für Notfallmanagement, Kieran McAnulty, waren zudem noch immer mehr als 140'000 Menschen ohne Strom. Er sprach von einem «massiven, beispiellosen Wetterereignis».

Derweil besuchte die britische Prinzessin Anne das Zentrum für Krisenmanagement in der Hauptstadt Wellington. «Ich bewundere den Mut der Menschen in Neuseeland in dieser besorgniserregenden und schwierigen Zeit», teilte sie anschliessend mit. Neuseeland gehört zum Commonwealth. «Meine Gedanken sind bei allen Neuseeländern, deren Häuser oder Lebensgrundlagen von Zyklon »Gabrielle« in Mitleidenschaft gezogen wurden.»

Der Tropensturm war seit Montag mit orkanartigen Winden und Starkregen über den Pazifikstaat gezogen. Am Dienstag hatte die Regierung den Nationalen Notstand ausgerufen - erst zum dritten Mal in der Geschichte des Landes.

Der Sturm richtete vor allem auf der Nordinsel Verwüstungen an. Brücken wurden fortgeschwemmt, Strassen waren unpassierbar. Einige Orte waren von der Aussenwelt abgeschnitten. In mehreren Orten sollen die Schulen bis zum Ende der Woche geschlossen bleiben. Am Mittwoch zog «Gabrielle» in den südlichen Teil der Nordinsel. Der Wetterdienst MetService warnte dort vor Starkregen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Le Pen will Frankreich befrieden – doch schon zum Auftakt gibt es Ärger
Mitten im französischen Krawallherbst hält Marine Le Pen einen Parteitag vor den Präsidentschaftswahlen ab – trotz formidabler Umfragewerte drohen ihrem Lager zähe Zeiten.
Marine Le Pen hatte sich den Auftakt zu ihrer Wahlkampagne wohl etwas anders vorgestellt – ruhiger, staatstragender, strahlender. Der zweitägige Parteitag des Rassemblement National (RN) ernannte sie zwar konkurrenzlos zur Kandidatin der französischen Rechtspopulisten. Doch im Saal störten Linksaktivisten den Ablauf. Das Kongressgebäude in Orléans war umstellt von Elitepolizisten, die Ultras und Antifas auf Distanz zu halten versuchten. Die Stadt an der Loire wirkte so leer wie im Ausnahmezustand, nachdem am Vortag schon rund 20'000 Gegner gegen den RN-Kongress protestiert hatten.
Zur Story