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Russlands U-Boote im Nordatlantik: Briten nehmen Verfolgung auf

Russian nuclear submarine Dmitry Donskoy. a Russian nuclear a submarine Dmitry Donskoy. Copyright: xZoonar.com/DenisxPomortsevx 15888248
Ein russisches U-Boot der Akula-Klasse (Archivbild): Ein solches U-Boot beobachtete Grossbritannien im Nordatlantik.Bild: www.imago-images.de

Russlands U-Boote im Nordatlantik: Briten nehmen Verfolgung auf

Rund um Kabel und Pipelines im Nordatlantik wurden verdächtige Aktivitäten russischer U-Boote gemeldet. Der britische Verteidigungsminister wendet sich direkt an Putin.
09.04.2026, 20:0609.04.2026, 20:06
Simon Cleven / t-online
Ein Artikel von
t-online

Die britische Marine hat nach Angaben von Verteidigungsminister John Healey in den vergangenen Wochen «verstärkte russische Aktivitäten» im Nordatlantik beobachtet. Gemeinsam mit Verbündeten, darunter Norwegen, habe Grossbritannien ein russisches Angriffs-U-Boot der Akula-Klasse und zwei Spionage-U-Boote der russischen Hauptverwaltung für Tiefseeforschung (GUGI) einen Monat lang verfolgt und observiert, sagte Healey bei einer Pressekonferenz in Westminster.

Die drei U-Boote, die den Angaben nach in der Nähe von Unterseekabeln kreisten, hätten sich inzwischen wieder zurückgezogen. Die Operation der Briten sei beendet. Die U-Boote seien verfolgt worden, um «jegliche böswillige Aktivität ihrerseits zu verhindern», erklärte Healey. Ein Kriegsschiff der Royal Navy und ein Flugzeug der Royal Air Force hätten die russischen U-Boote gemeinsam mit Verbündeten «rund um die Uhr» überwacht.

Aktivitäten bei Kabeln und Pipelines

Healey richtete eine direkte Warnung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: «Wir haben Sie im Blick. Wir beobachten Ihre Aktivitäten an unseren Kabeln und Pipelines, und Sie sollten wissen, dass jeder Versuch, sie zu beschädigen, nicht toleriert und schwerwiegende Konsequenzen haben wird.» Eine Stellungnahme der Regierung in Moskau lag zunächst nicht vor.

Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen mit russischen U-Booten und Schiffen. Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland ausserdem, die von den westlichen Alliierten im Verlauf des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen zu umgehen. Die Schiffe werden oft angehalten und überprüft. Sie standen in der Vergangenheit auch im Verdacht, am Meeresboden verlegte Kabel mutwillig zu beschädigen.

WARSHIP, Crew aboard the British warship of the HMS WESTMINSTER frigaten
Eine Fregatte des Typs HMS Westminster der Royal Navy (Archivbild): Die Briten setzten unter anderem ein Kriegsschiff zur Verfolgung der russischen U-Boote ein.Bild: www.imago-images.de

Russland setzt Kriegsschiffe zum Schutz seiner Schattenflotte ein

Russland werde Massnahmen zum Schutz seiner Interessen ergreifen, unter anderem unter Einsatz von Kriegsschiffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Agentur Interfax zufolge. Russland hatte zuvor angekündigt, seine Öltanker bei Gefahr einer Beschlagnahmung durch andere Staaten von der Kriegsmarine begleiten und schützen zu lassen.

«In den letzten Monaten waren wir Zeugen wiederholter Fälle von Piraterie in internationalen Gewässern», sagte Peskow. Demnach «haben diese Fälle von Piraterie unter anderem auch den wirtschaftlichen Interessen der Russischen Föderation geschadet». Der Kremlsprecher reagierte damit auf Berichte Londoner Medien, nach denen die russische Marine zwei Tanker vor der britischen Küste eskortiert habe.

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