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Video geleakt: Finnlands Regierungschefin steht nach Party in der Kritik

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Video geleakt: Finnlands Regierungschefin steht nach wilder Party in der Kritik

Sie hat sichtlich Spass und tanzt ausgelassen mit einer jungen Partymeute. Doch Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin erhält dafür nicht nur Lob.
18.08.2022, 13:2704.04.2023, 09:20
Ein Artikel von
t-online

Nicht das erste Mal, dass Sanna Marin mit ihrer Freude am Feiern in die Schlagzeilen gerät. Die 36 Jahre alte Regierungschefin Finnlands ist für ihre Festivalbesuche bekannt wie berüchtigt: Erst am vergangenen Wochenende sorgte sie mit einem Glitzerkleid für Aufsehen.

Doch diesmal scheint die Stimmung zu kippen. Ein Video, das derzeit in den sozialen Medien kursiert, spaltet die Gemüter.

Das Video: Finnische Premierministerin macht Party

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So formuliert beispielsweise der finnische Moderator Aleksi Valavuori auf Twitter zu dem Clip folgende Kritik: «Das ist Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin. Einige sagen, sie sei cool … vielleicht unter anderem Teenager. Aber eine verantwortungsvolle Führerin für ein Land in der Krise? Sie ist mit Abstand die inkompetenteste Premierministerin, die wir je hatten.» Anschliessend fordert er sie auf, zurückzutreten: «Bitte nehmen Sie Ihre Lederjacke und treten Sie zurück. Vielen Dank.»

Ein anderer schliesst sich an und meint: «Finnland leidet unter rekordhohen Strompreisen, einem Mangel an Fachkräften im Gesundheitswesen und in der Altenpflege, und so verbringt unsere Staatschefin ihre Zeit!»

Zeitpunkt lässt aufhorchen: «Was ein Zufall»

Andere hingegen bleiben bei ihrer Meinung und feiern die Finnin für ihren freimütigen Umgang mit ihrem Privatleben.

Ein User merkt an: «Was ein Zufall, dass nach Marins Einsatz für den finnischen Nato-Beitritt und den EU-Visa-Bann für Russen ein derartiges Video veröffentlicht wird.» Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich noch, wer für die Verbreitung des Videos verantwortlich ist.

Auch Marin selbst scheint davon sichtlich überrascht. Die Ministerpräsidentin erklärt am Donnerstag: «Das sind private Bilder, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.» Der Zeitung «Iltalehti» sagt sie weiter: «Ich bin traurig, dass sie veröffentlicht worden sind.» Sie habe darauf vertraut, dass sie nicht durchsickern würden. Gleichzeitig heisst es von ihr: «Ich habe nichts zu verbergen und ich habe nichts Illegales getan.»

Marin dementiert Drogengerüchte

Bei der Feier in privaten Räumlichkeiten vor einigen Wochen habe sie Alkohol getrunken, aber keine Drogen konsumiert. Mit ihren Freunden, zu denen etwa eine finnische Influencerin, eine Künstlerin und zwei Moderatorinnen zählen, sei sie anschliessend noch in zwei Bars weitergezogen. Sie verbringe ihre Freizeit genau wie andere Menschen in ihrem Alter. «Ich hoffe, dass das akzeptiert wird», sagte Marin dem Sender Yle. «Wir leben in einer Demokratie.» (t-online,sow )

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