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Wer über Israel schreibt, hat schon verloren – ich werde es trotzdem weiter tun



Da ich mit einer gewissen Regelmässigkeit über den israelisch-palästinensischen Konflikt berichte, weiss ich, was dies unweigerlich mit sich bringt: Hass-Kommentare. Angesichts des Themas eigentlich nicht verwunderlich, wären da nicht die leidigen persönlichen Attacken. So auch wieder dieser Tage im Zusammenhang mit der Ausstellung «Breaking The Silence» in Zürich:

Aus dem Tweet entstand eine Unterhaltung. Wer Zeit und Lust hat, kann sie in voller Länge auf Twitter nachlesen. Wir wurden uns nicht einig.

Oder folgendes E-Mail nach dem Interview über die Ausstellung:

Hallo Herr Ramizani (sic)

Sind Sie froh, wieder etwas Munition gefunden zu haben, mit der Sie einige Salven gegen Israel schiessen können? Ihre Haltung ist klar und die Motivation dafür liegt auf der Hand. Nur eine Frage der Zeit, bis auch Watson dies merkt und die Konsequenzen zieht.

Freundliche Grüsse
[Name gelöscht] 

Der Verweis auf meine vermeintliche Haltung und Motivation (und Herkunft?) sowie meine berufliche Zukunft erinnern mich an das E-Mail, eines Zürcher Lokalpolitikers vor einigen Jahren. Darin legte er meinem Chef nah, er solle doch endlich diesen «im Antizionimsus verkleideten Antisemiten» (gemeint war ich) entlassen.

Die Gehässigkeit kommt meistens von fanatischen Anhängern «Eretz Israels» – aber nicht immer: Als ich einmal den Grünen Nationalrat Daniel Vischer, Präsident der Gesellschaft Schweiz-Palästina, anrief, schleuderte er mir wütend entgegen: «Sie berichten doch immer pro-israelisch!»

Egal, was man schreibt, eine Seite wird damit ein Problem haben. Der Vorwurf ist stets derselbe und selten inhaltlich begründet: Warum kritisieren Sie immer nur die eine, und nie die andere Seite? Eine simple Archivsuche zeigt, dass durchaus beide Seiten kritisiert werden. In den vergangenen Tagen berichtete watson über eine Israel-kritische Ausstellung. Zuvor gab es Hamas-kritische Artikel zum Beispiel hier, hier und hier.

Wahrscheinlicher ist, dass fanatische Israel-Anhänger nur Israel-kritische Artikel wahrnehmen und die anderen ausblenden. Der Autor des obenstehenden E-Mails warf mir vor, man könnte ja auch einmal ein Interview mit dem israelischen Botschafter machen. Das haben wir getan. Aber es bringt nichts, denn in den Augen jenes Lesers ist jeder Israel-kritische Beitrag einer zuviel. Und kein Israel-freundlicher wird ihn jemals aufwiegen.

Möglich ist, dass Israel-kritische Beiträge bei den Lesern generell mehr Beachtung finden. Vielleicht weil an Israel die Massstäbe einer Demokratie angelegt und Verfehlungen darum strenger beurteilt werden. Die Palästinenserbehörde ist keine Demokratie, von der Hamas ganz zu schweigen. Oder vielleicht haben die Palästinenser den Underdog-Bonus, wie die ehemalige Zentralpräsidentin der Gesellschaft Schweiz-Israel, Vreni Müller-Hemmi, einmal mutmasste.

Es gibt nur einen Weg, den Anfeindungen für immer zu entkommen: Gar nichts mehr zu schreiben. Das geht aber nicht.

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Wie berichtet watson über den Nahostkonflikt?

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  • 12%Zu Israel-kritisch
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Der jüdische US-Komiker Jon Stewart kam zu ähnlichen Erkenntnissen:

