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Alle zehn Stunden stirbt in Syrien ein Kind durch den Krieg



Kurz vor Beginn des zehnten Kriegsjahres in Syrien hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) an Regierungen und Öffentlichkeit appelliert, die syrischen Kinder nicht allein zu lassen. «Alle zehn Stunden stirbt ein Kind an den Folgen des Krieges», teilte Unicef am Freitag mit.

epa07393588 A displaced child poses for a photo at Roj refugees camp in Hasakah, northeast of Syria, 24 February 2019. The camp which is controlled by the US-backed Syrian Democratic Forces (SDF) houses over 300 families, most of them are wives and children of Islamic state (IS) fighters among them foreigners who arrived in the camp following the defeat of Islamic State group in its last strongholds in eastern Syria.  EPA/MURTAJA LATEEF

Ein vertriebenes Kind im Roj-Flüchtlingslager in Hasakah, Syrien. Bild: EPA/EPA

Das Kinderhilfswerk schätzt, dass 2.8 Millionen Mädchen und Jungen keine Schule besuchen – viele von ihnen hatten noch nie Schulunterricht. «Humanitäre Hilfe kann den Krieg zwar nicht beenden, aber sie kann die Not für die Schwächsten lindern», sagte der Geschäftsführer von Unicef-Deutschland, Christian Schneider. Dies sei «ein Gebot der Menschlichkeit».

Am 15. März 2011 hatten die Proteste gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad begonnen. Der anfänglich friedliche Protest entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einem Bürgerkrieg. Der Iran und Russland halfen Assad – auch militärisch – an der Macht zu bleiben.

Als sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak ausbreitete, beteiligten sich westliche Staaten an einer Militärkoalition, die dazu beitrug, den IS zurückzudrängen.

In den vergangenen Wochen waren mehr als 900'000 Menschen in der Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei vertrieben worden. In dieser letzten Rebellenhochburg halten sich auch islamistische Kämpfer auf, die zuvor aus anderen Provinzen abgezogen waren.

Etwa 60 Prozent der Vertriebenen seien Kinder, erklärte Unicef – «zwischen den Fronten leiden sie unter Gewalt, Obdachlosigkeit und akuter Not». (sda/dpa)

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Der Krieg macht auch vor Schulen keinen Halt

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stehaufmännchen 13.03.2020 10:53
    Highlight Highlight Tote Kinder in Krisenregionen schaden der Wirtschaft nicht wirklich.

    Covid -19 schon.

    Klar liegt der Fokus nicht auf den aktuellen Kriegsgebieten.....

    An dieser Stelle ein dreifaches Hoch auf all die empathischen Staatsführer und ihre hilfsbereiten Berater sowie sämtliche Lobbyisten der Pharma - und Waffenkonzerne
  • P. Silie 13.03.2020 10:20
    Highlight Highlight Man hätte 2013 bereits Tausende von Syrischen Christen aus Aleppo bei uns aufnehmen können. Diese leben sehr ähnliche kulturelle Werte wie wir bezüglich Gleichberechtigung, LGBTQ und anderen Punkten. Es wäre ein leichtes gewesen diese in der Schweiz zu integrieren.

    Zudem handelt es sich um äusserst fleissige Leute die mehrsprachig sind (Arabisch, Englisch, oft Türkisch, oft Armenisch, teils Russisch), welche sich ihren Lebensunterhalt in kürzester Zeit hätten selber bestreiten können..

    Wieso man dies verpasst hat erschliesst sich mir nicht.
    • rodolofo 13.03.2020 14:38
      Highlight Highlight Das erinnert mich an ein Ehepaar, das bei einer Reinigungsfirma arbeitete und sich mir gegenüber mal als "syrische Christen" zu erkennen gab.
      Ich glaube, besser integriert in die Schweizerische "Füdlibürger-Werteunion" kann man gar nicht mehr sein... ;)
    • Basti Spiesser 14.03.2020 07:58
      Highlight Highlight @rodolfo

      Hast du sie gefragt, was sie von Assad halten?
    • rodolofo 14.03.2020 13:28
      Highlight Highlight @ Basti Spiesser
      Ja, habe ich.
      Sie sagten, dass sie ihn gut fänden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 13.03.2020 09:08
    Highlight Highlight Wir haben keine Zeit für Side-Info aus dem Krieg.

