International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Nur» noch 18,6%: Arbeitslosenquote in Spanien deutlich gesunken



In Spanien ist die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen - vor allem dank der vielen Touristen. Die Quote sank auf 18,6 Prozent und damit den niedrigsten Stand seit sieben Jahren, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag mitteilte.

Bis 2013 war die Quote auf fast 27 Prozent gestiegen, danach nahm sie stetig ab. Dennoch bleibt sie eine der höchsten in der Europäischen Union. Ein grosses Problem ist auch weiterhin die hohe Jugendarbeitslosigkeit mit einer Quote von knapp 40 Prozent unter den 20- bis 24-Jährigen.

Ende Dezember waren 4,24 Millionen Menschen in Spanien arbeitslos gemeldet, wie die Statistiker mitteilten. Das waren demnach 542'000 oder elf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Besonders gross war der Rückgang der Arbeitslosenzahl im Dienstleistungssektor - Spanien verbuchte 2016 wegen der instabilen Lage in der Türkei, in Ägypten und Tunesien einen Besucherrekord. 75 Millionen Touristen reisten ins Land.

Die Gewerkschaften beklagen allerdings, dass die Jobs in der Tourismusindustrie meist befristet und nicht sonderlich gut bezahlt sind. Auch auf dem Bau und in der Landwirtschaft nahm die Zahl der Arbeitslosen laut Statistik ab - in der Industrie dagegen blieb sie nahezu unverändert.

Die Regierung hatte den Rückgang der Arbeitslosenzahl schon Anfang Januar verkündet, gestützt auf Zahlen des Arbeitsministeriums. Es bleibe aber noch viel zu tun, sagte Regierungschef Mariano Rajoy am Donnerstag. Im EU-Durchschnitt betrug die Arbeitslosenquote im November 9,8 Prozent. Nur in Griechenland ist der Anteil der Arbeitslosen noch höher als in Spanien.

Spaniens Wirtschaft wächst seit 2014 wieder. Für das vergangene Jahr geht die Regierung von einer Zunahme des Bruttoinlandprodukts um 3,2 Prozent aus. Das wäre doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt. (sda/afp)

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 27.01.2017 07:14
    Highlight Highlight Im EU Bruderstaat Deutschland herrscht Fachkräftemangel. Warum koordiniert keine EU Instanz den Transfer von spanischen arbeitslosen Jugendlichen, um in D eine Ausbildung zum Facharbeiter zu machen? Stattdessen setzt Merkel D auf die Zuwanderung aus Nordafrika und Vorderasien.
    0 0 Melden

Das Image sei bedroht – die Party-Insel Ibiza will Netflix verklagen

Es sollte ein harmloser Geschäftsausflug nach Barcelona werden. Doch dann kam Harper auf die Idee, ihre Freundinnen mit auf die Reise zu nehmen. So kommt es, dass sie sich in einen berühmten DJ verliebt. Dieser muss jedoch am darauffolgenden Tag für einen weiteren Auftritt nach Ibiza reisen. Ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein, folgen ihm die drei Frauen.

Das ist der Inhalt der kommenden Netflix-Komödie «Ibiza», welche aktuell im spanischen Tourismus-Ministerium für grosse …

Artikel lesen
Link to Article