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Saudische Pipelines von Drohnen angegriffen – sagt Energieminister



FILE - In this Feb. 26, 1997 file photo, Khaled al-Otaiby, an official of the Saudi oil company Aramco, watches progress at a rig at the al-Howta oil field near Howta, Saudi Arabia. According to an assessment published Monday, April 1, 2019, by Moody’s Investors Services, the net profits of Saudi Aramco reached $111 billion last year. That places Aramco ahead of some of the world’s most profitable firms. In their first-ever grade assessment for Aramco, Fitch Ratings issued the firm an A+ rating, while Moody’s gave it it’s A1 rating ahead of its upcoming bonds sale. (AP Photo/John Moore, File)

Eine Anlage der Aramco in Howta (Archivbild). Bild: AP/AP

In Saudi-Arabien sind nach offiziellen Angaben zwei Ölpumpstationen von bewaffneten Drohnen angegriffen worden. Dabei sei an einer der angegriffenen Pumpstationen ein Feuer ausgebrochen und Sachschaden entstanden.

Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco habe aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Ost-West-Pipeline eingestellt, über die Öl aus der Ostprovinz in den Hafen Janbu transportiert wird, teilte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih am Dienstag mit.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem auch aus den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Sabotageakte an Öltankern gemeldet worden waren. Energieminister Al-Falih verurteilte den Angriff. Es sei nicht nur ein Angriff auf Saudi-Arabien, sondern auf die Sicherheit der Öltransporte in der gesamten Welt.

Huthi-Rebellen verdächtigt

Verantwortlich seien möglicherweise die schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Jemen. Sieben Drohnen hätten am Dienstag Angriffe gegen wichtige Ziele in Saudi-Arabien ausgeführt, berichtete die jemenitische Zeitung Al-Masirah mit Verweis auf Militärkreise.

Das Medienunternehmen steht unter Kontrolle der Huthi-Rebellen. Demnach habe es sich um Vergeltung für die kontinuierlichen Angriffe Saudi-Arabiens gegen den Jemen gehandelt.

Im Jemen kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition auf der Seite der international anerkannten Regierung des Landes gegen die Huthi-Rebellen. Diese hatten 2014 die Hauptstadt Sanaa und grosse Teile des Nordjemens eingenommen.

Wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA mit Verweis auf einen Sprecher der Sicherheitskräfte berichtete, wurden zwei Pumpstationen im Zentrum des Königreiches angegriffen. Der Angriff habe sich zwischen 6.00 und 6.30 Uhr (Ortszeit) am Morgen in den Provinzen Dauadmi und Afif ereignet. (sda/dpa)

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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Ueli der Knecht
14.05.2019 14:05registriert April 2017
Demnächst wird Trumps Busenfreund Bibi Netanjahu auf die Weltbühne treten, und ein paar Aktenschränke mit Ordnern enthüllen, und der Welt unscharfe Satellitenbilder und ein verbeultes und rostiges Blechstück präsentieren (worauf "IRI" steht), womit er uns dann alle überzeugt, dass zweifelsfrei der Iran hinter all diesen Sabotageakten steckt.
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Magnum
14.05.2019 13:38registriert February 2015
Ein weiteres Mosaiksteinchen im Kesseltreiben gegen den Iran. Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass sowohl Saudi Arabien wie die Vereinigten Arabischen Emirate direkt in den dreckigen Krieg in Yemen verwickelt sind - im Unterschied zum Iran. Ich vermute die Urheber der aktuellen Sabotageakte eher im Yemen als im Iran, aber solche Details dürften die Kriegstreiber in Washington, Tel Aviv, Riad und Dubai eher am Rande interessieren.
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Domino
14.05.2019 15:06registriert January 2016
So wie 2001: 15 der 19 Attentäter waren aus Saudi Arabien. Was macht man? Man greift Irak an.
Liest man schon nur die Wikipediaartikel zum ersten und zweiten Golfkrieg sowie Irakkrieg so sieht man sehr schnell dass jeweils Saudi Arabien der Agressor und Hetzer war.
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