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epa05693409 Russian President Vladimir Putin makes his New Year Address to the Nation ahead of 2017 in the Kremlin, Moscow, Russia, 31 December 2016. MANDATORY CREDIT/SPUTNIK/

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Einschätzung der US-Geheimdienste eine Kampagne angeordnet, um den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Bild: EPA/SPUTNIK POOL

US-Geheimdienste lasten Hackerangriffe Putin persönlich an



Der russische Präsident Wladimir Putin soll persönlich eine gezielte Kampagne angeordnet haben, um die US-Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Zu dieser Einschätzung kommen CIA, NSA und FBI in einem Bericht, der am Freitag in Auszügen veröffentlicht wurde.

«Die Ziele Russlands waren es, das öffentliche Vertrauen in den demokratischen Prozess in den USA zu untergraben, Hillary Clinton zu verunglimpfen und ihren Wahlchancen sowie ihrer potenziellen Präsidentschaft Schaden zuzufügen», heisst es im Bericht zusammenfassend. Das Papier basiert auf Informationen der Geheimdienste CIA und NSA sowie der Bundespolizei FBI.

Putin habe diese Kampagne in Auftrag gegeben. «Putin wollte Frau Clinton sehr wahrscheinlich diskreditieren, denn er wirft ihr seit 2011 öffentlich vor, die grossen Demonstrationen gegen seine Herrschaft Ende 2011 und Anfang 2012 initiiert zu haben», heisst es in dem Bericht. Clinton war damals US-Aussenministerin.

Ausserdem habe Putin «viele positive Erfahrungen» mit westlichen Politikern gemacht, «deren geschäftliche Interessen sie geneigter machten, mit Russland zu handeln, wie der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und der frühere deutsche Kanzler Gerhard Schröder».

Warnung an andere Länder

Der Bericht warnt zudem vor ähnlichen Beeinflussungsversuchen des Kreml in Ländern, die mit den USA verbündet sind. Moskau werde seine Erfahrungen «auch gegen Verbündete der USA und ihren Wahlprozess» nutzen.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte während des US-Präsidentschaftswahlkampf E-Mails der Demokratischen Partei und von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta veröffentlicht.

Der Geheimdienstbericht kritisierte auch russische «Propaganda» mithilfe einer sogenannten Troll-Fabrik, die die Stimmung in sozialen Online-Netzwerken gezielt beeinflusst. Sieben Seiten des Berichts sind dem russischen Staatssender Russia Today, kurz RT, gewidmet, der «konstant negativ» über Clinton berichtet habe.

Überprüfung nicht möglich

Der Öffentlichkeit legten die Geheimdienste nur eine gekürzte 25-seitige Fassung des Untersuchungsberichts vor. Die Originalversion ist doppelt so umfangreich und enthält vertrauliche Geheimdienstinformationen. Die Geheimdienste hatten diesen Bericht am Donnerstag Obama und am Freitag Trump vorgestellt.

Die drei Dienste stufen ihre Informationen selbst unterschiedlich glaubwürdig ein. Während FBI und CIA eine hohe Wahrscheinlichkeit zugrundelegen, dass die Informationen stimmen, stuft die für elektronische Überwachung zuständige NSA diese nur als moderat ein. Unabhängig lassen sich die US-Informationen, von denen nicht klar ist, wie sie erlangt wurden, nicht überprüfen.

Trump: «Keine Auswirkungen»

Nach seiner Unterrichtung durch die Geheimdienste räumte Trump ein, dass die USA Zielscheibe ständiger Cyberangriffe seien, die von Russland, aber auch «China, anderen Ländern, Gruppen und Leuten von aussen» verübt würden.

«Es gab absolut keine Auswirkungen auf das Ergebnis der Wahl», betonte Trump zugleich. In einem Telefoninterview mit der «New York Times» warf er den Medien in der Angelegenheit eine «politische Hexenjagd» vor.

Es habe auch Hackerangriffe auf die Republikanische Partei gegeben, aber seine Partei habe starke Schutzmassnahmen ergriffen und die Attacken abgewehrt, erklärte Trump. Die Geheimdienste kamen dagegen zum Schluss, dass Russland auch die Republikaner gehackt habe, das Material aber nicht verbreitet habe.

Dennoch ein Sofortprogramm

Der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, erklärte, offenbar habe Russland versucht, «sich in unser politisches System einzumischen». Der Geheimdienstbericht dürfe allerdings nicht dazu missbraucht werden, «den Sieg des gewählten Präsidenten zu delegitimieren».

