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epa04734926 The burnt rooftop of a home for asylum seekers that was still under construction in Limburgerhof, Germany, 06 May 2015. The roof of the building that was supposed to accommodate 16 asylum seekers was set on fire by unknown assailants in the early hours on 06 May.  EPA/UWE ANSPACH

Die Polizei vermutet hinter dem Brandanschlag einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Bild: EPA/DPA

Schon wieder: Brandanschlag auf Asylheim in Deutschland 



Unbekannte haben im Südwesten Deutschlands eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Brand gesteckt. Die Polizei im pfälzischen Limburgerhof untersucht einen möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund.

Auch andere Motivationslagen würden geprüft, teilten das Polizeipräsidium Rheinpfalz und die Staatsanwaltschaft Frankenthal (Rheinland-Pfalz) mit. «Wir ermitteln in alle Richtungen», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Es bestehe unter anderem der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung.

Bei dem Feuer in der Nacht zum Mittwoch entstand ein Schaden von rund 50'000 Euro, verletzt wurde niemand. Das Gebäude befand sich im Bau. Auf dem Gelände sollten Unterkünfte mit Fertigelementen für insgesamt 16 Asylbewerber entstehen.

«Es ist kein guter Tag für Rheinland-Pfalz»

Nach ersten Ermittlungen zündeten die Täter Bitumenrollen auf einem Dach an. «Durch das Feuer wurden in der Folge auch die bereits verlegten Bitumenbahnen des Flachdachs in Mitleidenschaft gezogen», berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Ein Zeuge hatte zur Tatzeit einen schwarzen Kleinwagen gesehen, der sich mit quietschenden Reifen entfernte.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung verurteilte den mutmasslichen Brandanschlag scharf. Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte am späten Vormittag den Brandort. Es sei bitter, dass der Anschlag einem Gebäude gegolten habe, in dem Asylbewerber untergebracht werden sollten, sagte sie und fügte hinzu: «Es ist kein guter Tag für Rheinland-Pfalz.»

Vor einem Monat hatte ein Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Tröglitz in Sachsen-Anhalt für Schlagzeilen gesorgt. Zuvor gab es in dem Ort mehrfach Proteste gegen die Unterbringung von Asylbewerbern. (pma/sda/dpa)

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