USA: Umsetzung von Gaza-Friedensplan geht in nächste Phase
Vertreter der islamistischen Hamas sind in Kairo zu neuen Gesprächen über die Zukunft des Gazastreifens zusammengekommen.
Die Hamas und weitere Palästinensergruppen hätten ihre Verhandlungen darüber begonnen, berichtete der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News heute. Es gehe um Vorbereitungen zur zweiten Phase des Friedensplans für Gaza, darunter die Schaffung eines Gremiums aus palästinensischen Technokraten, die das Gebiet vorübergehend verwalten sollen.
Die Hamas teilte gestern am Abend mit, dass Spitzenfunktionär Chalil al-Haja die Delegation anführen werde. Es gehe um den Abschluss der ersten Phase im Friedensplan von US-Präsident Donald Trump, darunter der vollständige Abzug israelischer Truppen aus dem Küstengebiet.
USA: Umsetzung von Gaza-Friedensplan geht in nächste Phase
Auch nach Angaben der USA geht die Umsetzung des Gaza-Friedensplans in die zweite Phase. Darin gehe es um die Entwaffnung der Hamas, die Einsetzung einer technokratischen Übergangsregierung und den Beginn des Wiederaufbaus des Gazastreifens, teilte der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X mit.
Trump hatte den Friedensplan im vergangenen September vorgestellt. Die Waffenruhe trat dann kurz darauf am 10. Oktober in Kraft. Im Rahmen des ersten Teils des Abkommens sollten unter anderem alle aus Israel Entführten und Geisel-Leichen übergeben werden, die sterblichen Überreste eines Israelis befinden sich aber weiterhin im Gazastreifen.
Erste Namen für Technokraten-Komitee
Aus ägyptischen Sicherheitskreisen hiess es, dass die Hamas sich auf die Namen für das geplante Technokraten-Komitee geeinigt habe, das sich in Gaza um zivile Fragen und öffentliche Dienste kümmern soll. Nach Informationen aus Kairo stehen mindestens 12 von 15 Namen fest.
Im nächsten Schritt soll die Hamas entwaffnet werden. Die Terrororganisation lehnt dies bislang aber ab. Hamas-Mitglieder, die sich zu einer friedlichen Koexistenz mit Israel und zur Niederlegung ihrer Waffen verpflichten, sollen Amnestie erhalten. Wegen der offenen Fragen gibt es Zweifel, ob die zweite Phase des Plans wie erhofft anlaufen kann. (rbu/sda/dpa)
