International
Spanien

Spanien erlaubt als erstes Land in Europa den «Menstruationsurlaub»

Spanien erlaubt als erstes Land in Europa «Menstruationsurlaub»

01.06.2023, 18:2801.06.2023, 18:30

Spanien ist das erste Land in Europa, in dem Frauen «menstruationsfrei» machen dürfen. Am Donnerstag trat das Gesetz über Sexual- und Reproduktionsgesundheit in Kraft, das unter anderem das Fernbleiben von der Arbeit bei Regelbeschwerden ermöglicht. Die von der linken Regierung beantragte Neuerung war im Februar vom Parlament gebilligt worden. Damals waren im Rahmen des Gesetzes weitere Neuregelungen beschlossen worden. Ab sofort sind etwa auch Abtreibungen sowie die Änderung des Geschlechtseintrags von Transmenschen leichter. Gleichstellungsministerin Irene Montero sprach nach der Parlamentsabstimmung im Februar von einem «historischen Tag für die Förderung der feministischen Rechte.»

Besonders ungewöhnlich ist aber der «Menstruationsurlaub». Eine vergleichbare Regelung gibt es in Asien, zum Beispiel in Taiwan: Hier können Frauen in solchen Fällen allerdings nur drei Tage pro Jahr zu Hause bleiben. Sie bekommen dann auch nur die Hälfte des Lohns. In Südkorea müssen Arbeitgeber ihren weiblichen Beschäftigten einen Tag im Monat frei geben, wenn sie den Anspruch geltend machen - wer die Kosten dafür übernimmt und ob es dennoch Lohn gibt, ist im Gesetz aber nicht geregelt.

Um «menstruationsfrei» zu machen, benötigen die Arbeitnehmerinnen in Spanien jedes Mal ein ärztliches Attest. Die Dauer der Freistellung von der Arbeit ist dann aber im Prinzip unbegrenzt. Sie hängt laut Gesetz davon ab, wie stark die Schmerzen sind und wie lange sie anhalten. Die Kosten werden vom Staat übernommen. (cst/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mehr als 100 Waffen nach New York geschmuggelt – lange Haftstrafe
Weil er mehr als 100 Waffen nach New York geschmuggelt hat, muss ein Mann aus dem Stadtteil Bronx eine lange Haftstrafe absitzen. Der Verurteilte habe die Waffen aus den Bundesstaaten North und South Carolina nach New York City geschafft, dort die Seriennummern entfernt und die Waffen verkauft, zitierte eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft die New Yorker Polizeichefin Jessica Tisch. Ein Bundesrichter verhängte eine Haftstrafe von 135 Monaten.
Zur Story