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Football-Spieler Ryan Russell outet sich als bisexuell – die Reaktionen bleiben nicht aus



«Coming out & coming back», schrieb Football-Profi Ryan Russell am Wochenende auf Instagram. Der 27-Jährige, der aktuell auf Vereinssuche ist, hatte ein paar Tage zuvor sein Coming-out. Russell habe nun zwei grosse Ziele: «In die NFL zurückzukehren und mein Leben offen zu leben».

Er ist der erste Sportler aus den grossen US-Sportligen, – MLB, NFL, NBA und NHL – der sich zu seiner Bisexualität bekannt hat. Zuvor war NFL-Profi Michael Sam der erste offen schwule Football-Spieler. Sam hatte im Februar 2014 sein Coming-out.

«Coming out & coming back»

In einem Essay auf ESPN.com erklärte Russell in der vergangenen Woche öffentlich, dass er bisexuell ist: »Meine Wahrheit ist, dass ich ein talentierter Football-Spieler bin, ein guter Autor, ein liebender Sohn, ein überheblicher Bruder, ein fürsorglicher Freund, ein treuer Liebhaber und ein bisexueller Mann".

«NFL bereit, einen LGBTQ-Spieler zu akzeptieren»

«Ich glaube, dass die NFL bereit ist, einen LGBTQ-Spieler zu akzeptieren», schreibt Russell in dem Essay, den er mit den Worten «Was auch immer ich vor diesem Brief für euch war, ich bin es immer noch. Wir kennen uns jetzt einfach ein bisschen besser» beendet.

Ermutigende Nachrichten und grösstenteils positive Reaktionen

Von Ex-Teamkameraden habe Russell seit seinem Coming-out ermutigende Nachrichten erhalten, schreibt er in seinem Essay. Auch die Reaktionen der Öffentlichkeit waren zum grossen Teil positiv, wie folgende Tweets beispielhaft zeigen.

«Das ist so wichtig, vor allem für junge Menschen. Danke, Ryan Russell»

«Richtiger und toller Schritt»

«Sein Anliegen, anderen LGBTQ-Sportlern das Coming-out zu erleichtern, ist inspirierend»

«Immer wieder schön zu sehen, dass mehr bisexuelle Menschen ihr Leben nach ihren Wünschen leben»

«Wir wissen doch alle, dass er nicht der einzige schwule oder bisexuelle Athlet in der NFL ist. Es ist 2019. Lasst uns eine Welt erschaffen, in der LGBT-Sportler sich nicht verstecken müssen, um einen Job zu bekommen»

Natürlich gibt es aber auch im Jahr 2019 immer noch Leute, die sich nicht damit abfinden können, dass jemand bisexuell ist. Zum Beispiel hat User «Larry Legend» folgende schräge Theorie, mit der er Russell unterstellt, dass dieser nur sage, bisexuell zu sein, um schneller wieder einen Verein zu finden:

(as)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mike Minder 04.09.2019 21:46
    Highlight Highlight Ich versteh den Hype nicht, gerade in amerikanischen Ligen ist zum grossteil die Leistung alles was zählt. Bist du wirklich gut spielt es überhaupt keine Rolle wen du liebst. Aber wenn du seit 2 Jahren kein Spiel mehr bestritten hast, ist es halt eine gute Story um im Gespräch zu bleiben?!
    Nur um den Hatern zuvorzukommen: ich bin der Meinung nur Leistung auf dem Platz zählt und im Jahre 2019 sollte “sexuelle“ Ausrichtung keine Rolle spielen. Genau so wenig wie Quoten.
  • labraduddel 04.09.2019 17:44
    Highlight Highlight So talentiert scheint er nicht zu sein wenn er nicht mal bei den mittelmässigen bills keinen vertrag bekommen hat. Für mich persönlich versucht er so seine karriere zu retten.. naja amis halt, aufmerksamkeit scheint in diesem land mehr wert zu sein als ein gesundes privatleben
  • Frances Ryder 04.09.2019 16:04
    Highlight Highlight Das Foto mit Freund Corey O'Brien sieht aus wie eine alternate Timeline von was aus Killmonger geworden wäre, wenn König T'Chaka seinen Vater nicht getötet hätte😂
  • My Senf 04.09.2019 14:49
    Highlight Highlight Freddy Mercury war da ehrlicher „ich gehe mit allen ins Bett“, sprich Hauptsache sex!
    Aber, ja das waren andere Zeiten...
    • Elephant Soup slow cooker recipes 04.09.2019 16:32
      Highlight Highlight In der Musiker/Künstler-Sparte nicht wirklich ein Novum oder bahnbrechend, auch nicht vor einigen Jahrzehnten.
  • DER Baron 04.09.2019 13:33
    Highlight Highlight Evt will er sich ja wirklich ins Gespräch bringen. Sein letztes NFL Spiel war wohl 2017.
    Aber in dieser Liga, mit so vielen bekennenden Evangelikanen (gerade bei Coaches und QB) braucht es Mut.
    Und vielleicht ist kein Kalkül dahinter und dann freue ich mich umso mehr für ihn dass er jetzt frei leben kann. Ist jedem Menschen zu gönnen
  • JJBenson 04.09.2019 12:21
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt finde ich den Letzten von euch abgebildeten vermeintlich negativen Kommentar kein Statement gegen Bisexualität.

    Er wirft Russell zwar vor, seine Bisexualität und das Outing für seine Karriere einsetzen zu wollen. Doch sehe ich darun kein Statement gegen Bisexualität im Sport oder an sich.
    • Sebanimon 04.09.2019 12:45
      Highlight Highlight Richtig. Es ist eine plausible Theorie. Ob da was dran ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Eine derartig wertende Aussage seitens des Journalisten/der Journalistin ist in einem Bericht völlig fehl am Platz.
    • Chrigu91 04.09.2019 12:56
      Highlight Highlight Wenn mir jemand unterstellen würde, ich hätte mich nur geoutet um Leute die etwas gegen mich haben (aus welchen Gründen auch immer) als homophob abzustempeln. Ja dann ist halt schon eine gewisse Negativität herauszuspüren.

      Aber du hast recht. Ein klares Statement dagegen findet sich nicht im Kommentar
    • fandustic 04.09.2019 14:16
      Highlight Highlight Beim Lesen des Artikels ging mir die Aussage von „Legend“ auch durch den Kopf....gut möglich dass der gewählte Zeitpunkt Kalkül ist. Homophob ist die Aussage aber sicher nicht. Da wird definitiv zu viel hineininterpretiert vom Artikelschreiber.
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