Wirtschaft
Schweiz

Trump vermeldet «gute» Handelsgespräche mit der Schweiz

Mit diesen Vetretern aus der Schweiz hat Trump gesprochen

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben hochrangige Schweizer Vertreterinnen und Vertreter getroffen.
05.11.2025, 00:5505.11.2025, 14:13

Vertretungen von Schweizer Privatunternehmen haben sich auf eigene Faust mit Donald Trump getroffen, um Zollfragen zu bereden. Laut dem US-Präsidenten wird sein Handelsbeauftragter Jamieson Greer nun Gespräche mit der Schweizer Regierung fortsetzen.

FILE - President Donald Trump speaks during an event to announce new tariffs in the Rose Garden at the White House, on April 2, 2025, in Washington. (AP Photo/Mark Schiefelbein, File)
Tariffs Supreme  ...
Ob es Fortschritte bezüglich des hohen Zollsatzes gegen die Schweiz gibt, ist noch nicht bekannt.Bild: keystone

Die Unternehmer hätten das Treffen auf eigene Initiative angefragt, teilte ein Sprecher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Die Beteiligten wollten den US-Präsidenten demnach auf die Folgen der hohen Zusatzzölle aufmerksam machen.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco sei an der Vorbereitung des Treffens beteiligt gewesen, hiess es beim WBF. Verantwortlich für die Zollverhandlungen sei grundsätzlich der Bundesrat, dieser begrüsse aber das entsprechende Engagement der Unternehmen. Wirtschaftsminister Guy Parmelin stehe nach wie vor regelmässig in Kontakt mit den zuständigen Stellen in den USA, auch mit Greer.

Diese Personen nahmen teil

Tamedia veröffentlichte am Mittwochmittag eine Teilnehmerliste. Demnach handelt es sich um:

  • Daniel Jaeggi, Co-Gründer Mercuria.
  • Alfred «Fredy» Gantner, Co-Gründer Partners Group.
  • Johann Rupert, Präsident Richemont.
  • Jean-Frédéric Dufour, Firmenchef Rolex.
  • Susie Wiles, Trumps Stabschefin.
  • Eric und Lara Trump.
  • Jamieson Greer, US-Handelsbeauftragter.

Gespräche gehen weiter

Donald Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt, dass er mit «hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Schweiz» Handelsfragen besprochen habe. Es sei ihm «eine grosse Ehre» gewesen, schrieb er und dankte den Beteiligten für «die gute Arbeit». Man habe am Treffen vereinbart, dass Jamieson Greer nun die Gespräche mit der Schweizer Regierung weiterführen werde.

Donald Trumps Post zu den Verhandlungen mit der Schweiz.
Donald Trumps Post zu den Verhandlungen mit der Schweiz.screenshot: truth social

Die Schweiz ist von der protektionistischen Handelspolitik des republikanischen Präsidenten besonders betroffen. Anfang August hatte Trump Strafzölle von 39 Prozent auf zahlreiche Schweizer Produkte angekündigt - einer der weltweit höchsten Sätze, die die USA ihren Handelspartnern auferlegt haben.

Die Massnahme trifft die Wirtschaft schwer: Betroffen sind unter anderem die Uhren- und Maschinenindustrie sowie die Lebensmittelbranche mit Schokolade und Käse. Auch die Pharmabranche befürchtet erhebliche Mehrbelastungen, da Washington darüber hinaus mit weiteren massiven Aufschlägen gedroht hatte. (sda/afp)

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