«Burning Man» in Israel

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48
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    Alle Leser-Kommentare
  • AdiB 09.06.2015 17:29
    Highlight Highlight Waltz with Bashir, ist ein israel kritischer film der auf mehreren interviews mit israelischen soldaten bassiert wie die erlebnisse des autors und ressigeurs. sehr zu empfehlen und bringt etwas licht, wieso gewiesse leite israel nie verzeihen können.
    5 4 Melden
    • AdiB 09.06.2015 22:13
      Highlight Highlight hab schon alles verstanden. doch hatte ari doch gemeldet das im lager ein massaker geschieht und was war die antwort die er bekam. die führung von israel wusste was dort zu und her gehen würde und trozdem liessen sie zu das ein genozid begangen wird.
      es ist das selbe wie mit der un in srebrenica, aber da hat holland letztes jahr charakter gezeigt und einige soldaten ihrer soldaten verurteilt.
      3 1 Melden
  • meraxes (1) 09.06.2015 12:32
    Highlight Highlight Kian, über den Konflikt zu berichten ist wichtig. Position beziehen ist ok. Ausgewogenheit entsteht durch ein Gesamtbild, das man sich durch Konsultation verschiedener Quellen zusammenstellt. Lest Watson, Haaretz, Ma'an, Jerusalem Post, BBC und NYT, Breaking the Silence, +972 Mag, und andere, wenn ihr Ausgewogenheit wollt. Hinter jedem Artikel steht ein Mensch, der aus einer Perspektive berichtet. Verschiedene Perspektiven geben Ausgewogenheit.
    15 3 Melden
    • Kian 09.06.2015 17:56
      Highlight Highlight Stimmt genau. Wer davon aber nur eines lesen will, dann bitte watson:-)
      6 3 Melden
    • meraxes (1) 11.06.2015 19:14
      Highlight Highlight Wer nur eines lesen will, soll bitte nicht Ausgewogenheit verlangen
      4 0 Melden
  • PaterCamillo 09.06.2015 11:05
    Highlight Highlight Ich verfolge Ihre Berichterstattungen ebenfalls sehr gerne, obwohl ich den israelisch-palästinensischen Konflikt oftmals anders beurteile und bewerte. Ein Punkt scheint mir aber besonders bei der Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt wichtig: Gerade NGOs steuern immer stärker das Bild dieses Konflikts in der Öffentlichkeit (auf diesem geografisch eher kleinen Gebiet betätigen sich überdurchschnittlich viele NGOs). Deshalb iliegt eine kritische Berichterstattung, in der auch die NGOs hinterfragt werden, im Interesse des guten und ausgewogenen Journalismus.
    9 1 Melden
  • illie 09.06.2015 10:24
    Highlight Highlight Ja, die israelische Armee und Regierung verüben Kriegsverbrechen und ja, der bewaffnete Arm der Hamas verübt Terroranschläge und Raketenangriffe auf Israelische Zivilisten. Es gab und gibt aber auf beiden Seiten Menschen, die diesen Konflikt beenden wollen. Ich glaube, dass es nicht zu viel verlangt ist, nicht nur schwarz und weiss zu sehen. Kritik ist angebracht, aber eure Schuldzuweisungen könnt ihr euch sparen.
    15 1 Melden
    • illie 09.06.2015 10:58
      Highlight Highlight PS: dieser Kommentar ist nicht an die Watson-Redaktion gerichtet
      4 3 Melden
  • alessandro 09.06.2015 07:31
    Highlight Highlight ich finde es einfach unglaublich, dass ein land das andere komplett von der aussenwelt abriegeln kann und sogar hilfsgütertransporte attackiert, mit streubomben in dichtest besiedelte gebiete vorgehen etc. ohne dass es irgend einer interessiert. viertgrösste armee vs ein armes land. und das soll man nicht kritisieren dürfen?
    35 21 Melden
    • Michael Mettler 09.06.2015 10:32
      Highlight Highlight Sie waren wohl noch nie in Israel oder Palästina (resp. Gaza-Streifen). Sie plappern irgendwelche einseitigen sowie undifferenzierte Argumente nach und genau das verschärft den Konflikt. Einfach das wir uns verstehen: ich verurteile die Greueltaten auf beiden Seiten auch!
      15 10 Melden
    • meraxes (1) 09.06.2015 11:03
      Highlight Highlight Ich habe da gelebt und gearbeitet und gebe alessandro Recht. Als Besatzungsmacht kommt Israel die Verantwortung zu, die Grundrechte der Zivilisten zu wahren. Tut er allerdings nicht und verletzt hiermit als Unterzeichnerstaat zahlreiche Artikel der IV. Genfer Konvention.
      21 10 Melden
  • flemming 09.06.2015 01:06
    Highlight Highlight Das mit den Israelis ist ein ganz schwerer wunder Punkt, da sie nicht in der Lage sind "richtig zu denken", weil sie immer nur ihre Ansichten sehen; das "andere" auch zu sehen ist wie mit Blindheit geschlagen. Die Poltitik Israels wird doch nur von den Amis bestimmt, so wie in Europa auch, da haben doch Israel und die Nachbarn überhaupt keine Chance dagegen. Wer A sagt muss auch A-merika sagen, die haben das sagen sonst nichts. Wer will sich denn gegen eine Zahlendeübermacht stemmen? Der Konflikt im nahen Osten wird nie-und nimmer, gelöst werden solange Amerika seine Finger weiter im Spiel hat
    8 26 Melden
    • Michael Mettler 09.06.2015 07:30
      Highlight Highlight Sehr lustige Beschreibung eines sehr viel komplexeren Konfliktes.
      25 3 Melden
  • Pippo30 08.06.2015 22:00
    Highlight Highlight Die Israel Lobby ist in den USA sehr mächtig, wenn man als Journalist das falsche schreibt, kann es schon passieren das man entlassen wird. Leider werden unsere Medien auch Hauptsächlich von den Amis diktiert, deshalb ist es hier auch ein Tabu über die Kriegsverbrechen der Israelis zu reden.
    53 30 Melden
    • 1337pavian 14.06.2015 10:26
      Highlight Highlight "Kriegsverbrechen" ist leider ein allzu beliebter Pleonasmus. Der zweite Weltkrieg ist so ein "schönes" Beispiel:
      Fast jede Nation, die daran beteiligt war, machte sich derer schuldig. D, J, USA, GB, R; im Krieg gibt es kein Gut oder Schlecht - sofern es das überhaupt geben sollte. Glauben Sie das wirklich, sind Sie schon ein Opfer von Propaganda. Und vielleicht bald Kunde des MIC.
      3 2 Melden
  • Commodore 08.06.2015 21:37
    Highlight Highlight Ach, Herr Ramezani, mit Ihnen ist dass ist wie mit den Mohammed-Karikaturisten die alles dürfen und wenn einer die Juden kritisiert ist er Antisemit. ;)
    Nicht unterkriegen lassen - ich würde mich sogar freuen, wenn die Schandtaten der IDF hier etwas näher beleuchtet würden.
    61 13 Melden
  • poga 08.06.2015 21:11
    Highlight Highlight Hallo Kian. Ich finde es mutig von dir dass du dich persönlich hinstellst und diesen Kommentar schreibst. Ich bin aber in einem Punkt anderer Meinung wie du. Ich glaube nicht dass konservative israelische Kreise die Hamas kritischen Artikel ausblenden. Ich glaube dieses Verhalten basiert eher auf einer Angst das wenn man diese Artikel zulässt die ganze Welt sich gegen Israel verbündet. Es kommt mir zumindest ab und zu so vor.
    32 11 Melden
  • Michael Mettler 08.06.2015 20:03
    Highlight Highlight @Ramezani: Ich finde es toll wenn ein Journalist aus einer Sicht schreibt und dies klar deklariert. Und in einem späteren Artikel das ganze von der gegenteiligen Seite.
    28 4 Melden
  • G. 08.06.2015 19:36
    Highlight Highlight Zum Autor des Artikels:
    ------------------------------------
    Bravo! Einer der wenigen der Mut zeigt und hartnäckig weiterfährt.

