Vor Wirtschaftsforum: St. Petersburg meldet Drohnenalarm
Vor Beginn des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) haben die Behörden in der Millionenmetropole Einwohner und Gäste am Morgen vor Drohnenangriffen gewarnt. «Achtung! Es besteht Drohnengefahr auf dem Gebiet von St. Petersburg, möglich sind Störungen des mobilen Internets», hiess es in der versandten SMS. In St. Petersburg selbst soll eine Ölraffinerie in Brand geraten sein. Offiziell bestätigt ist das nicht. In sozialen Netzwerken kursierten Aufnahmen von einer schwarzen Rauchwolke.
Absolutely embarrassing morning for Russian President Vladimir Putin. As Ukrainian one-way attack drones fly nearly unimpeded over St. Petersburg - over 500 miles from Ukraine - several slamming into a major oil terminal in the city, starting massive fires and creating pillars of… pic.twitter.com/wenz5gIu6f
— OSINTdefender (@sentdefender) June 3, 2026
Es gebe einige Verletzte, teilte der St. Petersburger Gouverneur Alexander Beglow mit. «Es sind einige Objekte beschädigt worden. Im Moment läuft die Beseitigung der Folgen.» Konkrete Angaben zu den Schäden machte er nicht. Alle Einsatzkräfte sind seinen Angaben nach in erhöhter Bereitschaft.
Ukrainian one-way attack drones continue to fly over and strike infrastructure targets throughout the Northwestern Russian city of St. Petersburg. pic.twitter.com/hknNOucHm6
— OSINTdefender (@sentdefender) June 3, 2026
Der Alarm überschattet das in der Regel glanzvoll für Gäste aus aller Welt inszenierte Forum, das bis Samstag dauert. Kremlchef Wladimir Putin ist in seiner Heimatstadt selbst Gastgeber. Erwartet werden auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten, darunter aus Deutschland. Auch Politiker der AfD besuchen das Forum, bei dem Russland zeigt, wie es seine Wirtschaft in Kriegszeiten und ungeachtet der westlichen Sanktionen am Laufen hält.
Russisches Ministerium meldet Abschuss von 354 Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von 354 ukrainischen Drohnen, darunter auch in der Region um die Hauptstadt Moskau und im Leningrader Gebiet um die Millionenmetropole St. Petersburg. Überprüfbar sind die Angaben von unabhängiger Seite nicht. Auch im vor St. Petersburg gelegenen Kronstadt, wo die russische Kriegsmarine einen Stützpunkt hat, gab es am Morgen Drohnenalarm.
Medienberichten zufolge schlugen Drohnen zudem in der Stadt Mitschurinsk in der zentralrussischen Region Tambow ein. Ziel dort soll eine Fabrik gewesen sein, die auch Raketentechnik herstellt. (sda/dpa)
