International
Papst

Für Papst sind Überheblichkeit und Starrheit grösste Gefahren der Kirche

Für den Papst sind Überheblichkeit und Starrheit die grössten Gefahren der Kirche

07.02.2022, 09:16
Mehr «International»
Weihnachtsansprache von Papst Franziskus am 24.12.2021 (imago)
Papst FranziskusBild: Keystone

Für Papst Franziskus sind die Überheblichkeit und die Ablehnung von Veränderungen die grössten Gefahren seiner katholischen Kirche. Das sagte der Pontifex am Sonntagabend in einem Interview des italienischen Fernsehens. «Das grösste Übel der Kirche ist die geistliche Mondänität, eine mondäne Kirche», sagte der 85-Jährige.

Dies führe zu Klerikalismus, also einer Überhöhung und Aufwertung der Geistlichen und Oberen in der Kirche gegenüber den Laien. «Der Klerikalismus ist die Perversion der Kirche», unterstrich der Pontifex. Er führe zu einer Starrheit und Festgefahrenheit in der Kirche, «und unter jeder Art von Starrheit gedeiht Fäule», sagte er.

Der Argentinier will Laien und einfache Gläubige viel stärker in seine Kirche einbinden. Das ist ein zentraler Punkte der grossen Weltsynode, mit der Franziskus in den nächsten Jahren die katholische Kirche für die Zukunft fit machen will. Dabei müssten Nächstenliebe und die anderen Tugenden der Bibel im Fokus stehen. Was nicht passieren dürfe ist, «dass eine Ideologie den Platz des Evangeliums einnimmt», sagte Franziskus in dem exklusiven Gespräch, für das er aus dem Vatikan in das TV-Studio zugeschaltet worden war. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Messe für Niemanden - der Papst in Zeiten Coronas
1 / 17
Messe für Niemanden - der Papst in Zeiten Coronas
Der Papst allein zu Haus...
quelle: ap / remo casilli
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Papst Franziskus fordert die Einführung einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
32 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
32
Schweizer Journalistin fragt Selenskyj nach Kriegsmüdigkeit – so antwortet ein Soldat

Am 16. Juni, dem zweiten Tag des «Gipfels für den Frieden in der Ukraine» auf dem Bürgenstock, stellte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den anwesenden Journalistinnen und Journalisten, um Fragen zu beantworten.

Zur Story