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Öl

BP zahlt für Deepwater-Horizon-Unglück 18,7 Milliarden Dollar

BP zahlt für Deepwater-Horizon-Unglück 18,7 Milliarden Dollar

02.07.2015, 16:0202.07.2015, 16:50

Der Energiekonzern BP hat sich für die Ölkatastrophe von 2010 im Golf von Mexiko mit den US-Behörden auf Schadenersatzzahlungen von 18,7 Milliarden Dollar geeinigt. Laut dem US-Justizministerium dürfte dies die höchste je in den USA gezahlte Strafe sein.

Die Zahlung soll sich über einen Zeitraum von 18 Jahren erstrecken. Gemäss BP umfasst die Einigung auch Ansprüche und Klagen der US-Bundesstaaten Alabama, Florida, Louisiana, Mississippi und Texas sowie von 400 kommunalen Verwaltungen.

Umwelt

BP zahlt laut eigenen Angaben 5,5 Milliarden Dollar zivilrechtliche Strafen, 7,1 Milliarden Dollar Schadenersatz für Umweltschäden an den Bund und fünf Bundesstaaten sowie 4,9 Milliarden Dollar zum Ausgleich für wirtschaftliche Schäden. Eine weitere Milliarde Dollar ist für die örtlichen Behörden vorgesehen.

Neben der Strafe wegen des Verstosses gegen das Gesetz zum Gewässerschutz könnten weitere Zahlungen auf BP zukommen. Der Konzern hat mehr als 42 Milliarden Dollar für Schadenersatz, Strafen und Reinigungskosten zurückgestellt.

US-Justizministerin Loretta Lynch begrüsste die Einigung. Werde diese von den Gerichten bestätigt, handele es sich um das höchste jemals mit einem Unternehmen geschlossene Abkommen in der US-Geschichte, erklärte sie.

Die Plattform Deepwater Horizon des Konzerns BP war am 20. April 2010 explodiert. Elf Arbeiter kamen ums Leben, hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schliessen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste schwer geschädigt. (wst/sda/dpa/afp)

Die Bilder der Katastrophe: Deepwater-Horizon-Unglück im Jahr 2010

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Deepwater Horizon
Der Ölfilm, der auf bis zu 75'000 Quadratkilometer anschwoll, brachte ein ganzes Ökosystem ins Wanken, tötete zehntausende Tiere, verseuchte Strände, zerstörte Korallenriffe, raubte Fischern den Lebensunterhalt und zerstörte eine Saison lang das Tourismusgeschäft in fünf US-Bundesstaaten.
quelle: epa/us coast guard / epa file / us coast guard / handout
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