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UNO-Generalversammlung: Amherd wirbt für inklusivere Friedensarbeit

Amherd wirbt für inklusivere Friedensarbeit

25.09.2024, 23:1025.09.2024, 23:10
epa11622668 Swiss President Viola Amherd speaks during the General Debate of the 79th session of the United Nations General Assembly at United Nations Headquarters in New York, New York, USA, 24 Septe ...
Viola Amherd auf grosser Bühne.Bild: keystone

Friedensarbeit muss nach Ansicht von Bundespräsidentin Viola Amherd inklusiver werden. Frauen leisteten einen wichtigen Beitrag zu Friedenslösungen.

«Diesen Beitrag müssen wir anerkennen und stärken», forderte Amherd am Mittwoch an einer Sitzung des Sicherheitsrates zum Thema Leadership für Frieden". Leadership heisse weiter, Normen zu setzen, diese hochzuhalten und zur Rechenschaft zu ziehen, wer das Recht verletze, sagte die Bundespräsidentin. Die Weltgemeinschaft dürfe den Rechtsbrüchen der russischen Invasion in der Ukraine, im Nahen Osten, im Sudan oder in Myanmar nicht tatenlos zusehen.

Appell an Israel und die Hisbollah

Amherd erklärte, dass die Schweiz zutiefst besorgt sei über die Luftangriffe Israels im Libanon und die Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel. Sie rief auf zur Einstellung der Feindseligkeiten und zur Rückkehr zur Diplomatie.

Die Schweiz engagiere sich im Sicherheitsrat entschieden für Frieden, Stabilität und den Schutz der Zivilbevölkerung. «Mit der von der Schweiz eingebrachten Resolution zum Schutz des humanitären und des UNO-Personals untermauern wir unser Engagement», sagte Amherd.

Mehr Konfliktprävention

Besondere Bedeutung komme im Weiteren der Prävention zu. Im zu Beginn des Uno-Gipfels verabschiedeten «Pakt für die Zukunft» hätten sich die Staaten verpflichtet, vermehrt Konflikte zu verhindern, anstatt bloss deren Folgen zu lindern. Zur Prävention gehören laut Amherd Entwicklungs- und Sicherheitsaspekte, aber vor allem der Respekt der Menschenrechte: «Ohne Schutz und Förderung universeller Menschenrechte kann es keinen nachhaltigen Frieden geben.»

Amherd, die am Mittwochabend in die Schweiz zurück reiste, schloss ihre Rede vor dem Sicherheitsrat mit einem Aufruf zur Zusammenarbeit. «Keiner kann allein bestehen. Es braucht Partnerschaften, Mut und Vertrauen zwischen den Staaten», sagte die Bundespräsidentin. (sda)

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