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Russland baut wohl neuen Militärflughafen an Ukraine-Grenze

Russland baut wohl neuen Militärflughafen an Ukraine-Grenze

Mithilfe von Satellitenbildern hat ein OSINT-Account einen neuen Flugplatz an der ukrainischen Grenze entdeckt. Der genaue Zweck des Platzes ist noch unklar.
30.04.2024, 08:4430.04.2024, 08:44
Charlotta Siemer / t-online
Ein Artikel von
t-online

Russland baut in der Nähe der ukrainischen Grenze offenbar einen neuen Flugplatz. Das berichtet die Nachrichtenseite «ntv.de» unter Berufung auf den OSINT-X-Account (Open Source Intelligence) «redintelpanda». Demnach liegt die Anlage etwa neun Kilometer westlich des Dorfes Alexejewka, etwa 70 Kilometer von der Ukraine entfernt. In der Nähe befindet sich ein Logistikzentrum für russische Militäreinheiten.

Dem Account zufolge sollen die Planierarbeiten für die Landebahn bereits zu Beginn des Winters weitgehend abgeschlossen worden sein, die Strasse zu dem Standort bereits im Juli 2023. Nach dem Tauwetter im Winter seien die Arbeiten dann wieder aufgenommen worden, so «redintelpanda». Am 27. April wurde die Start- und Landebahn mit einer Tragschicht oder Pflasterbelag versehen. Der Account beruft sich auf Satellitenbilder zu den jeweiligen Zeiten.

Genauer Zweck ist noch unklar

Laut der Analyse dieser Bilder misst die Start- und Landebahn etwa 1'800 Meter und könne somit von verschiedene Flugzeugtypen genutzt werden. Da das Dorf Alexejewka in einer Flugverbotszone für zivile Flugzeuge liege, sei davon auszugehen, dass der Flughafen nach seiner Fertigstellung militärisch genutzt werden soll, so der OSINT-Account.

Welchem militärischen Zweck genau die Start- und Landebahn dienen könne, ist dennoch unklar. Er könnte «redintelpanda» zufolge als Ausweichstandort für russische Hubschrauber der Basis Rowenki dienen, die direkt an der Grenze zur Ukraine liegt. Es bestehe aber ebenfalls die Möglichkeit, dass der Flughafen als Drehkreuz für Versorgungsflüge gedacht ist. In Alexejewka werde unter anderem Treibstoff gelagert, auch eine Bahnstrecke zur Treibstoffversorgung gebe es bereits.

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