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Syrische Rebellengruppen verbünden sich gegen Fatah-al-Scham-Front



Aleppo ist ein Trümmerfeld

Mehrere syrische Rebellengruppen haben sich gegen den früheren Al-Kaida-Ableger im Land, die Fatah-al-Scham-Front, verbündet. Fünf Gruppen hätten sich der mächtigen Islamistenorganisation Ahrar al-Scham angeschlossen, um gegen die frühere Al-Nusra-Front zu kämpfen, teilte das Bündnis am Donnerstag mit.

Ein Angriff auf die neue Bewegung oder einen ihrer Stützpunkte werde als «Kriegserklärung» angesehen, hiess es. Kämpfer der Fatah-al-Scham-Front hatten am Dienstag einen Stützpunkt der Dschaisch-al-Mudschahidin-Gruppe angegriffen. Daraufhin begannen Kämpfe zwischen der Front und mehreren Rebellengruppen in den nordsyrischen Provinzen Idlib und Aleppo.

Die Al-Nusra-Front hatte sich im vergangenen Jahr vom Terrornetzwerk Al-Kaida losgesagt und sich in Fatah-al-Scham-Front umbenannt. International wird sie weiter als terroristische Gruppierung angesehen.

In Idlib hatte die Gruppe bisher zusammen mit anderen Rebellen gegen Syriens Staatschef Baschar al-Assad gekämpft. Immer wieder kam es aber zu Streit zwischen der Front und den anderen Gruppierungen, die ihr vorwarfen, die Vormacht anzustreben.

Ziel von Luftangriffen

In den vergangenen Wochen war die Fatah-al-Scham-Front mehrmals Ziel von mutmasslichen US-Luftangriffen. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte vermutet die Gruppe offenbar, die rivalisierenden Rebellen hätten die Koordinaten für die Angriffe durchgegeben. Die Angaben der Beobachtungsstelle, die sich auf Informanten vor Ort beruft, sind kaum zu überprüfen.

Die Fatah-al-Scham-Front war wie die Terrormiliz «Islamischer Staat» nicht an den Syrien-Gesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana beteiligt. In Astana hatten am Montag und Dienstag indirekte Verhandlungen zwischen syrischen Rebellen und der syrischen Regierung stattgefunden, die von Russland, dem Iran und der Türkei initiiert worden waren.

Dabei wurde eine Vereinbarung zur Überwachung der Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland getroffen, Schritte zu einer politischen Lösung brachten die Gespräche aber nicht. (sda/afp)

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