    Corona, Corona, Corona, Corona ist das Mass der Dinge!

    (Achtung, kann leicht zynisch sein)
    • Amateurschreiber 13.03.2020 09:46
      Highlight Highlight So ein Pech aber auch. Wir könnten alle diese Kinder bei uns aufnehmen. Aber wir können sie doch nicht hierzulande unnötig einem Ansteckungsrisiko aussetzen!

      (Das ist auch zynisch aber solche Sachen machen mich wütend)
    • Wolf von Sparta 13.03.2020 10:17
      Highlight Highlight Absolut nicht!! Also wer bildet sich ein, noch über etwas anderes zu berichten. Die vielen Kriegs- und Hungertoten sind doch nicht mehr relevant wenn wir Corona haben. Krieg und Hunger spielt sich ja nicht vor unserer Tür ab, wegen dem kann es uns Egal sein.

      (halb zynische Fortsetzung)
  • Aerohead 13.03.2020 08:35
    Highlight Highlight Ein mässig tödliches Virus ist in aller Munde, aber wenn sich die Menschen gegenseitig umbringen interessiert es keinen.
    • SeboZh 13.03.2020 13:36
      Highlight Highlight Das mit dem gegenseitigen umbringen findet schon mehre tausend Jahre tagtäglich statt....Ein neues ist da natürlich einfacher zu vermarkten.
  • Jawolaufensiedenn 13.03.2020 08:02
    Highlight Highlight Dass diese Kinder Schulunterricht bekämen sei „ein Gebot der Menschlichkeit“. Es wäre vor allem auch ein Gebot der Vernunft! Weil die Weltgemeinschaft nur so verhindern kann, dass dieses Elend in den folgenden Generationen weitergeht. Es wäre das bestinvestierte Geld.
    • Knäckebrot 13.03.2020 15:08
      Highlight Highlight Kommt darauf an, wer ihnen in der Schule was beibringt. Es gibt auch viel inverstiertes Geld in in Schulsysteme, welche feindschaftsbegünstigende Weltsichten fördern.
  • rodolofo 13.03.2020 07:59
    Highlight Highlight Was in Syrien und im Yemen passiert, erinnert mit allen Grausamkeiten an den 2. Weltkrieg.
    Und tatsächlich ist ja die ganze Welt beteiligt, an diesem Abschlachten von Kindern, die nicht verstehen können, warum man sie nur auf die Welt gebracht hat, um sie zu missbrauchen...
    Eine Schande von ungeheuren Ausmassen!
    Und der Pädophilen-Vergewaltigungs-Ring reicht bis nach ganz Oben in die Präsidenten-Etagen, in denen sie alle vornehm herum sitzen und um die Wette grinsen.
    Alle die Putins, Assads, Erdogans, Trumps, Bolsonaros,...
    (Ich könnte lange weiter Namen aufzählen.)
    Ich muss gleich kotzen.
  • Dong 13.03.2020 07:43
    Highlight Highlight Mal wieder Märchenstunde mit Kinder-Bildern :-(
    Diese ganzen Relotius-Klischees haben sich doch längst als Lügen erwiesen: Syrien war ein (versuchter) Regime Change, genau wie Irak, Afghanistan und Libyen, das syrische Volk war nie auf der Seite dieser sogenannten „Rebellen“ und der Wertewesten war nie auf der Seite des syrischen Volks!
    • So oder so 13.03.2020 17:52
      Highlight Highlight Hören sie mal auf diesen Unsinn zu verbreiten - Blödsinn von Ganser und co. die sich Bereichern ab denn Naiven die denn Quatsch noch Glauben. Libyen - man ist nicht mal richtig an Land gegangen, geschweige man hatte einen Plan - warum wohl gebend die Türken und Russen Heute denn Ton an in Libyen - auch Syrien aus Heutiger Sicht Garantiert kein Regime Change - das wäre ganz anders abgelaufen. Interessant ist eher wieviel Ganser denn Naiven aus denn Taschen gezogen hat und ob es ihm nicht Langsam selber Peinlich ist.
    • Dong 13.03.2020 22:00
      Highlight Highlight @So oder so: Dann haben Erdi und MbS den Al Qaida-Truppen also nur deshalb Waffen geliefert, um dem syrischen Volk zu helfen. Und HRC hat Gaddafis Truppen auch nur aus Altruismas weggebombt. Und ich bin naiv ...
    • Basti Spiesser 14.03.2020 08:01
      Highlight Highlight @so oder so