    Möge es Dir gelingen, dass sich die Wahrheit von Israel doch noch zeigt.

    Zum Thema des Artikels:
    --------------------------------------
    Wie irgendwo in den Kommentaren steht:
    Wir haben es im Thema mit "Schwarz/Weiss" Denken zu tun, resp. mit "Richtig/Falsch"

    Offenbar haben die kriegerischen Leute ein "sowohl als auch"noch nicht gelernt.

    Und kein Wunder, dass Europa soviele Zuwanderungen hat. Diese Leute, die in der Not "auswandern", resp. flüchten, und das Wort "Flüchtling" bereits einen negativen Touch hat, sind in meinen bescheidenen Aufen, nicht anderes als Menschen wie wir, die das "sowohl als auch" erkannt haben oder bereits gekannt haben.

    Wenn ich lesen muss, dass erneut so und soviele Leute irgendwo auf der See verreckt sind und zusätzlich noch ein Vermögen bezahlen mussten, damit sie drei Monate auf See in einem Stahlcontainer mit einem Abfalleimer als Toilette für 30 Leute leben mussten (Im Stahlcontainer!!!) und dann noch lesen muss, dass das westliche Europa (ich zähle uns Schweizer dazu) noch mudrig tut mit der Einwanderung. Und jedes Land trotzdem wir im 21. Jahrhundert leben wie ein ADHS-Kind, unfähig zur Zusammenarbeit und einer gemeinsamen Koordination, nur für sich schaut, dann, tja dann, werden wir auch die Krisenherde nie in den Griff kriegen!

