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epa05158075 Secretary General of the Freedom Party of Austria (FPO), Harald Vilimsky (L-R), federal chairwoman of Alternative for Germany (AfD), Frauke Petry, federal chairman of the FPO, Heinz-Christian Strache, and North Rhine-Westphalia state AfD chairman, Marcus Pretzell, speak at a press conference ahead of the 'European Visions' conference in Duesseldorf, Germany, 13 February 2016.  EPA/MARIUS BECKER

Vertreter der deutschen AfD und der österreichischen FPÖ geben nach ihrer gemeinsamen Konferenz den Medien Auskunft.
Bild: EPA/DPA

Rechtspopulisten von AfD und FPÖ suchen «Schweizer Partner» – und alle rätseln, wer das sein könnte 

Die nationalistische deutsche Oppositionspartei Alternative für Deutschland (AfD) hat eine engere Kooperation mit der österreichischen FPÖ bekannt gegeben. Auch eine Schweizer Partei soll dem Bündnis angehören – welche, das sagen die Parteiführer nicht.



Diese «Blaue Allianz» zwischen AfD und FPÖ sei das Ergebnis der Konferenz «Visionen für Europa» in Düsseldorf, teilte der AfD-Landesverband Bayern am Donnerstagabend mit. Bei der Veranstaltung war auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als ein Hauptredner aufgetreten.

Der bayerische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron betonte am Donnerstag, dass die Zusammenarbeit zwischen AfD und FPÖ aus geografischen Gründen ihren Schwerpunkt zunächst in der bayerisch-österreichischen Grenzregion im Raum Salzburg und Passau haben werde.

Die «Blaue Allianz» bedeute, dass ab sofort Mitglieder der AfD zu ihren Veranstaltungen auch Redner aus den Reihen der FPÖ einladen können und umgekehrt, obwohl die beiden Parteien unterschiedlichen Fraktionen im Europäischen Parlament angehören und in vielen Punkten auch verschiedene Positionen vertreten.

epa05158078 Federal chairwoman for the party Alternative for Germany (AfD), Frauke Petry, and the federal chairman of the Freedom Party of Austria (FPO), Heinz-Christian Strache, speak at a press conference ahead of the 'European Visions' conference in Duesseldorf, Germany, 13 February 2016.  EPA/MARIUS BECKER

Frauke Petry und Heinz-Christian Strache möchten auch mit einer Schweizer Partei zusammenarbeiten.
Bild: EPA/DPA

Auch mit Schweizer Partei

Die internationale Zusammenarbeit mit ähnlich «wirtschaftsliberalen und wertkonservativen Parteien» soll künftig auch mit der Schweiz und Tschechien gesucht werden, erläuterte der bayerische Landesvorsitzende weiter.

Um welche Schweizer Partei es sich dabei handelt, wollte Bystron auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA noch nicht verraten. Man habe die Schweizer Partei mit Absicht nicht genannt, solange die Zusammenarbeit auch offiziell nicht besiegelt sei.

Vom Profil her wäre wohl die SVP prädestiniert. Doch diese ziert sich regelmässig, bei europäischen Zusammenschlüssen mitzumachen. Avancen machte auch schon der rechtspopulistische Front National in Frankreich, die SVP distanzierte sich jedoch. (trs/sda/apa)

Die SVP-Abstimmungsplakate über die Jahre

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herbert Anneler 07.03.2016 16:26
    Highlight Highlight Schwer zu erraten! Die AfD hat mit einem Slogan geworben, der im Vorfeld der DI auch meinen Briefkasten traumatisierte: "Schützt eure Töchter!" Der Apfel verfault nicht weit vom Stamm...
  • Daniel Caduff 19.02.2016 11:29
    Highlight Highlight Bei der SVP wäre es eine Überraschung. Bisher hat sie mit den europäischen Rechtsaussen-Parteien immer nur inoffiziell Kontakt gehalten, vor allem über ihren "Verbindungsoffizier" Oskar Freysinger und ein paar anderen (Fredy Heer, Ulrich Schlüer). Hingegen sucht EX-PNOS-Mitglied Ignazi Bearth mit seiner DPS seit längerem den Kontakt zur FPÖ und tritt auch regelmässig an PEGIDA-Veranstaltungen auf. AFD-Chefin Frauke Petry wiederum sucht ebenfalls die Nähe zu PEGIDA.

    Aber insgesamt sind internationale Kooperationen von nationalistischen Parteien irgendwie sowieso etwas schizophren.
  • Sveitsi 19.02.2016 10:39
    Highlight Highlight Die jeweiligen Parteien schliessen sich mit Ausländern zusammen? Uuuaaah!
    • seventhinkingsteps 20.02.2016 10:40
      Highlight Highlight Sogar mit teilweise kriminellen Ausländern :D
  • andersen 19.02.2016 09:33
    Highlight Highlight zutre

    Das dänische Volkspartei ist nicht moderat, sie wählen nicht die Worte, fremdenfeindliche Gesinnungen ist leider sehr verbreitet und sie spalten die Bürger.
    Und sie sitzt zum Glück nicht in der Regierung.
  • Pius C. Bünzli 19.02.2016 09:10
    Highlight Highlight "braune Allianz" wäre passender gewesen als blaue..
  • andersen 19.02.2016 07:29
    Highlight Highlight Le Pen bekommt kein Kredit in Frankreich, aber in Russland.
    Und sie sitzt in das Parlament in Brüssel.
    Wenn der SVP, die auch der Bundesrat vertritt ein funken von Verstand hat, wird sie sich von dieser Parteien distanzieren.

    70 Jahre Frieden in Europa, dass hat man die rechtsradikalen Parteien nicht zu verdanken.
    Alle Länder in der EU hat es immer früher geschafft, dass keine Rechtsradikalen und Kommunisten in die Regierungen sitzt.
  • Domino 19.02.2016 07:13
    Highlight Highlight Die sollen zuerst mal für sich schauen, dass sie erwas auf die Reihe kriegen. Internationale Kooperationen suchen wiederspricht Volksparteien, da diese das eigene Volk im Zentrum sehen. Ideen tauschen ist okay. Die SVP wird sicher nicht den Kopf hinhalten wollen wenn es Entgleisungen von deutschen Nationalisten in die sozialistische Richtung geben wird. Klar gibt es zwischen den Parteien Schnittmengen. Will man suverän & unabhängig bleiben, so ist dies keine Option.
    Ich bin eher Rechts, aber solche Kooperationen sind mir suspekt. Schlussendlich soll dann noch die antisemitin le Pen mitmachen?
  • kettcar #lina4weindoch 19.02.2016 06:48
    Highlight Highlight Passend dazu ein Gruss aus Basel:
    Play Icon
  • Yolo 19.02.2016 06:06
    Highlight Highlight Wuha, wer das sein wird? SVP*hust*

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