      Doch, die Pläne sind seit 1998 bekannt, Zbigniew Brzezinski.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Count 13.03.2020 07:42
    Highlight Highlight Danke für diesen wirklich bewegenden Beitrag. Angesichts des aktuellen Hauptthemas finde ich es sehr wichtig dass über echte Tragödien berichtet wird. Ein Thema wären z.b. auch die über 10 Millionen (!) Nigerianer, welche durch das Austrocknen des Tschadsees auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Nicht nur eine handvoll chronisch kranke 80 Jährige...
    • Cirrum 13.03.2020 10:44
      Highlight Highlight Und dann wieder diese Aussagen; Es ging der Weltbevölkerung noch nie so gut wie heutzutage🤢 verblendete, verwöhnte egoistische Gesellschaft. Aber wegen Corona dann der grosse Aufschrei..
  • Silent_Revolution 13.03.2020 07:10
    Highlight Highlight Wen interessiert sowas?

    Hauptsache das 99 jährige Omi in der ersten Welt kann noch zwei Jahre im Altersheim dahinvegetieren.

    Wir machen die Grenzen dicht und beginnen mit willkürlichen Einschränkungsmassnahmen während Kriegsmaterial weiterhin die Grenzen passiert.

    Und das weil wir ja alle so rücksichtsvoll und human sind. Alles dem Grosi zu Liebe!
    • 044 508 39 39 het sie gseit 13.03.2020 10:40
      Highlight Highlight Wenn wir den Rüstungsexport völlig unterbinden, gibt es dann keine Kriege mehr? Und keine Migranten?

      Was meinst du?
    • Silent_Revolution 13.03.2020 16:19
      Highlight Highlight Wir können auch die Sklaverei wieder einführen, weil es sie sowieso noch gibt.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 13.03.2020 20:38
      Highlight Highlight Silent
      Einverstanden. Aber nur wenn du dich zur Verfügung stellst. 😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • 044 508 39 39 het sie gseit 13.03.2020 07:04
    Highlight Highlight Was nützt nun wem diese Info ?
  • Lea Real 13.03.2020 07:00
    Highlight Highlight Kriegstote 🤷‍♀️🤷🏻‍♂️
    Flüchtlinge in Lagern 🤷🏻‍♂️🤷‍♀️
    Umweltzerstörung🤷‍♀️🤷🏻‍♂️
    Verkauf von Waffen in kriegsländer 🤷‍♀️🤷🏻‍♂️
    im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge 🤷🏻‍♂️🤷‍♀️
    Coronavirus 😱😱🥶🥶😨😨😱😱🥶🥶
  • JohnDoe 13.03.2020 06:29
    Highlight Highlight Wo bleibt hier der Lifeticker mit Fallzahlen? Hier wäre es nicht mal eine Verschwörungstheorie, dass wir dies mit verursachen... Anstatt dessen sterben drei 80Jährige an Schnupfen und wir sprechen von Notstand. Leider wird es kaum die Waffenlieferanten betreffen, wenn Firmen kaputt gehen. Wir (die Schweiz) liefern munter weiter Handgranaten und Munition in Krisengebiete

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