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Papst ruft in Weihnachtsrede zu Bescheidenheit auf.

Papst Franziskus während der Weihnachtsmesse am 24. Dezember.
Papst Franziskus während der Weihnachtsmesse am 24. Dezember.
Bild: EPA/ANSA

Bescheidenheit, Barmherzigkeit, Mitleid: Das fordert der Papst zu Weihnachten

Papst Franziskus hat zu Weihnachten die moderne Konsumgesellschaft kritisiert. Bei der Christmesse im Petersdom am Heiligabend erinnerte er daran, dass Jesus in einem Stall in grosser Armut geboren worden sei.
25.12.2015, 07:1325.12.2015, 07:13

«Dieses Kind lehrt uns, was wirklich wesentlich ist in unserem Leben», sagte Franziskus. «In einer Gesellschaft, die oft trunken ist von Konsum und Vergnügung, von Überfluss und Luxus, von Augenschein und Eigenliebe, ruft er uns zu einem nüchtern-besonnenen, das heisst einfachen, ausgewogenen und gradlinigen Verhalten auf, das fähig ist, das Wesentliche zu erfassen und zu leben.»

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In einer «Kultur der Gleichgültigkeit» solle der Lebensstil der Christen erfüllt sein von Erbarmen, Einfühlungsvermögen, Mitleid und Barmherzigkeit.

Die Weihnachtszeremonie im Vatikan:

Nach christlichem Glauben ist mit der Geburt Jesu Gott Mensch geworden. Das Datum ist nicht bekannt, doch wird der Tag seit der Spätantike am 25. Dezember gefeiert.

Verschärfte Sicherheitsmassnahmen

Dieses Weihnachten fällt in ein ausserordentliches Heiliges Jahr, das von Franziskus ausgerufene «Jubiläum der Barmherzigkeit». Am 8. Dezember hatte der Papst die Heilige Pforte des Petersdoms geöffnet und darüber hinaus dazu aufgerufen, in allen Kathedralen der Welt heilige Türen zu öffnen.

Weihnachtsbaum und Krippe auf dem Petersplatz.
Weihnachtsbaum und Krippe auf dem Petersplatz.
Bild: TONY GENTILE/REUTERS

Wegen Terrorgefahr galten beim Zugang zum Petersdom verschärfte Sicherheitsmassnahmen. Auf dem Petersplatz erstrahlte ein 25 Meter hoher Weihnachtsbaum. Daneben stand eine Krippe mit 24 lebensgrossen Figuren aus der norditalienischen Provinz Trient.

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass der Papst 2016 mit dem Karlspreis ausgezeichnet wird. In einer Zeit, in der viele Menschen in Europa Orientierung suchten, sende er eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung aus, hatte das Karlspreisdirektorium in seiner Begründung mitgeteilt. (dwi/sda/dpa)

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Nach Amokfahrt: Täter muss vorerst in die Psychiatrie
Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat das Amtsgericht angeordnet, den Täter vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Dem 33-jährigen Deutschen werden zweifacher Mord sowie versuchter Mord in vier Fällen vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig weiter mitteilte.
Es gebe nach bisherigen Ermittlungen dringende Gründe dafür, dass der Beschuldigte die Tat «im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit» begangen habe, hiess es in der Mitteilung. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgend habe das Amtsgericht seine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus als für die öffentliche Sicherheit erforderlich angesehen. Denn nach bisherigen Erkenntnissen sei es wahrscheinlich, «dass der Beschuldigte aufgrund seines Zustandes weitere erhebliche rechtswidrige Taten vergleichbarer Schwere begehen wird».
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