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FILE - In this Saturday, Sept. 19, 2015 file pool photo, Russian President Vladimir Putin, second left, flanked by Defense Minister Sergei Shoigu, left, and Chief of the General Staff of the Russian Armed Forces Valery Gerasimov, watches military exercises at Donguz range in Orenburg region, Russia. With dozens of Russian combat jets and helicopter gunships lined up at an air base in Syria, Russian President Vladimir Putin is ready for a big-time show at the United Nations General Assembly. Observers expect the Russian leader to call for stronger U.N.-sanctioned global action against the Islamic State group and possibly announce some military moves in his speech on Monday, Sept. 28, 2015. (Alexei Nikolsky/RIA-Novosti, Kremlin Pool Photo via AP, file)

Putin flankiert von seinem Verteidigungsminister Sergei Shoigu (links) und Armee-Chef Valery Gerasimov.
Bild: AP/POOL RIA NOVOSTI KREMLIN

Herr Putin, es sieht aus als wolle Moskau Assad retten?! – «Da haben Sie recht»

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat in einem Interview mit dem US-Sender CBS seine Unterstützung für Syriens Machthaber Baschar al-Assad bekräftigt und verteidigt. Er warnte vor Zuständen im Land wie sie in Libyen seit dem Sturz des Gaddafi-Regimes herrschen.



CBS-Moderator Charlie Rose sagte laut am Donnerstag vorab veröffentlichten Interviewauszügen, die verstärkte russische Militärpräsenz in Syrien lege nahe, dass Moskau Assad «retten» wolle. «Da haben Sie recht», antwortete Putin.

«Und es ist meine tiefe Überzeugung, dass jede gegenläufige Handlung – zur Zerstörung einer legitimen Regierung – eine Lage schaffen wird, die man jetzt in anderen Ländern der Region oder in anderen Regionen wie etwa Libyen sehen kann, wo alle staatlichen Einrichtungen zerfallen sind», fügte der russische Präsident hinzu. Auch im Irak sei «eine ähnliche Situation» zu beobachten.

Damit kritisierte Putin indirekt die USA, die in den vergangenen Jahren sowohl im Irak als auch in Libyen mit ihrem militärischen Eingreifen den Sturz der bestehenden Regierungen herbeigeführt hatten. Für das Bürgerkriegsland Syrien forderte Putin ein anderes Vorgehen.

An Airbus Defence and Space satellite image courtesy of Stratfor, a geopolitical intelligence and advisory firm in Austin, Texas, shows at least 16 Russian combat aircraft stationed at the Bassel al Assad air base near the Syrian town of Latakia September 20, 2015. Russia has started flying drone aircraft on surveillance missions in Syria, U.S. officials said on Monday, in what appeared to be Moscow's first military air operations inside the country since staging a rapid buildup at a Syrian air base. Mandatory Credit REUTERS/www.Stratfor.com/Airbus Defense and Space/Handout via Reuters ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES. NO ARCHIVES. MANDATORY CREDIT

Satellitenbilder enthüllten vor Kurzem die Armeestellungen Russlands in Syrien.

Reformen in Syrien erforderlich

Es gebe «keine andere Lösung der syrischen Krise als eine Stärkung der tatsächlichen Regierungsstrukturen und Hilfe für sie, um den Terrorismus zu bekämpfen». Zugleich müsse Damaskus dazu gedrängt werden, «sich an einem positiven Dialog mit der vernünftigen Opposition zu beteiligen und Reformen durchzuführen». Das vollständige Interview will CBS am Sonntag ausstrahlen.

Die USA werfen Russland vor, seine Militärpräsenz in Syrien zu verstärken und damit Assads Position zu festigen. Nach US-Angaben schickte Moskau nach Panzern, Artillerie und Soldaten inzwischen auch Kampf- und Aufklärungsflugzeuge nach Syrien.

Washington fürchtet, dass sich im syrischen Luftraum russische Flugzeuge und Flugzeuge der US-geführten Militärkoalition bei ihren Luftangriffen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in die Quere kommen könnten.

Am Montag treffen sich Putin und US-Präsident Barack Obama am Rande der UNO-Generaldebatte in New York, dabei soll es vor allem um den Syrien-Konflikt gehen. (dwi/sda/afp)

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