International
Russland

Russland wirft britischem Diplomaten Spionage vor

Spionage-Vorwurf: Russland weist britischen Diplomaten aus

15.01.2026, 12:4615.01.2026, 12:46

Russland hat erneut einen britischen Diplomaten wegen angeblicher Spionage ausgewiesen. Der stellvertretenden Leiterin der Botschaft sei ein förmlicher Protest übermittelt worden, weil ein Diplomat den britischen Geheimdiensten angehöre, teilte das Aussenministerium in Moskau mit.

Dem Betroffenen sei die Akkreditierung, also die Arbeitserlaubnis in Russland, entzogen worden. Er habe zwei Wochen Zeit, das Land zu verlassen.

Das britische Aussenministerium wies die Vorwürfe als «haltlos und böswillig» zurück. Man wäge nun sorgfältig ab, wie man darauf reagiere, hiess es aus London.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB veröffentlichte eine entsprechende Mitteilung. Der FSB habe einen nicht gemeldeten Mitarbeiter der britischen Geheimdienste aufgedeckt, der unter einem Deckmantel in die britische Botschaft entsandt worden sei, hiess es darin. Den Angaben nach geht es um einen zweiten Sekretär der internen Verwaltung der Botschaft.

Nicht zum ersten Mal muss ein britischer Diplomat wegen des Vorwurfs der Spionage gehen. Immer wieder streiten die beiden Länder, weil Diplomaten angeblich ihren Aufenthalt für geheimdienstliche Tätigkeit nutzen. Durch den seit inzwischen fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine sind die Beziehungen zusätzlich angespannt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So hörte die CIA über eine Schweizer Firma 100 Staaten ab
1 / 12
So hörte die CIA über eine Schweizer Firma 100 Staaten ab
Mai 1952: Der Schwede Boris Hagelin gründet in Steinhausen (Zug) eine Firma für Chiffriergeräte. Die Crypto AG bietet Sicherheitslösungen für Militärs, Unternehmen, Privatpersonen, Banken und Regierungen.
quelle: wikicommons/gemeinfrei
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Hvaldimir» soll doch kein Spion sein
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Für diese Passagiere plant die Swiss einen Sonderflug vom Oman nach Zürich
Die Fluggesellschaft Swiss plant für Donnerstag einen Sonderflug von Maskat nach Zürich. Der eingesetzte Airbus A340 wird deswegen am Mittwoch in die Hauptstadt des Omans fliegen.
Mit diesem Flug wolle die Swiss einen Betrag leisten, um den Betroffenen in der schwierigen Situation zu helfen, teilte die Swiss mit. Mit diesem Flug soll vor allem gestrandeten Schweizer Reisenden die Rückkehr aus dem Krisengebiet ermöglicht werden. Maskat gehört nicht zu den regulären Destinationen der Fluggesellschaft.
Zur Story