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Falsches Medikament verwandelt Babys in Spanien in «Werwölfe»

Die Einnahme eines falschen Medikaments hat in Spanien bei zahlreichen Babys zu ungewöhnlich starkem Haarwuchs am Gesicht, Rücken und an anderen Körperstellen geführt.



Bild

Hypertrichose bezeichnet eine verstärkte Haarbewachsung irgendwo am Körper. (Im Bild: Ein thailändisches Schulmädchen aus dem Jahr 2006, das am Werwolf-Syndrom leidet) Keystone

Eine Pharmafirma hatte ein Haarwuchsmittel falsch deklariert. Eltern verabreichen das Mittel ihren Babys zur Linderung von Magenbeschwerden. Mindestens 17 Kinder seien vom sogenannten «Werwolf-Syndrom» (Hypertrichose) betroffen, berichteten die Zeitung «El País» und andere Medien unter Berufung auf die zuständigen Behörden und betroffene Eltern.

Die 17 bisher bekannten Fälle wurden in den Regionen Kantabrien, Andalusien und Valencia registriert. Es kann allerdings mehr Betroffene geben, denn ungeachtet der seit Monaten laufenden Untersuchungen der Gesundheitsbehörden wurde erst am Dienstag in Granada im Süden des Landes ein weiterer Fall bekannt.

Haare am ganzen Körper

«Mein Sohn bekam überall viele Haare, an der Stirn, an den Backen, an Armen und Beinen, an den Händen. Er hatte die Augenbrauen eines Erwachsenen. Das hat uns viel Angst bereitet, weil man ja nicht wusste, was los war», zitierte «El Pais» Ángela Selles aus Granada. Ihr Sohn Uriel sei nur sechs Monate alt gewesen, als der ungewöhnlich starke Haarwuchs angefangen habe.

Was war passiert? Das Unternehmen Farma-Química Sur hatte aufgrund eines internen Fehlers einige Posten des Blutdruckmedikaments Minoxidil, das auch gegen Haarausfall verschrieben wird, als Magen-Darm-Wirkstoff Omeprazol gekennzeichnet und auf den Markt gebracht, erklärten die spanischen Gesundheitsbehörden.

Fabrik geschlossen

Nachdem der erste Fall im April bekannt geworden war, nahm sich die Arzneimittelbehörde AEMPS der Sache an. Sie ging der Ursache auf den Grund und ordnete Anfang August an, dass alle falsch gekennzeichneten Medikamente vom Markt genommen werden.

Die Fabrik von Farma-Química Sur in Málaga wurde zudem wegen «schwerer Nichteinhaltung der Kontrollregeln» für unbestimmte Zeit geschlossen. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fumia Canero 28.08.2019 19:59
    Highlight Highlight Wenn ich Spanien und Werwolf lese, muss ich sofort an Paul Naschy denken 🐺
  • Sonnenbankflavor 28.08.2019 17:51
    Highlight Highlight Also existiert doch ein Haarwuchsmittel?! Wieso ist das nicht im Handel erhältlich?
  • ConcernedCitizen 28.08.2019 16:24
    Highlight Highlight Sind die Symptome temporär?
  • aglio e olio 28.08.2019 13:49
    Highlight Highlight Es gibt ein Haarwuchsmittel das funktioniert. Da bin ich baff.
    Vielleicht klappt es mit den Penisvergrösserungspillen ja doch. 🤔
    • mrgoku 28.08.2019 17:01
      Highlight Highlight und vielen leisten sich über-teure haarimplantate… soll das mal einer verstehen
    • MarioxD 28.08.2019 17:03
      Highlight Highlight Made my day
    • Dönergott 28.08.2019 18:51
      Highlight Highlight Pass nur auf, sonst bekommt der Begriff „dickhead“ eine ganz neue Bedeutung.
  • Maya Eldorado 28.08.2019 13:25
    Highlight Highlight Ich schaue die morderne Medizin heute als allgemein sehr zwiespältig an.
    Es gibt kaum ein Medikament, das meist schon hilft, dafür an anderer Stelle den Menschen schwächt oder sogar krank macht.
    • Adumdum 28.08.2019 14:08
      Highlight Highlight Ja, früher war alles besser, da ist man einfach früh gestorben, ganz ohne Nebenwirkungen.
    • Fumia Canero 28.08.2019 14:25
      Highlight Highlight Dann musst Du unbedingt mal das neue Arrozsaccaersil probieren!

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