DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Boko Haram Panzer

Boko-Haram-Kämpfer posieren vor ihren erbeuteten Panzern – dabei soll es sich auch um ein 6x6-Modell der Schweizer Firma Mowag handeln. Bild: Twitter alex mello

Nigerias Armee holt sich ihren Schweizer Panzer zurück – Boko Haram hatte ihn «ausgeliehen»



Vor 30 Jahren durfte man das noch: Schweizer Panzer nach Nigeria liefern. Die gute Nachricht für den Rüstungshersteller Mowag aus Kreuzlingen TG: Die Dinger fahren offenbar immer noch. Die weniger gute: Zeitweise sassen Terroristen von Boko Haram am Steuer.

Seit mehreren Jahren tauchen immer wieder Bilder auf, die belegen sollen, dass die Terrororganisation, die in mehreren afrikanischen Staaten aktiv ist, von der nigerianischen Armee unter anderen Panzer aus Schweizer Produktion ergattert hat. Ebenfalls wiederholen sich die Berichte, wonach die Armee den Terroristen die Ware mal mehr und mal weniger beschädigt wieder abtrotzt.

A Chadian soldier walks past an armored vehicle that the Chadian military said belonged to insurgent group Boko Haram that they destroyed in battle in Gambaru, Nigeria, February 26, 2015. The Chadian military said that Boko Haram had taken the vehicle from the Nigerian military. Picture taken February 26, 2015. REUTERS/Emmanuel Braun (NIGERIA - Tags: MILITARY CONFLICT)

Platt: Von Boko Haram gefahrener Panzer. Bild: STRINGER/REUTERS

Das soll ihr zuletzt Ende Juli gelungen sein, glaubt man den Recherchen von 20 Minuten. Ein Fahrzeug vom Typ Piranha I 6x6 war demnach unter der Beute. Hersteller Mowag bestätigt der Zeitung, es handle sich «mit grosser Wahrscheinlichkeit» um einen Piranha I, der vor rund dreissig Jahren an den nigerianischen Staat geliefert worden sei. 110 Schweizer Piranhas soll das Land heute noch besitzen.

Seit 1998 hat die Schweiz unter dem aktuellen Kriegsmaterialgesetz nie mehr Waffenexporte nach Nigeria bewilligt. Zum jüngsten Fall sagt ein Sprecher des Staatssekretariat für Wirtschaft Seco, es seien noch viele Fragen offen. (kad)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nach Terroranschlag in Wien: Weiterer Verdächtiger festgenommen

Fünf Monate nach dem Terroranschlag in Wien haben Ermittler einen weiteren Mann als möglichen Beitragstäter identifiziert. Die Wiener Staatsanwaltschaft bestätigte am Samstag, dass ein 21-Jähriger am Vortag in der österreichischen Hauptstadt festgenommen wurde. Er stehe unter dringendem Verdacht, sagte eine Sprecherin. Wegen der noch laufenden Ermittlungen nannte sie keine Details. Zuvor hatte die «Kronen Zeitung» von der Festnahme berichtet.

Zusätzlich sitzen neun Personen als mögliche Helfer …

Artikel lesen
Link zum Artikel