International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erneut Dutzende Tonnen Kraftstoff in russischer Arktis ausgelaufen



epa08465326 A handout picture made available 04 June 2020 by the press service of the Marine Rescue Service of Russia (MRS or Morspassluzhba in Russian) shows rescuers working at the site of oil products spill into the Ambarnaya river outside of Norilsk, Russia.  About 20,000 tonnes of oil products leaked 29 May 2020 and soiled the waters of Ambarnaya and  Daldykan rivers after an accident at a heat and power station (a Norilsk Nickel subsidiary) in industrial city of Norilsk located above the Arctic Circle.  EPA/RUSSIAN MARINE RESCUE SERVICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bereits im Juni (wie hier im Bild) sind riesige Mengen an Kraftstoff ausgelaufen. Bild: keystone

In der russischen Industrieregion Norilsk in der Nähe des Nordpolarmeeres sind erneut grosse Mengen Kraftstoff in die Umwelt gelangt. 44,5 Tonnen seien am Sonntag aus einer Pipeline ausgetreten, teilte das Unternehmen Norilsktransgas mit. Es gehört zu dem Nickel-Hersteller Nornickel, der bereits für einen anderen Umweltskandal verantwortlich ist: Ende Mai waren 21'000 Tonnen Öl aus einem Heizkraftwerk ausgelaufen. Die Gewässer in der Nähe des Nordpolarmeeres kämpfen seitdem mit den Folgen der Ölkatastrophe.

Nach dem Vorfall am Sonntag, mehr als 100 Kilometer von Norilsk entfernt, wurde die Pipeline dem Unternehmen zufolge abgeschaltet. Es seien Massnahmen ergriffen worden, um den ausgelaufenen Kraftstoff schnell zu binden. Für Menschen bestehe keine Gefahr, hiess es. Man habe eine interne Untersuchung eingeleitet.

Zuletzt häuften sich in der russischen Tundra die Umweltskandale. Nornickel hatte eingeräumt, hochgiftige Flüssigabfälle mit Schwermetallen und Säure in einen Fluss abgeleitet zu haben. Zudem brannte in der Nähe von Norilsk eine Müllkippe mit Industrieabfällen.

Nach dem Unglück in dem Heizkraftwerk soll dem Nickel-Hersteller zufolge nun eine Pipeline verlegt werden, um die gebundenen Kraftstoffe abzutransportieren. Umweltschützer sprachen von der grössten Ölkatastrophe in der Geschichte der russischen Arktis. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

So schön war Russland, als der letzte Zar abdankte

Putin kann auch Piano spielen. Also er versucht es zumindest

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rethinking 13.07.2020 06:11
    Highlight Highlight „Für Menschen bestehe keine Gefahr, hiess es.„

    Genau dies scheint mir je länger je irrelevanter...

    Worauf wir achten müssen ist die Natur, nicht auf den Menschen. Der Mensch ist eines der wenigen Lebewesen das nicht vom Aussterben bedroht ist...
  • Garp 12.07.2020 15:34
    Highlight Highlight Es ist so eine Tragödie, aber lieber das Geld in Militär und Krieg pumpen.
    • blueberry muffin 13.07.2020 06:55
      Highlight Highlight Naja hilft alles wenig, wenn das Eis wegschmilzt. Was ja eins der Hauptprobleme der russischen Städte auf fest eis ist.

Temperaturrekord in Sibirien und verheerende Brände in der Arktis

Eine ungewöhnliche Hitzewelle hat in Sibirien für einen Temperaturrekord gesorgt. In der Stadt Werchojansk in Jakutien, die als einer der kältesten bewohnten Orte der Welt gilt, seien am 20. Juni 38 Grad gemessen worden, ein Rekord für die Messstation, berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf.

In den Monaten Januar bis Juni hätten die Temperaturen fünf Grad Celsius über dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 gelegen, im Juni allein seien es zehn Grad über dem Durchschnitt gewesen.

Auch …

Artikel lesen
Link zum Artikel