International
Schweden

Anti-Islam-Aktivist währen Livestream erschossen

Er verbrannte in Schweden den Koran: Anti-Islam-Aktivist während Livestream erschossen

30.01.2025, 09:4430.01.2025, 11:16

Der irakische Anti-Islam-Aktivist Salwan Momika ist gemäss schwedischen Medienberichten tot. Der 38-Jährige wurde in seiner Wohnung in der Stadt Södertälje südwestlich von Stockholm während eines Livestreams auf der Plattform TikTok erschossen, heisst es weiter. Die Polizei teilte mit, sie sei am Mittwochabend in Södertälje alarmiert worden und habe einen Mann mit Schussverletzung gefunden. Dieser sei dann im Krankenhaus gestorben.

FILE - Salwan Momika speaks in Malm
Salwan Momika bei einem Auftritt in der schwedischen Stadt Malmö.Bild: keystone

Fünf Menschen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen. Sie berichtete in einer Mitteilung von dem Vorfall in Södertälje, bei dem ein Mann im Alter von rund 40 Jahren von Schüssen getroffen und ums Leben gekommen sei. Die Identität des 38-Jährigen wollte eine Polizeisprecherin auf Anfrage aber zunächst nicht bestätigen.

Momika hatte mit umstrittenen Aktionen gegen den Islam nicht nur in Schweden, sondern auch im Ausland für Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem verbrannte er in der Hauptstadt Stockholm mehrmals den Koran, was in der muslimischen Welt für Aufruhr sorgte. Unter anderem für diese Aktionen wurde Momika im Sommer 2023 angeklagt. Der Prozess hätte in diesen Tagen stattfinden sollen.

Momika wurde 1986 im Irak in einer christlichen Familie geboren, bezeichnete sich selbst allerdings als Atheist. Im Irak war er Berichten zufolge Mitglied von regierungskritischen Milizgruppen. In Schweden galt er als Sympathisant der nationalistischen Schwedendemokraten. (dab)

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106 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Dingdang Shine
30.01.2025 09:28registriert Mai 2019
Wer hätte gedacht, dass jemand der die Religion des "Friedens" kritisiert, wieder mal deswegen in Europa stirbt. Solange sich muslimische Gruppen nicht stark nach aussen von sowas abgrenzen, sehe ich tiefschwarz für das "religiöse Miteinander" in der Zukunft.
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Snowy
30.01.2025 09:33registriert April 2016
Es gibt nur ein einziges Buch auf der Welt, wofür man riskiert, umgebracht zu werden, wenn man es anzündet.

Dasjenige der Religion des Friedens.
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Santacruz
30.01.2025 09:21registriert August 2021
Bücher verbrennen finde ich grundsätzlich doof und unnötige Provokation auch.

Was ich aber viel schlimmer finde ist, wenn religiöse Eiferer ihr Büchlein über die Grundrechte stellen.

Kein Wunder erleben Rechtspopulistische Parteien Zuwachs, wenn solche Subjekte in unseren Ländern geduldet werden.

Wir sind im Umgang mit dem Islam völlig naiv und wir täten gut daran, hier (endlich!) extrem vorsichtig zu agieren.

Überwachung von Imamen und Moscheen und islamischen Vereinen.

Generalverdacht ist doof, hier aber völlig gerechtfertigt.
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