    Klar?

    Will ich einen Krieg (grosse Energie) eindämmen, dann entziehe ich ihm nicht nur die Ressourcen sondern auch die Menschen! Es hat jeder die Chance dazuzulernen! Und wenn ich eine gewisse Lektion im Leben nicht lernen kann (warum auch nimmer), werde ich früher oder später das Lerngeld mit meiner Gesundheit oder meinem Leben bezahlen!

    Klar?

    Anstatt, dass wir den Fehler in Konfliktländern suchen und mit dem Finger darauf deuten und verurteilen, suchen wir den Fehler lieber bei uns!

    Europa! Suche den Fehler bei Dir selber und verändere Dich durch Erkenntnis!

    Mehr Länderûbergreifende Zusammenarbeit und Koordination ist gefragt!

    Europa! Es wird Zeit, dass auch Du dazulernst und begreifst, dass wir globaler werden!

    Kann es Europa, werden die Russen folgen und schliesslich Amerika!

    Ich bin der Meinung und glaube daran, dass wir Europäer das können!

    Meiner bescheidenen Meinung nach haben wir Menschen nur noch als Länderübergreifende Zusammenarbeit und Koordination eine Chance!

    Alles andere wird meiner unbedeutenden Meinung nach nur noch zu mehr Engpässen, Finanzkrisen und Kriegen führen, die uns nicht mehr und nicht weniger als einfach Schaden antun.

