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Bewaffnete greifen Bus in Pakistan an – mindestens 43 Menschen getötet



epa04745813 Pakistani people survey the site of an incident where unknown assailants opened fire on a bus that was carrying members of Ismaili Shia community, in Karachi, Pakistan, 13 May 2015. Gunmen on motorbikes opened fire at a bus carrying members of a minority community in southern Pakistan on 13 May, killing at least 43 people including over a dozen women and injuring more than 15, a news report said. According to security officials more than a dozen gunmen armed with automatic weapons intercepted the bus carrying passengers from the Ismaili community in the port city of Karachi and sprayed it with bullets. Pakistan's southern city of Karachi, with a population of nearly 20 million, has been the frequent scene of sectarian attacks.  EPA/SHAHZAIB AKBER

Bild: SHAHZAIB AKBER/EPA/KEYSTONE

Bei einem Anschlag auf einen mit Schiiten besetzten Bus sind in Pakistan Dutzende Menschen getötet worden. Bewaffnete erschossen in der südlichen Hafenstadt Karachi mindestens 43 Insassen, 13 weitere wurden verletzt. 

Attentäter auf Motorrädern hätten das Fahrzeug gestoppt und zunächst von aussen geschossen, bevor sie im Innern des Busses wahllos auf die Insassen gefeuert hätten, sagte der Polizeichef der Provinz Sindh, Ghulam Haider Jamali, am Tatort. Die Täter seien mit Pistolen bewaffnet gewesen. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. 

Die Toten und Verletzten des Anschlags wurden in ein nahe gelegenes Spital gebracht. Das pakistanische Fernsehen zeigte Bilder von Blutlachen in dem grossen rosafarbenen Bus und verzweifelte Angehörige, die in das Spital eilten, um Gewissheit über das Schicksal der Opfer zu erhalten. 

epa04745814 Pakistani security officials inspect the site of an incident where unknown assailants opened fire on a bus that was carrying members of Ismaili Shia community, in Karachi, Pakistan, 13 May 2015. Gunmen on motorbikes opened fire at a bus carrying members of a minority community in southern Pakistan on 13 May, killing at least 43 people including over a dozen women and injuring more than 15, a news report said. According to security officials more than a dozen gunmen armed with automatic weapons intercepted the bus carrying passengers from the Ismaili community in the port city of Karachi and sprayed it with bullets. Pakistan's southern city of Karachi, with a population of nearly 20 million, has been the frequent scene of sectarian attacks.  EPA/SHAHZAIB AKBER

Bild: SHAHZAIB AKBER/EPA/KEYSTONE

Der Bus hatte nach Polizeiangaben Plätze für 52 Passagiere, sei aber mit deutlich mehr Insassen unterwegs gewesen. Die meisten Opfer gehörten der Ismailitischen Gemeinde an. Ein ranghoher Verbandsvertreter des Ismailitischen Nationalkongresses sprach von mindestens 41 Toten. 

Attentate auf Schiiten nehmen zu 

Die Ismailiten sind eine schiitische Minderheit. Etwa 20 Prozent der rund 200 Millionen Muslime in Pakistan sind Schiiten. 

Schiiten waren in Pakistan in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen. Der Angriff auf den Bus ist der Anschlag mit den meisten schiitischen Opfern seit einem Selbstmordanschlag Ende Januar im Bezirk Shikarpur, bei dem 61 Gläubige in einer Moschee starben. 

Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden rund tausend Schiiten in Pakistan bei Anschlägen ermordet. Angriffe auf die Minderheit nahmen zuletzt auch in den Millionenstädten Karachi und Quetta zu. Meist bekannte sich die sunnitische Extremistenorganisation Lashkar-e-Jhangvi zu den Taten. 

Die ismailitische Minderheit ist bekannt für ihre progressiven religiösen Ansichten. Ihr geistliches Oberhaupt Prinz Karim Aga Khan ist ein international erfolgreicher Geschäftsmann und angesehener Philantroph. (sda/afp) 

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