Trump kündigte an, nach seiner Vereidigung am 20. Januar ein Sofortprogramm zur Abwehr von Cyberangriffen umsetzen. Dies solle in den ersten 90 Tagen seiner Amtszeit geschehen. Einzelheiten wolle er nicht öffentlich nennen, «weil das denjenigen nutzen würde, die uns schaden wollen». (viw/sda/afp/dpa)

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96Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Froggr 07.01.2017 22:03
    Highlight Highlight Es mag gut sein, dass Russland die Finger in Spiel gehabt haben. Ich weis es schlicht nicht. Eigentlich weis es niemand genau. Und wie es der Rechststaat will, gillt die Unschuldsvermutung. Alles klar?
    Und btw. Die USA hatten immer und überall ihre Finger in Spiel. Auch heute noch. Und jetzt weinen die (Demokraten) rum, weil jetzt halt möglicherweise mal bei ihnen eingegriffen wurde. Das ist erbärmlich.
  • Openyourmind 07.01.2017 19:08
    Highlight Highlight Hey "watson/viw/sda/afp/dpa"... warum muss ich nochmals schreiben? Hat niemand von euch Orwell gelesen?

    Die drei Supergigamegaobersondergeileundpeinliche = "The Ministry of Truth"
  • Sophia 07.01.2017 17:51
    Highlight Highlight Ueberall in der Politik wird gelogen, das ist mal so. Es gibt da auch keinen Masstab oder Obergrenze, siehe Trump. Ob Putin wirklich persönlich am Cyberangriff auf die USA beteiligt war oder nicht ist keine Frage, denn in Russland läuft gar nichts ohne ihn. Lies russische Zeitungen, sieh russisches TV; alles verbiegt sich vor dem Monarchen. Also wenn es einen Cyberangriff seitens Russl. gab, dann kam er direkt von Putins Büro.
    WENN? Ich frage mich, was die USA bewog, zuzugeben, dass sie ausspioniert wurden, das ist doch alles sehr ominös. Die Supermacht wurde aufs Kreuz gelegt und gesteht es.
  • trxr 07.01.2017 13:00
    Highlight Highlight ok, auch wenn Russia Today für Russland propagandiert ( ist ja nicht so als ob Fox, Cnn etc. Trump während des Wahlkampfs durch den Dreck gezogen hätten ) wer denn bitte schaut sich Russia Today in den Vereinigten Staaten an? Wie kann das jetzt maßgeblich das Wahlergebniss beeinflussen?! Die "Demokraten" greifen nun wirklich nach jedem Strohhalm.
    • Donald 07.01.2017 15:49
      Highlight Highlight Ist RT irgendwo erwähnt?
    • Datsyuk * 07.01.2017 16:28
      Highlight Highlight Ja, während 7 Seiten.
  • Wolkensprung 07.01.2017 12:35
    Highlight Highlight Naja, jetzt wird halt (halb-) öffentlich, was sehr wahrscheinlich schon lange Usus war. Sehr wahrscheinlich machen alle mit, die (geopolitische, wirtschaftliche) Interessen verfolgen, Russen, Amis, Chinesen, Inder, Israelis, Saudis, Iraner etcetc. Schlicht alle versuchen, auf den digitalen Spionagezug aufzuspringen. Die Russen waren nun halt etwas gar dreist. Henusode, wir werden noch Steigerungen des Dramas mit staatlichem elektronischem Vandalismus erleben, wenn die Ausführenden zu dumm sind und tun und sich dabei erwischen lassen.
    • Lowend 07.01.2017 13:09
      Highlight Highlight Der Ausdruck "elektronischer Vandalismus" trifft das Wesen der neuen Verunsicherungsstrategien via Sozialen Medien perfekt!
      Nur verunsicherte und aufgehetzte Menschen wählen diese extremistischen Lügenpolitiker und wenn uns das Jahr 2016 etwas gezeigt hat, dann dass im Internet reisserische Lügen mehr Beachtung finden, als fundierte Informationen und dass Moskau leider extrem viel Aufwand betreibt, diese vielen Lügen offensiv zu bewirtschaften, bis kein Mensch mehr weiss, was Fakten sind und was gelogen ist.
      Elektronischer Vandalismus ist Putins Politik gegen die demokratische Meinungsbildung!
    • Soli Dar 07.01.2017 21:00
      Highlight Highlight @Lowend zum Glück gibts Putin, unser aller Feindbild, anderenfalls müssten wir uns mit unseren eigenen, westlichen Lügengeschichten auseindersetzen...
  • Lowend 07.01.2017 12:07