    27 8 Melden
    • TheMan 08.06.2015 19:49
      Highlight Highlight Was ist den die Wahrheit hinter Israel? Müsste man nicht entlich mal das Wahre Gesicht des Islams zeigen? Doch die Medien haben alle Angst das so etwas wie bei Charlie Hebdo bei Ihnen passieren würde, falls die Wahrheit über den Islam heraus kommt. Israel bzw. die Juden in Israel leben dort in Ihrem Verheissenem Land. Sogar Mohammed hat das bestätigt. Falls Mohammed jemals gelebt hat. Beweise dafür gibt es keine.
      18 63 Melden
    • Michael Mettler 08.06.2015 19:52
      Highlight Highlight ???
      20 3 Melden
    • Sir Jonathan Ive 09.06.2015 13:37
      Highlight Highlight @sebastian moser
      beweise für Mohammeds Leben gibt es keine?
      wenn du schon Islamexperte spielst dann lerne wenigstens die Fakten kennen.
      und kläre uns doch bitte auf. Was ist die Wahrheit über den Islam deiner Meinung nach?
      2 2 Melden
  • Stratosurfer 08.06.2015 19:35
    Highlight Highlight Nicht beirren lassen Herr Ramezani. Ich fand Ihre Berichtserstattung bis anhin sehr ausgeglichen. Das beweist auch die Kritik von beiden Seiten. Weiter so!
    48 4 Melden
  • SanchoPanza 08.06.2015 19:24
    Highlight Highlight @diejenigen die jetzt trotzdem gegen den 'staat' israel wettern. Ihr meint es vermutlich alle richtig, aber bitte schriebt doch die israelische Regierung und nicht Staat! Staat schliesst alle, auch die Opposition und die arabischen Israelis mit ein...
    39 2 Melden
    • phreko 08.06.2015 21:13
      Highlight Highlight Und wenn man eigentlech die Mehrheit der Wähler meint (inkl. denen die sich ihrer Stimme enthalten), wie soll man das nennen?
      17 4 Melden
    • SanchoPanza 08.06.2015 21:37
      Highlight Highlight wie wärs mit Israelis? Mit dem Term 'Staat Israel' sind viele Kommentare einfach nah an der Grenze um den Staat Israel an sich in Frage zu stellen, und damit sein Existenzrecht. Und das finde ich, gelinde gesagt, heikel.
      PS: persönlich finde ich sie sollten sich schleunigst aus den besetzten Gebieten abziehen und die Siedlungen den Palästinensern überlassen und sie endlich einen Staat gründen lassen (Aber bitte demokratisch)
      17 1 Melden
  • thompson 08.06.2015 19:17
    Highlight Highlight israel geliebtes israel, viele reden darüber nur wenige waren da. sollen doch die israelkritiker 3 tage in gaza leben dort die hamas für ihre verbrechen kritisieren. hier und im heilgen land bekommt ihr vielleicht den vorwurf von antisemitismus an den kopf geworfen. in gaza würdet ihr geköpft werden
    22 79 Melden
    • thompson 08.06.2015 19:25
      Highlight Highlight und übrigens. journalisten die nicht an der front waren, sind wie prediger in der wüste. oder hat unser journalist erfahrung vor ort?
      6 67 Melden
    • Hierundjetzt 08.06.2015 19:44
      Highlight Highlight Genau. Und wer nicht schwul ist, darf darüber auch keine Meinung haben. Merkst Du was lieber Thompson? Ich wünsche mir eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Themenkreis und ein Anerkennen, dass nicht alles so Rund läuft im Staat Israel wie gewünscht. Ist das wirklich zu viel verlangt? Der Konflikt wird so oder so gelöst: Mit oder ohne Israel. Das ist uns allen bewusst. Ich wünsche mir hingegen, dass Israel seine Stellung und sein Können für eine aktive Konfliktlösung wahrnimmt.
      39 3 Melden
    • Kian 08.06.2015 19:54
      Highlight Highlight Ich war mehrmals in Israel. Nach Gaza würde ich kaum eine Einreisebewilligung (von den israelischen Behörden) erhalten, sogar dem deutschen Aussenminister Steinmeier wurde sie kürzlich verweigert.
      59 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Openyourmind 08.06.2015 19:13
    Highlight Highlight Kian, Sie machen gute Arbeit, die Israel-Artikel sind gut recherchiert, klar und verständlich. Ausgewogen und ohne eine Seite zu bevorziehen (es gibt allerdings anderes wo ich nicht wirklich mit ihnen einig bin, aber das ist ja OK, wir müssen nicht gleicher Meinung sein).
    36 3 Melden
    • Kian 08.06.2015 19:57
      Highlight Highlight Vielen Dank. Wir müssen tatsächlich nicht überall gleicher Meinung sein. Trotzdem würde es mich interessieren, welche Themen/Beiträge du meinst.
      12 2 Melden
    • Openyourmind 08.06.2015 20:04
      Highlight Highlight @Kian, letzte Woche haben Sie über das neue IS Radiosender berichtet - siehe unsere Diskusion dort ;-)
      10 1 Melden
  • Rodolfo 08.06.2015 19:06
    Highlight Highlight Kian Ramezani, mach weiter so. Ich lese (fast) alles von Dir, bin sehr an Palästina und Israel interessiert. Die Umfrage zeigt (Stand 8-6-15/ 18 40h)mit 55% dass Du ausgewogen berichtest.
    Was Du allerdings unterlassen hast: Über Ayelet Shaked (Parlamentarierin) zu schreiben: Sie hat in einem Interview vorgeschlagen, "alle palästinensischen Mütter zu töten, damit keine neuen Terroristen heranwachsen können" (sic)
    24 3 Melden
  • Ehringer 08.06.2015 18:39
    Highlight Highlight Mir ist scheissegal ob ein Land von Weissen, Schwarzen, Schwulen, Lesben, Juden oder pinken Einhörnern besiedelt ist. Wenn dieses Land jedoch mit Gewalt gegen Zivilisten versucht, eine andere Bevölkerungsgruppe aus ihrer Heimat zu vertreiben, dann werde ich das kritisieren. Ich bin deshalb weder rassistisch, homophob, antisemitisch oder contra pinke Einhörner. Das Verhalten der israelischen Regierung hat Kritik verdient genau so wie das Verhalten der Hamas Kritik verdient hat. Und du, lieber Kian, machst das sehr gut; und ihr, liebes Watson-Team, macht es leider als einzige. Gut gemacht.
    84 6 Melden
  • Ruffy 08.06.2015 18:32
    Highlight Highlight Das Problem liegt wohl weniger beim Autor, zumindest die Artikel die ich gelesen habe, erscheinen mir ausgewogen. Und gerechtfertigte, begründete Kritik ist immer in Ordnung.

    Das Problem ist viel mehr das Schwarz / Weiss denken vieler (auch immer mal wider in den Kommentarspalten hier zu lesen), dadurch wird halt jede Kritik an der unterstützten Seite als ungerechtfertigt bzw. grundsätzlich falsch angesehen.

    Ich freue mich immer über Artikel die die Verschiedenen Meinungen innerhalb der jeweiligen Gruppen zum Konflikt zeigen, dann sehen evtl. auch die Schwarz / Weiss Denker dass es dazwischen noch viele Grauschattierungen gibt.

    jm2c.

