Diese Optionen haben Schweizer für die Heimreise aus den Golfstaaten
Tausende Schweizerinnen und Schweizer sitzen nach wie vor in der Golfregion fest. Nach zahlreichen Flugausfällen wegen des Krieges gegen den Iran nehmen erste Airlines aus der Krisenregion den Verkehr nach Zürich wieder auf. Ein Flieger der Etihad Airways soll am Freitagabend erstmals wieder in Zürich landen. Diese Optionen haben Schweizer Reisende nun.
Diese Flüge sind in den nächsten Tagen geplant
Etihad Airways
Nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs hat die Fluggesellschaft Etihad Airways ab heute Freitag eine begrenzte Zahl Flüge von Abu Dhabi auch nach Europa angekündigt. Man werde unter anderem Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Paris, Rom und Zürich anfliegen, hiess es auf der Webseite der Airline mit Sitz in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Fluggäste mit bestehenden Buchungen würden schnellstmöglich untergebracht.
Für die Strecke zwischen Abu Dhabi und Zürich sei vorerst eine tägliche Abendrotation vorgesehen, hiess es am Freitag bei der Einsatzzentrale des Flughafens Zürich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dabei handelt es sich um den Flug EY 141, der um 19.50 Uhr in Zürich landet und um 21.20 Uhr wieder zurückfliegt. Zum Einsatz komme eine Boeing Dreamliner mit über 200 Passagierplätzen.
Diese Regelung gelte auch für Samstag. Normalerweise bediene die Airline die Strecke dreimal täglich mit einem Grossraumflugzeug und zwei kleineren Maschinen des Typs A321. Die beiden anderen Flüge blieben annulliert.
Emirates
Auch die Fluggesellschaft Emirates nahm den Betrieb nach Zürich teilweise wieder auf. Bereits am Donnerstagabend hatte es einen Flug von Dubai nach Zürich gegeben, wie es beim Flughafen hiess. Ein in Zürich gestrandetes Flugzeug war zuvor ohne Passagiere nach Dubai zurückgeflogen. Im Gegensatz dazu befinde sich eine Maschine der Qatar Airways weiterhin in Zürich.
Swiss
Am Donnerstag führte die Swiss einen Sonderflug von Maskat nach Zürich durch. Abgesehen davon setzt die Schweizer Fluggesellschaft Dubai-Flüge bis und mit 10. März aus. Wegen der anhaltenden angespannten Lage im Nahen Osten verkehren zwischen der Schweiz und Dubai bis und mit 10. März keine Swiss-Flugzeuge, teilte die Airline mit. Das Datum wurde in den vergangenen Tagen allerdings schon einige Male nach hinten verschoben. Daher ist noch ungewiss, ob Swiss-Flüge ab dem 11. März tatsächlich wieder aus Dubai starten können.
Passagiere des Sonderflugs der Swiss sind gelandet:
Mit diesen Kosten müssen Reisende rechnen
Auf der Website von Etihad Airways gibt es aktuell erst ab dem 9. März wieder Sitze in der Economy-Class. Der Preis beläuft sich auf rund 1800 Schweizer Franken für einen Flug von Abu Dhabi nach Zürich. In den Tagen davor gibt es noch wenige Sitzplätze in der Business-Class – für stolze 8154 Franken.
Auch bei Emirates sind die meisten Plätze in den nächsten Tagen bereits ausgebucht. Der Preis für einen Flug von Dubai nach Zürich liegt am Mittwoch, 11. März, bei 504 Franken.
Die Airline informiert auf ihrer Website, dass Kunden, die eine Reise vom 28. Februar bis einschliesslich 31. März gebucht haben, ihren Flug umbuchen könnten. Alternativ könne ein Antrag auf Rückerstattung gestellt werden.
Grundsätzlich müssen die Betroffenen die Kosten für die Heimreise selbst übernehmen. Laut Auslandschweizergesetz bestehe «kein Rechtsanspruch auf konsularischen Schutz», sagte das EDA am Mittwoch. Der Bund kann jedoch Personen, die nicht über die nötigen Finanzmittel für die Heimreise verfügen, mit rückzahlbaren, zinslosen Notdarlehen unterstützen. Die Betroffenen müssen sich vorher schriftlich zur Rückzahlung verpflichten.
EDA überprüft weitere Optionen
Das EDA rät davon ab, auf dem Landweg von einem Golfstaat zum nächsten zu reisen. Dadurch gehe man das Risiko ein, an einem anderen Ort wieder festzustecken.
Jedoch prüft das Aussendepartement nach eigenen Angaben «weiterhin Optionen, um die in der Region festsitzenden Schweizerinnen und Schweizer bei der Ausreise zu unterstützen». Es gelte aber das Prinzip der Eigenverantwortung gemäss Auslandsschweizergesetz. Laut diesem Gesetz trägt jede Person die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung eines Auslandsaufenthaltes selbst. Personen, die die Region verlassen möchten, müssten «in erster Linie kommerzielle Flugverbindungen berücksichtigen», so das EDA.
Für viele Schweizerinnen und Schweizer heisst es daher: abwarten.
(hkl, mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DPA)
