DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Irrer Kim droht mit der Atombombe: Nordkorea empört über Militärmanöver der USA und Südkoreas



Zum Beginn der bisher grössten Militärmanöver der USA mit Südkorea hat das kommunistische Regime Nordkoreas seine Kriegstöne verschärft. Das Oberkommando der nordkoreanischen Streitkräfte drohte erneut mit atomaren Erstschlägen.

Die nationale Verteidigungskommission unterstellte den USA am Montag, «unverhüllteste Atomkriegsübungen» durchzuführen und einen Angriff vorzubereiten. Nordkorea werde einen «wahllosen Atomschlag» gegen seine Feinde führen, hiess es laut den staatlichen Medien in der Erklärung des mächtigsten Entscheidungsgremiums des Landes. Neben Südkorea seien auch Ziele auf dem US-Festland im Visier.

epa05193753 An undated photograph made available on 04 March 2016 by the North Korean news agency KCNA showing the test-firing of new-type large-caliber multiple launch rocket system. North Korea fired several short-range rockets off its the eastern coast 03 March 2016, South Korea said, just hours after the UN imposed its strictest sanctions ever on Pyongyang. The rockets were fired from Wonsan on the east coast, and all fell in the sea, a Defence Ministry spokesman said. While attending the rocket test Kim Jong Un, supreme commander of the Korean People's Army, said the military should also be ready to carry out pre-emptive attacks, North Korea's official KCNA news agency reported. North Korea's nuclear weapons should be ready for use at 'any moment,' leader Kim Jong Un said, according to state media, amid heightened tensions on the Korean peninsula.  EPA/KCNA

Erst Anfang März hatte Korea als Reaktion auf UNO-Sanktionen mit Raketentests provoziert. Jetzt droht das Regime mit der Atombombe.
Bild: EPA/KCNA

Die amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte begannen unterdessen ihre alljährlichen mehrwöchigen Frühjahrsmanöver, die Nordkorea regelmässig als Provokation kritisiert. Nordkorea könne auf Knopfdruck «sofort sämtliche Stützpunkte der Provokation in ein Flammenmeer und zu Asche reduzieren», warnte die Verteidigungskommission.

Falls es geringste Anzeichen einer Militäraktion der Feinde gebe, «werden die Armee und die Bevölkerung die Gelegenheit nicht verpassen und den grössten Wunsch des koreanischen Volkes durch einen Heiligen Krieg der Gerechtigkeit für die Wiedervereinigung erfüllen».

Hunderttausende Soldaten

Das gemeinsame Truppenkommando (CFC) in Südkorea wies Vorwürfe Nordkoreas zurück, das fast zweimonatige Feldmanöver «Foal Eagle» und die zwölftägige Kommandoschulung «Key Resolve» dienten der Vorbereitung eines Angriffs. Die Manöver seien «nicht-provokativer Natur», hiess es wie üblich. Nordkorea sei zuvor über den Beginn der Manöver informiert worden. An den Manövern würden etwa 17'000 US-Soldaten teilnehmen.

Nach Berichten südkoreanischer Medien beteiligen sich diesmal bis zu 300'000 südkoreanische Soldaten. Die Manöver der beiden Bündnispartner seien grösser als in den Vorjahren. Die USA haben 28'500 Soldaten in Südkorea als Abschreckung stationiert.

U.S. and South Korean marines participate in a U.S.-South Korea joint landing operation drill in Pohang, South Korea, in this March 31, 2014 file picture. South Korean and U.S. troops began large-scale military exercises on March 7, 2016 in an annual test of their defenses against North Korea, which called the drills

Archivbild der gemeinsamen Übungen von amerikanischen und südkoreanischen Soldaten. Die jährlichen Manöver empfindet Nordkorea regelmässig als Provokation.
Bild: KIM HONG-JI/REUTERS

Kein Interesse an militärischem Konflikt

Bereits Anfang März nach der Verschärfung der UNO-Sanktionen hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angeordnet, die Atomwaffen des Landes zum Einsatz bereit zu machen – auch für einen Präventivschlag. Kriegsdrohungen gehören zur Rhetorik des isolierten Staates, wann immer die Spannungen wachsen, doch sind sich die meisten Experten einig, dass der Norden kein Interesse an einem militärischen Konflikt hat.

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sagte kürzlich, das Land habe bisher nicht bewiesen, dass es eine Interkontinentalrakete mit einem Atomsprengkopf bestücken könne. Überdies seien die US-Streitkräfte gewappnet, um «Angriffe mit Gegenschlägen zu eliminieren, falls es notwendig ist». Experten sind sich aber einig, dass Nordkorea über mehrere Atomsprengköpfe verfügt. (trs/sda/afp/dpa)

Klassiker: Kim Jong Uns Gefolgsleute machen Notizen

1 / 25
Kim Jong Uns Gefolgsleute machen Notizen
quelle: epa/yonhap / rodong sinmun / rodong sinmun
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

In den USA droht eine Massenobdachlosigkeit: «Wir müssen Leben retten»

Über Nacht könnten mehr als sieben Millionen US-Amerikaner auf der Strasse sitzen. US-Präsident Joe Biden ist es nicht gelungen, einen Corona-Zwangsräumungsstopp zu verlängern.

Um fünf Uhr am Morgen setzt Cori Bush ihre erste Nachricht auf Twitter ab: «Dieser Morgen fühlte sich kalt an, so als würde der Wind direkt durch meinen Schlafsack blasen. Seit Freitag – als einige Kollegen es vorzogen, Urlaub zu machen statt per Abstimmung Zwangsräumungen zu verhindern – sind wir vor dem Kapitol . Dies ist ein Räumungsnotfall. Unser Volk braucht ein Räumungsmoratorium. Jetzt.»

Cori Bush ist ausgebildete Krankenschwester und sitzt seit diesem Jahr für die Demokraten als …

Artikel lesen
Link zum Artikel