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Canadian Prime Minister Justin Trudeau speaks during his daily news conference on the COVID-19 pandemic outside his residence at Rideau Cottage in Ottawa, Ontario, on Tuesday, May 19, 2020. (Justin Tang/The Canadian Press via AP)
Justin Trudeau

Justin Trudeau am Dienstag während seiner täglichen Pressekonferenz in Ottawa. Bild: AP

Kanadas Premier Trudeau wird auf Trump angesprochen – und sagt 20 Sekunden nichts



Diese Reaktion wird noch zu reden geben. Kanadas Premierminister Justin Trudeau wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz gefragt, was er von der Drohung von Donald Trump halte, die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt zu stoppen. Der fragende Journalist ergänzte: «Falls Sie das nicht kommentieren möchten, was für eine Message senden Sie dann Ihrere Meinung nach aus?»

Dann folgte eine schier unendliche Pause.

Das sagt Trudeau zur Situation in den USA:

Trudeau schaute nach der Frage bei einer Pressekonferenz am Dienstag zunächst einfach nur konzentriert geradeaus und sagte nichts, dann wirkte es mehrfach so, als würde er zum Sprechen ansetzen, tat es aber nicht.

Schliesslich sagte er in ernstem Tonfall: «Wir alle beobachten mit Entsetzen und Bestürzung, was in den USA passiert.» Es sei Zeit für Einigkeit und Zeit zum Zuhören.

Am Tag zuvor hatte Trudeau für sein Land bereits mehr Engagement im Kampf gegen Rassismus versprochen. «Wir müssen besser werden in Kanada.» Rassismus sei nicht nur ein Problem der USA, auch in Kanada würden Menschen mit schwarzer oder brauner Hautfarbe und Ureinwohner immer noch zu oft systematisch ungerecht behandelt.

>>> Hier geht es zum Liveticker der Proteste

«Auch wenn wir schon Fortschritte gemacht haben im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung, gibt es immer noch Rassismus in Kanada», sagte Trudeau. «Jungen schwarzen Kanadiern will ich sagen, ich verstehe Euch, wenn Ihr sagt, dass Ihr besorgt und wütend seid.»

Der Afroamerikaner Floyd war in der vergangenen Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet worden. Im ganzen Land breiteten sich daraufhin Proteste aus, die in zahlreichen Metropolen auch zu Ausschreitungen und Plünderungen führten. US-Präsident Trump drohte, die Unruhen notfalls mit militärischer Gewalt stoppen.

Auch in vielen anderen Ländern weltweit, darunter auch in Kanada, kam es zu Protesten. Das Verhältnis zwischen dem liberalen Trudeau und dem Republikaner Trump gilt schon lange als angespannt. (cma/sda/dpa)

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