    Highlight Highlight Trump, der nach diesem Bericht ein Sofortprogramm gegen Cyberangriffe lancieren will und mit seiner 180° Wende beweist, dass die Amerikanischen Geheimdienste durchaus Beweise gegen Putin haben, scheint einsichtiger zu sein, als die vielen Russentrolle hier, die offensichtlich ihre tägliche destruktive Arbeit der bewussten Falsch- und Desinformation und dem Verunsichern der Menschen in den westlichen Demokratien im Auftrag einer fremden Regierung verteidigen müssen.
    • Siebenstein 07.01.2017 12:54
      Highlight Highlight Das hat ja nichts mit Einsicht zu tun wenn man für Kommentare bezahlt wird 😊
    • Steimolo 07.01.2017 12:55
      Highlight Highlight Dass er ein security programm einführen will hat er schon im november gesagt und nicht jetzt nach dem report und sie interpretieren es jetzt als 180grad kehrtwende? Wer ist hier der troll? Come on!
    • trxr 07.01.2017 12:55
      Highlight Highlight Wie sitzt der aluhut?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Enzasa 07.01.2017 12:06
    Highlight Highlight Schade, dass die Kommentare hier zu diesem Thema so polarisieren. Damit wird ein wichtiges Ziel erreicht man beschuldigt sich gegenseitig und die Politik wird nicht behelligt.
    Es gibt kein gut oder böse in der Politik, warum versteht das niemand.
    • Siebenstein 07.01.2017 12:58
      Highlight Highlight Eigentlich polarisieren sie überhaupt nicht...ich stelle doch echten Leserkommentaren keine Trollpamphlete gegenüber.
      So gesehen ist alles in Ordnung 😊
    • Sophia 07.01.2017 17:22
      Highlight Highlight Ach, das wusste ich ja gar nicht, in der Politik gibt es weder gut noch schlecht? Das kann ja heiter werden! Kannst du uns das irgendwie belegen? Hat das irgendein Denker einmal beschrieben? Dann tauschen wir doch die Schweiz mal mit Nordkorea aus, wenn's doch da nicht schlechter ist hier. Und ich mühe mich seit Jahren in einer Partei ab, die sich den politischen Anstand auf die Fahne geschrieben hat. Enzasa, könntest du mir helfen, meine Partei-Beiträge zurückzufordern? Ich würde sie gegen die Mädchenbeschneidung einsetzen, oder findest du das auch nicht gut?
    • Aged 08.01.2017 10:39
      Highlight Highlight @informant: schau dir mal deinen Link an. Bis zum Ende. Dir fällt nichts auf?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aged 07.01.2017 10:53
    Highlight Highlight Ist es jetzt zum lachen oder heulen: da meinen doch Personen hier tatsächlich, ein Geheimdienst lege alle Fakten und Details offen. Im Internet. Als PDF. Wieso bloss, würde das eine solche Abteilung wohl tun?
    Ich habe von keiner RU Exekution von Journalisten je ein Protokoll gelesen mit detaillierten Angaben (Grund, Ort, Uhrzeit, Wer, Wie .....). Ich würde es gar nicht erwarten.
    Warum? Ist doch völlig logisch.
    Hier sind die Regeln offensichtlich umgekehrt. Warum bloss? Blosses oberflächliches Bashing?
  • Intellektueller 07.01.2017 10:13
    Highlight Highlight Die alte Administration wirft dem Sündenbock Steine nach.
    Eine erbärmliche, lächerliche Provokation.
    • Aged 08.01.2017 10:51
      Highlight Highlight Wer ist jetzt die alte Admin? Haben wir schon den 20.1.17?
  • Frank8610 07.01.2017 09:57
    Highlight Highlight Mal ganz ehrlich, wenn ich Putin wäre hätte ich alles getan, damit Trump gewinnt. Der eine hat eine neue Freundschaft angekündigt, die andere hat mit Krieg gedroht.

    Ausserdem finde ich es höchst ironisch dass sich die US-Geheimdienste über ausländisches Eingreifen in das amerikanische politische System beklagen. Die haben das schliesslich selber noch nie gemacht.
    • Aged 07.01.2017 11:21
      Highlight Highlight Das machen alle. Dazu sind Geheimdienste da. Und heissen auch so.
  • Hugo Wottaupott 07.01.2017 09:25
    Highlight Highlight what does Obama do? trumping away!

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