    Ps. Das gleiche Muster lässt sich z. B. auch beim Ukraine Konflikt beobachten.
    14 1 Melden
  • Mcd27 08.06.2015 18:23
    Highlight Highlight Wenn man was gegen den Staat Israel sagt, wird man sofort als Antisemit abgestempelt. Aber wenn man was gegen Muslime sagt oder sie kritisiert, redet man von Meinungsfreiheit. Irgendwas ist doch faul hier...
    46 8 Melden
    • Chlinae_Tigaer 06.08.2015 10:20
      Highlight Highlight @Mcd27

      Sagt man was gegen Muslime wird man sofort als Islamophob betitelt. Mehr noch... Beleidigungen, Unterstellungen, Anfeindungen und Lüge(n) werden dann plötzlich Salonfähig.
      1 1 Melden
  • Hierundjetzt 08.06.2015 18:05
    Highlight Highlight Einen Staat darf man jederzeit kritisieren, einfach wann immer möglich alle Aspekte beleuchten. Der Staat Israel darf und soll mit jedem anderen demokratischen Staat gemessen werden. Das hat er, wie unser Staat verdient
    44 2 Melden
  • Chlinae_Tigaer 08.06.2015 17:40
    Highlight Highlight Zitat; ... gab es Hamas- kritische Artikel... Zitatende.

    Vielleicht wäre es besser mal einen Palästinenser ! - kritischen Artikel zu schreiben
    (Hamas mit eingeschlossen.)

    Und nicht nur über die Hamas.
    19 19 Melden
    • JThie 08.06.2015 19:15
      Highlight Highlight Oder einen Artikel, der all diese Abspaltungen genau aufzeigt (im Internet kursieren hierzu ein wenig zu viele ungenaue Beiträge, die sich teils wiedersprechen.)
      Ich hoffe ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, dass ich den Überblick langsam verloren habe...
      11 1 Melden
  • Angelo C. 08.06.2015 17:31
    Highlight Highlight Ich konnte in den bisherigen Berichten eigentlich nie wirklich unausgewogenes ausmachen. Es gibt also m.E. auch keinen einsehbaren Grund, an der bisherigen Berichterstattung etwas wesentliches zu verändern!

    Sicher sinnvoll, beide Seiten zu mehr gegenseitigem Verständnis und zur Mässigung aufzurufen, die Palästinenser genauso für ihre steten Raketenwürfe zu kritisieren, wie die Israelis für die anrüchigen und illegalen Siedlungsbauten auf annektiertem Land, das ihnen nicht gehört. Jede dieser beiden Parteien, vielleicht mit Ausnahme einzelner Hamasführer und dem Hardliner Nethanjahu, sowie einigen orthodoxen Parteiführern, sind sich im tiefsten Innern schon bewusst, dass nur eine saubere Zweistaaten-Lösung nachhaltige Entlastung bedeuten könnte. Aber eben, bis sich diese Erkenntnis in die Praxis umsetzt, sind wir wohl noch einige Jahre älter geworden...
    19 2 Melden
  • Intellectualproperty 08.06.2015 16:59
    Highlight Highlight Ich finde es sehr gut beide Seiten ein wenig ins Visier zu nehmen. Interessant finde ich, dass Israel-kritische Berichte meist von der Regierung handeln und die Palästina-kritischen meist über die Hamas (die Hamas ist eine terroristische Organisation und keineswegs eine Art palästinensische Regierung) Generell sollte auf Seiten von Pro-Palästina-Leuten Kritik an der Hamas nicht als zionistisch angesehen, genau wie Kritik an Israels Regierung (aus meiner Sicht gerechtfertigt) genausowenig als antisemitisch angesehen werden.
    43 4 Melden
  • tkey 08.06.2015 16:29
    Highlight Highlight mach weiter so. gefällt mir sehr und bringt mich z.t. zu einer auseinandersetzung mit meinen eigenen ansichten was auch andere zulassen sollten.
    63 4 Melden
  • Ridcully 08.06.2015 16:17
    Highlight Highlight Solange beide Seiten sich gegenseitig das Existenzrecht absprechen, ist eine Verständigung natürlich schwierig. Vielleicht wäre dies es ein Anfang, anzuerkennen, dass eben beide "Gruppen" da sind und auch da bleiben. Insofern ergäbe sich die Konsequenz, darüber zu reflektieren, WENN die andere Seite zu "eliminieren" keine Option ist, DANN die einzige Möglichkeit darin besteht sich miteinander zu arrangieren.
    Aussenstehende Parteien sollten daher ausschliesslich Personen/Gruppen unterstützen, welche die Existenz der "Anderen" ausdrücklich anerkennt.
    53 2 Melden

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