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Zum Prozess-Ende erstmals Reue: Boston-Attentäter entschuldigt sich doch noch bei Familien der Opfer

Zum Schluss die Reue: Boston-Attentäter Zarnajew hatte zuvor den ganzen Prozess durch geschwiegen.
Zum Schluss die Reue: Boston-Attentäter Zarnajew hatte zuvor den ganzen Prozess durch geschwiegen.Bild: JANE FLAVELL COLLINS/REUTERS

Zum Prozess-Ende erstmals Reue: Boston-Attentäter entschuldigt sich doch noch bei Familien der Opfer

Zum Ende des Prozesses hat Dschochar Zarnajew sein Schweigen gebrochen. Er entschuldigte sich bei den Opfern und Hinterbliebenen des Marathon-Attentats und zeigte Reue. Danach verurteilte ihn das Gericht offiziell zum Tode.
24.06.2015, 21:0524.06.2015, 21:09
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Ein Artikel von
Spiegel Online

Es ist das erste Mal, dass Dschochar Zarnajew nach dem Attentat auf den Boston Marathon öffentlich etwas sagt – und er richtet seine Worte an die Überlebenden und die Familien der Opfer. «Ich möchte mich jetzt bei den Opfern und bei den Überlebenden entschuldigen», sagte der 21-Jährige bei der offiziellen Urteilsverkündung. «Ich bereue, dass ich diese Leben genommen habe und das Leid und den Schaden, den ich angerichtet habe.»

Zuvor hatten mehrere Überlebende und Angehörige von Opfern das Wort ergriffen. «Die Entscheidungen, die du getroffen hast, sind verachtenswert», sagte etwa Patricia Campbell, deren Tochter bei der Attacke am 15. April 2013 getötet worden war, dem Attentäter.

Jetzt auf

Todesstrafe schon im Mai verkündet

Der Richter verkündete am Mittwoch das offizielle Strafmass. Eine Jury des Bundesgerichts in Boston hatte Dschochar Zarnajew für schuldig befunden, gemeinsam mit seinem später getöteten Bruder Tamerlan im Zielbereich des Marathons zwei selbstgebaute Sprengsätze zur Explosion gebracht zu haben.

Im vergangenen Monat hatten die Geschworenen entschieden, die Todesstrafe gegen den 21-Jährigen zu verhängen. Der Urteilsspruch ist für das Gericht bindend. Dschochar Zarnajew blickte während der Urteilsverkündung nach unten und rieb sich die Hände. (tat/brk/Reuters/AP/AFP)

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