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Kim Jong Un verfügt über genug Plutonium für zehn Atomwaffen



Nordkorea hat sein Atomwaffenarsenal nach Einschätzung Südkoreas weiter ausgebaut. Das Land verfüge inzwischen über 50 Kilogramm waffenfähigen Plutoniums, das genüge für zehn Atombomben, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium am Mittwoch in Seoul mit.

Das seien zehn Kilo mehr als vor acht Jahren. Das zusätzliche waffenfähige Plutonium stamme aus dem einst stillgelegten Atomkomplex des Landes in Yongbyon, heisst es in dem Bericht. Die Anlage zur Anreicherung verbrauchter Atombrennstäbe war im Jahr 2007 heruntergefahren, aber nach wenigen Jahren wieder in Betrieb genommen worden.

Dem im Zweijahresrhythmus veröffentlichten Weisspapier zufolge verfügt Nordkorea ausserdem über «beträchtliche» Kapazitäten zur Fertigung von Bomben mit hochangereichertem Uran. Genaue Angaben zu den Uranwaffen des Nordens seien wegen der strikten Geheimhaltung unmöglich.

Trend zu atomarer Aufrüstung

Analysten und Geheimdienste schätzen Nordkoreas Fähigkeiten zu einem Atomwaffenangriff oft unterschiedlich ein. Der Trend zur atomaren Aufrüstung unter Staatschef Kim Jong Un ist aber unstrittig.

In einem im Juni veröffentlichten Bericht der US-Einrichtung Institute for Science and International Security hiess es, Nordkorea verfüge über mindestens 21 Atomwaffen. 2014 seien es noch zehn bis 16 Atomwaffen gewesen.

Kim Jong Un: Können die USA erreichen

In seiner Neujahrssprache hatte Kim Jong Un verkündet, Nordkorea befinde sich in der Endphase zur Herstellung einer interkontinentalen Trägerrakete. Damit könnte das Land auch das Territorium der USA erreichen, dem militärischen Schutzpatron von Südkorea.

In der Vergangenheit hat Nordkorea mit fünf Atomwaffentests sowie zahlreichen Raketentest die Staatengemeinschaft provoziert und wurde deshalb wiederholt mit Sanktionen belegt. (whr/sda/afp)

Im Herzen Nordkoreas

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    Alle Leser-Kommentare
  • Raembe 11.01.2017 14:18
    Highlight Highlight Die Kims droht ja schon seit X Jahren, den USA und der ganzen Welt. Passiert ist da aber noch nicht viel. Klar, muss man auch auf Nordkorea ein Auge haben, aber das Meiste was von Da kommt, sind leere Drohungen.
  • Bijouxly 11.01.2017 12:29
    Highlight Highlight 0 Kommentare. Hauptsache uns interessiert Obamas Abschiedsrede und der neuste Mac mehr, als diese ziemlich pikante Meldung!
    • Maett 11.01.2017 13:40
      Highlight Highlight @Bijouxly: dann tragen Sie doch etwas dazu bei?

      Oder was soll man denn dazu sagen? Es wird seit Jahren erwartet, dass Nordkorea sein Nuklearwaffenpotential erweitert. Soll ich nun erstaunt sein, dass sie's tun?
      Soll ich erstaunt sein, dass sie ballistische Trägerraketen dafür bauen, die unabdingbar sind, wenn man diese Waffen als Sicherheitsgarantie für die eigene Unversehrtheit einsetzen will?

      Da gibt's nun wirklich nicht viel zu kommentieren.
    • Bijouxly 11.01.2017 14:38
      Highlight Highlight @Maett
      Ja, sollten Sie. Denn es bedeutet, dass China sie massiv unterstützen muss.
      Anfang November mit dem bilateralen Abkommen zwischen Südkorea und Japan (das bei uns keine Zeitung erwähnt hat) hat die USA einen aggressiven Vorstoss in chinesisches Gebiet gewagt. ROK und Japan sind beides US-Alliierte und haben das Abkommen nach Druck der USA ausgehandelt. Dass China seine Macht nun ausbaut,ist eine logische Konsequenz - dass nun eigentlich indirekt bestätigt wird, dass sie dies auch via Nordkorea tun, ist brisantes Material und sollte definitiv aufhorchen lassen!
    • Bijouxly 11.01.2017 14:40
      Highlight Highlight Die Spannung, die die USA zusätzlich mit der verbesserten Beziehung zu Taiwan aufbaut, wird im nächsten Jahr zu noch mehr Atomwaffen in NK führen, da China somit einen Deckmantel hat.
      Aber schob klar: Wir schauen natürlich lieber Katzenvideos und hören uns Putin-Bashing an.
      Sie sollten definitiv erstaunt und zumindest besorgt sein!
      Und zu diesem Beitrag gäbe es politisch einiges mehr zu diskutieren als zu Trumps Aktionen...

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