International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Russland verpasst Wiederwahl in UNO-Menschenrechtsrat



Die UNO-Vollversammlung hat Russland überraschend seine Wiederwahl in den in Genf ansässigen UNO-Menschenrechtsrat verwehrt. Das Land scheiterte am Freitag bei der Abstimmung in New York.

Russland erhielt nur 112 Stimmen und konnte sich damit nicht gegen Ungarn (144 Stimmen) oder Kroatien (114 Stimmen) durchsetzen.

The United Nations General Assembly observes a moment of silence during a tribute to the late King of Thailand Bhumibol Adulyadej in the General Assembly hall at United Nations headquarters in New York, October 28, 2016. REUTERS/Brendan McDermid

An der UNO-Vollversammlung wurde Russland nicht wieder in den Menschenrechtsrat gewählt. Bild: BRENDAN MCDERMID/REUTERS

Anfang der Woche hatten mehr als 80 Menschenrechts- und Hilfsorganisationen wegen Russlands Rolle im Syrien-Krieg dazu aufgerufen, das Land nicht mehr in das UNO-Gremium zu wählen.

Am Freitag wurde über die Neubesetzung von 14 von 47 Sitzen im UNO-Menschenrechtsrat ab 2017 abgestimmt. In der Osteuropa-Gruppe waren zwei Sitze neu zu besetzen, die nun an Ungarn und Kroatien gehen.

Auch gegen eine Wiederwahl Saudi-Arabiens hatten sich die Menschenrechtsorganisationen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen und des Kriegs im Jemen ausgesprochen. Das Land erhielt jedoch 152 Stimmen der 193 Mitglieder der UNO-Vollversammlung für eine erneute dreijährige Periode in dem Gremium.

China, Ägypten und Kuba wurden ebenfalls wiedergewählt. Die anderen gewählten Mitglieder sind Brasilien, Grossbritannien, Irak, Japan, Südafrika, Tunesien, Ruanda und die USA.

Angriffe auf Zivilisten vorgeworfen

Human Rights Watch, CARE International, Refugees International und viele andere Unterzeichner hatten die UNO-Mitglieder aufgefordert, sich zu fragen, ob Russlands Rolle im Syrien-Krieg mit einem Sitz im Gremium zur Wahrung der Menschenrechte vereinbar sei. Die Unterzeichner warfen dem Kreml routinemässige Angriffe auf Zivilisten vor.

Der UNO-Menschenrechtsrat wurde 2006 gegründet. Aufgabe ist, die Menschenrechte weltweit zu fördern und zu schützen.

Am vergangenen Freitag hatte sich der Menschenrechtsrat mit der Situation in der umkämpften syrischen Metropole Aleppo befasst und eine gesonderte Untersuchung zu den Menschenrechtsverletzungen in der belagerten Stadt gefordert. (sda/afp/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

54 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
TanookiStormtrooper
28.10.2016 19:37registriert August 2015
Kann man einen Menschenrechtsrat, in dem Saudi Arabien und Katar vertreten sind überhaupt ernst nehmen???
1043
Melden
Zum Kommentar
Tepesch
28.10.2016 19:36registriert October 2015
Wenigstens wurden Saudi-Arabien und China wiedergewählt, zwei echte Hoffnungsträger in Sachen Menschenrechte...
873
Melden
Zum Kommentar
meromaximo
28.10.2016 20:08registriert September 2015
Ungarn ist ja ein total würdiger Ersatz...?!?
7115
Melden
Zum Kommentar
54

EU sanktioniert Russen für massiven Hackerangriff auf deutschen Bundestag

Die EU hat wegen des massiven Hackerangriffs auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015 neue Russland-Sanktionen verhängt.

Betroffen von den EU-Sanktionen sind der Leiter der Hauptdirektion des Generalstabs der russischen Streitkräfte, einer der mutmasslichen Hacker sowie eine für Cyberangriffe verantwortlich gemachte Militäreinheit, wie aus dem Amtsblatt der Europäischen Union vom Donnerstag hervorgeht. Die Sanktionsregelung sieht vor, dass die EU nun Vermögenswerte einfrieren kann. Zudem gelten für die Personen EU-Einreiseverbote.

Die bislang grösste Cyber-Attacke gegen den Bundestag war im April und Mai 2015 …

Artikel lesen
Link zum Artikel