International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Petr Pavlensky steht vor dem brennenden Hauptgebäude des russischen Geheimdienstes.
bild: varlamov.moslenta.ru

Ein angenagelter Hodensack war ihm nicht genug: Aktivist setzt russisches Geheimdienstgebäude in Brand

Der russische Aktivist Petr Pavlensky hat in der Nacht auf heute den Eingang des russischen Geheimdienstes in Brand gesetzt. Vor zwei Jahren hatte sich der 31-Jährige aus Protest den Hodensack in den Roten Platz genagelt.  



Er ist mutiger als Indiana Jones, James Bond und alle Dschungel-Camp-Kandidaten zusammen. Der Russe Petr Pavlensky hat in der Nacht auf heute die Eingangstüre des russischen Geheimdiensts (FSB) in Brand gesteckt und sich dabei filmen lassen. Mit einem Benzintank in der Hand stellte er sich regungslos vor die brennende Türe und wurde nach nur wenigen Sekunden von Sicherheitskräften festgenommen. Das Feuer wurde umgehend gelöscht. 

abspielen

Petr Pavlensky steht in Moskau vor der brennenden Türe des russischen Geheimdienstes. 
Vimeo/Petr Pavlenskij

Mit dieser Aktion wollte der 31-Jährige aller Voraussicht nach auf die Missstände in der russischen Politik aufmerksam machen. Es ist nicht das erste Mal, dass der 31-Jährige Aktivtist Schlagzeilen macht. Als die russische Punkrock-Band Pussy Riot im Jahr 2012 in Gewahrsam genommen wurde, stellte sich Pavlensky mit zugenähten Lippen vor jene Kathedrale, in der die Feministinnen Wochen zuvor ihr Konzert gaben.

Bild

Kein schöner Anblick: Pavlenskys zugenähter Mund.

Die Polizisten, welche damit beauftragt wurden, den Künstler wegzuschaffen, waren vom Anblick der zugenähten Lippen angeblich derart schockiert, dass sie zuerst die Ambulanz kommen liessen, bevor sie ihn festnahmen.  

Petr Pavlensky: Ein Mann mit Eiern

Weitere Aktionen folgten. Aus Protest gegen die restriktiven Gesetze gegen Homosexuelle rollte sich Pavlensky vor dem St.Petersburger Parlamentsgebäude in einen Stacheldrahtzaun ein. Ende 2013, am Tag der Polizei, zog er sich in Moskau nackt aus und hämmerte seinen Hodensack mit einem Nagel in den Roten Platz. Er nannte die Aktion «Fixierung». «Eine Metapher für die Apathie, die politische Gleichgültigkeit und den Fatalismus der russischen Gesellschaft», so Pavlensky.

Das Ohrläppchen abgeschnitten

Durch seine «Kunst» wolle er das politische System zum Handeln zwingen; ihn in den Propaganda-Prozess miteinbeziehen. «Die Strafprozesse öffnen für mich eine Türe. Ich bekomme Einblick in das System – die Ermittler, das Gericht, die Psychiater – und kann dort arbeiten», sagte Pavlensky mitte Oktober dieses Jahres gegenüber der Website Politico.eu.

Was er mit «arbeiten» meint, zeigte er im Oktober vergangenen Jahres. In einer Psychiatrie stieg er auf eine Mauer und schnitt sich mit dem Messer das rechte Ohrläppchen ab. Der Mann aus St.Petersburg wollte damit ein Zeichen gegen das «Abschneiden» ungewollter Individuen aus der russischen Gesellschaft setzen. 

ATTENTION EDITORS - VISUAL COVERAGE OF SCENES OF INJURY OR DEATH 

Artist Pyotr Pavlensky sits on the wall enclosing the Serbsky State Scientific Center for Social and Forensic Psychiatry after he cut off a part of his earlobe during his protest action titled

Petr Pavlensky sitzt mit abgeschnittenem Ohrläppchen auf der Mauer eines Psychiatrie-Zentrums. 
Bild: MAXIM ZMEYEV/REUTERS

Bei den früheren Aktionen fügte sich der Künstler lediglich selber Schaden zu, weshalb er immer auf freien Fuss gesetzt wurde. Nun aber hat er die Eingangstüre des russischen Geheimdienstes in Brand gesetzt. Gut möglich, dass das folgende Bild für eine lange Weile das letzte sein wird, das wir von ihm zu sehen bekommen. 

Bild

Petr Pavlensky wird von einem Sicherheitsmann festgenommen.
bild: varlamov.moslenta.ru

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

5
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

0
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

16
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

76
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

41
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

48
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

157
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

62
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

5
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

0
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

16
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

76
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

41
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

48
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

157
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

62
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Roger Gruber 09.11.2015 22:48
    Highlight Highlight Du willst breühmt werden? Ganz einfach: mach irgendwas auffälliges (egal wie bescheuert oder auch kriminell) und sage, es richte sich gegen Russland. Und tata: die ganze westliche Mainstream-Presse macht dich zum Helden.
  • Wasmeinschdenndu? 09.11.2015 13:05
    Highlight Highlight Tolle Aktionen, die wirklich zum Nachdenken anregen. Hoffe dass auch bald die russischen Politiker seine Botschaft verstehen...
    • 1337pavian 10.11.2015 03:15
      Highlight Highlight Feuerspiele an Eingangspforten?
      Für solche Spässe wurde hierzulande Andrea Stauffacher a.k.a. Terrorgrosi (NZZ) rechtskräftig verurteilt.
      Muss eine rote Tradition sein, Türen haben ja einen gewissen Schwellenwert; vor der eigenen soll man kehren, dem Arbeitsplatz der Zeugen Jehovas.
      *Steinhagel*

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Die Premierministerin von Island behauptet, das Bruttoinlandsprodukt sei Schnee von gestern. Die Haushaltsplanung Islands will in Zukunft auch Faktoren wie die soziale Gleichheit oder den Klimawandel berücksichtigen.

Katrin Jakobsdottir hat eine Vision. Die Premierministerin von Island möchte, dass sich das Wachstum eines Landes nicht mehr ausschliesslich auf die Wirtschaft konzentriert, sondern auch soziale und ökologische Indikatoren, oder einfach gesagt, das Wohlergehen der Bevölkerung, berücksichtigt.

Wie Jakobsdottir an einer Rede in der Londoner Denkfabrik «Chatham House» sagte, orientiert sich die Haushaltsplanung Islands neu an diesen erweiterten Faktoren. Das Bruttoinlandsprodukt wird also zu einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel